Water |
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Bodenwasser
als Teil des Wasserkreislaufes Das Bodenwasser ist nur als ein Teil des Wasserkreislaufes oder hydrologischen Zyklus zu verstehen. Der Wasserkreislauf beschreibt die ständige Folge der Zustands- und Ortsveränderungen von Wasser in Form von Niederschlag, Abfluß und Verdunstung. Die mit den Luftmassen transportierte Feuchtigkeit gelangt als Niederschlag (Regen, Schnee, Hagel, Tau, Reif) zur Erde. Von dort verdunstet ein Teil (Transpiration, Interzeption, Evaporation), ein anderer Teil fließt ab. Der Abfluß erfolgt zum Teil oberirdisch und speist dabei die Oberflächengewässer wie Bäche, Flüsse, Seen und Meere direkt. Ein anderer Teil des Wassers fließt jedoch unterirdisch ab, d.h. der Niederschlag infiltriert in den Boden und gelangt in die Bodenzone (Bodenwasser). Dort kann das Wasser gespeichert werden. Oder es versickert weiter in das Untergrundgestein und füllt als Grundwasser die Gesteinshohlräume (Poren-, Kluft-, Karst-Hohlräume) aus und trägt somit zur Grundwasserneubildung bei. Das Grundwasser kann schließlich unterirdisch in Gewässer abfließen oder über Quellen wieder zutage treten. Anmerkung: Aus hydrogeologischer Sicht wird das Grundwasser, das in einer Periode weniger Jahre am Wasserkreislauf beteiligt ist von sogenannten "Tiefenwässern" unterschieden. Von "Tiefenwässer" oder "Tiefe Grundwässer" spricht man, wenn Grundwässer "länger als menschlich-historische Zeiten im Untergrund geblieben sind, also nicht am Wasserkreislauf beteiligt waren" (HÖLTING 1992, S. 13). Für die Gewinnung von nutzbarem Grundwasser (Trinkwasser, Bewässerungswasser usw.) sind diese Tiefenwässer zunehmend von Bedeutung, da oberflächennahe Vorkommen heute oft gefährdet sind.
Abbildung: Der hydrologische
Zyklus zeigt wichtige Prozesse und Bewegungen von Wasser.
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