Das Drehspulinstrument

Der folgende Versuch zeigt, wie man die magnetische Wirkung des elektrischen Stromes zum Bau eines Strommessgerätes nutzen kann.

Versuchsaufbau:
Ein Schalter, eine Spule und eine Glühlampe sind hintereinander geschaltet und mit den Polen einer Gleichstromquelle verbunden. Die Spule ist drehbar zwischen den Polen eines Hufeisenmagnets aufgehängt, sodass die Spulenachse senkrecht zu den Feldlinien des Hufeisenmagnets verläuft und die Aufhängung senkrecht zu beiden Richtungen ist.

Durchführung und Beobachtung:
Der Schalter wird geschlossen und die Stromquelle eingeschaltet (Maus auf das Bild schieben). Die vordere Öffnung der Spule dreht sich zum rechten Pol des Hufeisenmagneten und die Lampe leuchtet.

Deutung:
Durch das Schließen des Schalters fließt Strom durch die Spule und die Glühlampe, dadurch leuchtet die Glühlampe und innerhalb der Spule und um sie herum baut sich ein Magnetfeld auf. Der Südpol des Hufeisenmagneten zieht den Nordpol der Spule an und der Nordpol des Hufeisenmagneten zieht den Süpol der Spule an. Dadurch entsteht die Drehbewegung der Spule.

Ergebnis:
Je mehr Strom durch die Spule fließt,
- desto größer ist das in der Spule erzeugte Magnetfeld,
- desto stärker sind die Anziehungskräfte zwischen den verschiedenen Polen von Spule und Hufeisenmagnet und
- desto stärker ist die Drehbewegung.
Befestigt man an der Spule einen sich mitdrehenden Zeiger (s. Bilder oben) und erstellt im Drehbereich des Zeigers eine (feststehende) Skala, so erhält man ein Messgerät, welches die Stärke des Stromes angibt.


Tatsächlicher Aufbau eines Drehspulmessinstrumentes