Definition der elektrischen Stromstärke

Mit Hilfe der Wirkungen des elektrischen Stromes kann man ein Strommessgerät bauen (z.B. Wärmewirkung: Hitzdrahtinstrument; magnetische Wirkung: Drehspulinstrument) und die Einheit der elektrischen Stromstärke definieren:

Definition: Elektrische Stromstärke   (für konstante Stromstärke)  
Einheit: 

Q ist die Ladung, die in der Zeit t durch einen Leiterquerschnitt fließt:

Die elektrische Stromstärke ist also interpretierbar als Maß für die Anzahl der Elektronen, die je Sekunde durch einen Leiterquerschnitt fließen.

"Elektrischer Strom ist fließende Ladung."

1 A (Ampère)
  Ursprüngliche Definition mit Hilfe der chemischen Wirkung des elektrischen Stromes:
Es fließt ein Strom von 1 A , wenn sich in einer Knallgaszelle (bei 20°C und Normdruck 1013 hPa) innerhalb einer Sekunde 0,19 cm3 Knallgas bilden.
  Aktuelle Definition im Gesetz über Einheiten im Messwesen:
Üben zwei parallele, im Abstand von 1 m aufgehängte, gerade Leiter unendlicher Länge mit vernachlässigbar kleinem kreisförmigen Querschnitt im Vakuum aufeinander eine Kraft von 2·10-7 N je Meter Leiterlänge aus, so fließt in ihnen der Strom 1 A.

Vergleiche

Autostrom  = 
Anzahl der Autos, die über eine Linie fahren
                         Messzeit
   
Wasserstrom = Wasservolumen, das durch einen Rohrquerschnitt strömt
Messzeit
 
         
Elektrischer Strom =
Ladung, die durch einen Leiterquerschnitt fließt
                           Messzeit
 

 

         
 
Wie bei den Autos und beim Wasser ist dabei es egal, ob sich
    - eine große Ladungsmenge langsam bewegt:
 

- oder eine kleine Ladungsmenge schnell bewegt:

         
Energiestrom  = Energie, die übertragen wird
               Messzeit
   

Stromrichtung

Als technische / konventionelle Stromrichtung wurde vereinbart: vom Plus- zum Minuspol.

In metallischen Leitern bewegen sich allerdings nur die Elektronen, sie bewegen sich entgegengesetzt zur Stromrichtung:
In Flüssigkeiten und Gasen bewegen sich sowohl positive als auch negative Ionen.