Die Braun'sche Röhre
Die Braun'sche Röhre ist Bestandteil von jedem Oszilloskop und ist im Prinzip
auch in jedem Fernsehgerät und Computerbildschirm (außer den Flachbildschirmen)
eingebaut.
Bei Fernseher und Computerbildschirmen funktioniert die Ablenkung allerdings
über Magnetspulen und die Röhre ist anders beschichtet.
(1) Aufbau der Braun'schen Röhre:![]() |
Zur Strahlerzeugung (1) gehört vor allem eine Heizwendel.
Durch den glühelektrischen Effekt treten aus der Heizwendel Elektronen aus. Diese werden wegen der angelegten Anodenspannung zur Anode (2) hin beschleunigt. Der Wehnelt-Zylinder (graue "Dose") ist negativ geladen und stößt die Elektronen ab. Er dient der besseren Bündelung des Elektronenstrahls. Ein enger Elektronenstrahl tritt nun durch das Loch in der Anode (2). Zur Ablenkung des Elektronenstrahls sind zwei Plattenpaare in die Röhre eingebaut. Sie bestehen aus zwei parallelen Metallplatten, die sich in geringen Abstand gegenüberstehen. (Man nennt dies einen Plattenkondensator) Die Elektronen gelangen zum Schirm (5), der dort aufleuchtet, wo die Elektronen auftreffen. |
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(2) Vertikale Ablenkung des Elektronenstrahls in der Röhre: |
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| Legt man an diese Platten eine Wechselspannung an, so wandert der Elektronenstrahl immer im Wechsel auf- und abwärts. Bei genügend großer Frequenz der Wechselspannung erscheint dem Auge der Strahlverlauf als vertikaler Strich. | ![]() |
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(3) Die horizontale Ablenkung: |
Das Plattenpaar (4) lenkt den Strahl in
entsprechender Art horizontal ab.
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(4) Beide Ablenkungen zusammen: Die Überlagerung der horizontalen und der vertikalen Ablenkung ergibt dann das eigentliche Oszilloskopbild. Soll das Bild für das Auge stehen, muss es nicht nur schnell genug aufgebaut werden, sondern man muss auch noch dafür sorgen, dass die beiden Spannungen synchronisiert werden, dass z.B. der Strahl genau dann horizontal "losläuft", wenn die vertikale Ablenkspannung einen bestimmten Wert hat. Dies nennt man "Triggerung". |
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