Das Relais

Ein Relais besteht aus zwei getrennten Stromkreisen: Im Steuerstromkreis sind ein Schalter und eine Spule mit Eisenkern (d.h. ein Elektromagnet) in Reihe geschaltet und an eine schwache Gleichstromquelle angeschlossen. Im Laststromkreis sind ein beliebiger Verbraucher (z.B. eine Glühlampe) und ein weiterer Schalter hintereinander geschaltet und mit den Polen einer stärkeren Stromquelle verbunden.

(1) Durch den Steuerstromkreis fließt kein Strom, da der Schalter nicht geschlossen ist. Deswegen wird der Schalter des Laststromkreises nicht angezogen und damit auch nicht geschlossen. Es fließt kein Strom durch den Laststromkreis.
(2)

Der Schalter des Steuerstromkreises wird geschlossen. Dadurch fließt Strom durch die Spule und so entsteht ein Magnetfeld in der Spule und um die Spule herum, welches durch den Eisenkern noch verstärkt wird. Der Schalter des Laststromkreises wird angezogen und der Laststromkreis dadurch geschlossen; die Lampe leuchtet.

Wo werden Relais eingesetzt? (Wozu einen Schalter schließen, der dafür sorgt, dass ein anderer Schalter geschlossen wird?)

Einsatzmöglichkeiten sind z.B.
- Treppenhausbeleuchtungen
- Alarmanlagen
- Zündung beim Auto

Durch ein Relais kann man mit schwachem Steuerstrom einen Starkstromkreis schließen, ohne sich dabei in größere Gefahr zu begeben. Außerdem kann man mit Hilfe eines Relais einen Steuerstromkreis schließen, der einen Laststromkreis schließt, obwohl sich dieser in größerer Entfernung zum Steuerstromkreis befindet. Dies spart Kosten aufgrund der dünneren Kabel beim Steuerstromkreis.

  Steuerstromkreis Laststromkreis
mögliche
Eigenschaften
     
  • schwacher Strom   
  • dünne Kabel
  • ungefährlicher
  • kostengünstiger
     
  • starker Strom   
  • dicke Kabel
  • gefährlicher
  • teurer

Anmerkung: Im Laststromkreis kann sich auch eine Wechselstromquelle befinden.