Kraftmesser

Kräfte können mit Federkraftmessern gemessen werden. Dabei benutzt man die Tatsache, dass die Verlängerung einer Schraubenfeder in einem gewissen Bereich proportional zur daran ziehenden Kraft ist (Hooke'sches Gesetz).
Wie jedes Messgerät auch muss man einen Kraftmesser zunächst eichen, d.h. mit einer Skala möglichst exakter Werte versehen.

Neben einem solchen "linearen" Kraftmesser gibt es auch Torsionskraftmesser, bei denen eine Blattfeder-Spirale verdrillt wird (vgl. Unruh bei einer mechanischen Taschenuhr).
"linearer" Kraftmesser Torsionskraftmesser
 
Beschreibung und Handhabung eines Kraftmessers:
  • Vor der Messung muss der Nullpunkt im unbelasteten Fall richtig eingestellt werden. Dazu hält man den Kraftmesser in die gleiche Richtung wie bei der Messung, löst die eventuell vorhandene Schraube, mit der die äußere Hülle am Halter (grau) befestigt ist, und verschiebt die äußere Hülle. Stimmt der Nullpunkt, so wird die Schraube wieder fest gezogen.
    Bei manchen Kraftmessern erfolgt die Nullpunktskorrektur über eine Hülse, die noch zusätzlich über die äußere Hülle geschoben ist.
  • Beachte, dass die Nullpunktseinstellung stark von der Lage des Kraftmessers abhängt. Ist z.B. der Nullpunkt bei der links skizzierten vertikalen Lage korrekt eingestellt, so stimmt er bei einem schräg ziehenden Kraftmesser nicht mehr und muss daher wieder korrigiert werden.
  • Je nach Anwendung verwendet man Kraftmesser mit unterschiedlichem Messbereich. Sehr empfindliche Kraftmesser arbeiten im mN-Bereich, es gibt auch Federkraftmesser im kN-Bereich.