Der Sicherungsautomat

Der Sicherungsautomat unterbricht bei zu hoher Stromstärke den Stromkreis. Der Sicherungsautomat befindet sich meistens in Sicherungskästen und wird - im Gegensatz zu der Schmelzsicherung - wiederverwendet. Bei leichter Überschreitung der erlaubten Stromstärke über einen längeren Zeitraum wird die Wärmewirkung des elektrischen Stromes genutzt (3), für starke Überschreitung dagegen die magnetische Wirkung (2).
Im Sicherungsautomat befinden sich dazu ein Bi-Metallstreifen und ein Elektromagnet, welche beide einen Metallhebel bewegen und so einen Sicherungsstift durch eine Feder herausspringen lassen können.

(1)

Bei erlaubter Stromstärke ist das Magnetfeld der Spule nicht stark genug, um den Metallhebel anzuziehen und so den Sicherungsstift durch die Feder herausspringen zu lassen. Auch der Bimetallstreifen erwärmt sich kaum und bleibt gerade.

(2)

Wenn die Stromstärke sehr groß wird (z.B. durch einen Kurzschluss), verstärkt sich auch das Magnetfeld. Dadurch wird der Metallhebel angezogen und der Sicherungsstift springt heraus. Der Stromkreis ist unterbrochen.

(3)

Wenn die erlaubte Stromstärke nur leicht überschritten wird und das Magnetfeld der Spule noch nicht stark genug ist, um den Hebel anzuziehen, erwärmt sich der Bimetallstreifen verbiegt sich und bewegt den Hebel. Der Sicherungsstift springt heraus und der Stromkreis ist unterbrochen.