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dia2_01s.jpg (2655 Byte) Blick über das Tal Pera Chorio und die Fanari-Berggruppe bei Aperathou. Modellgebiet des EU-Projektes MESPA "Integriertes Umweltmanagement gegen Bodenerosion auf Naxos".
dia2_02s.jpg (2017 Byte) Bergdorf Aperathou (Apiranthos) auf der Insel Naxos. Das traditionelle Hirtendorf liegt in einer Höhe von 600 Metern über dem Meeresspiegel.
dia2_03s.jpg (2258 Byte) Hänge des Hochtales Pera Chorio bei Aperathou. Die beiden Talflanken werden unterschiedlich genutzt. Auf der ortsnahen, Südost-exponierten Talseite (Vordergrund) befinden sich intakte Ackerterrassen mit Getreide, Wein und Gemüsekulturen. Die ortsferne, steilere Talflanke (Hintergrund) ist überwiegend aus der Ackernutzung genommen. Beweidete Zistrosen-Phrygana, Brandflächen und degradierte Terrassen dominieren hier das Landschaftsbild.
dia2_04s.jpg (2879 Byte) Aktivisten des Umweltmanagementprojektes im Tal Pera Chorio (v.li.): Manolis Glezos, Klaus Windolph, Vassilis Giokaris (1990).
dia2_05s.jpg (2095 Byte) Reste einer ehemaligen Terrassenmauer und flächenhafte Erosion des ungeschützten Bodens in steiler Hanglage. Die Erfassung der Erosionsschäden ist Grundlage für die Maßnahmenplanung im Tal Pera Chorio (Martina Rüthnick, 1993).
dia2_06s.jpg (2410 Byte) Durch Bodenerosion freigelegtes Schiefergestein und Wurzelwerk von Kermeseichen.
dia2_07s.gif (4831 Byte) Skizze: Schematischer Querschnitt durch das Tal Pera Chorio bei Aperathou. Maßnahmenliste zum Bodenschutz und zur Wasserkonservierung: Regeneration der Vegetation durch geregelte Beweidung, Aufforstungen, Aufbau verfallener Terrassensysteme und Erneuerung von Terrassenmauern, Neuanlage von Sickerdämmen, Quellfassungen, Zisternen, Trinkwasserstellen, Wasserleitungen und Viehtränken.
dia2_08s.jpg (4369 Byte) Sickerdämme aus Natursteinen im Tal Pera Chorio / Karavas. Die sog. "Phragmata" werden quer zur Talrichtung gebaut, um die winterlichen Sturzbäche zu bremsen.
dia2_09s.jpg (2204 Byte) Verfugter Sickerdamm mit Naturzisterne und eingezäunte Schutzpflanzung aus Zypressen im Tal Pera Chorio / Karavas. Das aufgestaute Wasser kann langsam im Boden versickern und die oberflächennahen Grundwasserspeicher auffüllen.
dia2_10s.jpg (2486 Byte) Blick talabwärts auf eine Kaskade von Sickerdämmen im Tal Pera Chorio / Karavas. Um dem hohen Druck des abfließenden Wassers bei Starkregenereignissen standzuhalten, sind die 2 bis 10 Meter langen Dämme aus Marmorbruchsteinen als gewölbte, zumeist unverfugte Barrieren gebaut worden.
dia2_11s.gif (12272 Byte) Skizze: Querschnitt eines Sickerdammes (Quelle: MEDSPA-Abschlußbericht 1995).
dia2_12s.jpg (5208 Byte) Geschlossene Quellfassung und seperate Viehtränke im Tal Pera Chorio / Pigadia. Durch Maßnahmen zur Wasserkonservierung werden Wasserverluste gemindert und die Wasserqualität verbessert.
dia2_13s.jpg (2715 Byte) Quellfassung und Zisterne im Taloberlauf von Pera Chorio / Pigadia. Durch die Verwendung von Natursteinen passen sich die Bauwerke harmonisch in die jahrhunderte alte Kulturlandschaft ein.
dia2_14s.jpg (2774 Byte) Kaskadenförmiges System offener Zisternen im Tal Pera Chorio / Pigadia. Das gesammelte Wasser wird zur Bewässerung der angrenzenden Ackerterrassen genutzt oder versickert durch den nicht versiegelten Zisternenboden in den Untergrund (Grundwasserneubildung).
dia2_15s.jpg (4849 Byte) Offene Zisterne mit angrenzenden Terrassen-Gärten im Tal Pera Chorio / Sarapetsa. Die Zisternenböden sind nicht ausbetoniert, so daß ein Teil des gesammelten Wassers in das Grundwasser versickern kann.
dia2_16s.jpg (2268 Byte) Ziegenstall unterhalb des Koronos-Gipfels in 900 Metern Höhe. Traditionell ist das Bergland von Naxos Extensivweidegebiet: 77.800 Ziegen und Schafe wurden 1989 gezählt.
dia2_17s.jpg (3093 Byte) Ziege beim Abäsen eines Kermeseichen-Strauchs. Ziegen sind gute "Kletterer", bis in 2 Meter Höhe verbeißen sie das Laub und die jungen Triebe der immergrünen Bäume und Sträucher.
dia2_18s.jpg (5101 Byte) Beweideter Kermeseichen-Bestand im Tal Pera Chorio. Dauerhafter Verbiß hat im unteren Bereich des Kermeseichen-Gehölzes zur Ausbildung von charakteristischen keulenartigen Verbißformen geführt. Unter massiven Weidebedingungen ist oft nur noch eine vegetative Vermehrung (durch Stockausschlag) der Bestände möglich.
dia2_19s.jpg (2749 Byte) Krüppliger Wuchs eines verbissenen Kermeseichen-Zweiges. Ziegen fressen bevorzugt die saftigen und zarten Jungtriebe und Blütenstände, die nur wenig Sklerenchym (holziges Festigungsgewebe) aufweisen. Folge ist eine mangelnde bis fehlende generative (geschlechtliche) Regenerationsfähigkeit , eine reduzierte Photosyntheseleistung und erhöhter sommerlicher Trockenstreß.
dia2_20s.jpg (3190 Byte) Kermeseichenblätter im Größenvergleich. Links: Blätter aus der für Ziegen zugänglichen, niedrigen "Verbißzone". Rechts: Blätter aus der unerreichbaren Baumkrone.
dia2_21s.jpg (2321 Byte) Durch Ziegenverbiß zur Kermeseichen-Garigue degradierter Bestand im Tal Pera Chorio. In den Weidegebieten von Naxos stellen diese Zwergstrauchgesellschaften, die in ihrem Artenspektrum oft noch die Nähe zu Waldgesellschaften zeigen, nutzungsbedingte "Dauergesellschaften" dar.
dia2_22s.jpg (2381 Byte) Brandfläche im östlichen Bergland von Naxos. Feuer sind auf Naxos Bestandteil der traditionellen Weidewirtschaft. Auch heute noch werden von den Hirten Feuer zum Abbrennen von dichten Dornensträuchern gelegt. Brände stellen einen massiven Eingriff in den Landschaftshaushalt (Wasser- und Nährstoffhaushalt) dar.
dia2_23s.jpg (2262 Byte) Frisch abgebrannter Kermeseichen-Bestand. Pflanzen zeigen gegenüber von Feuer verschiedene Verhaltensweisen bzw. Empfindlichkeit. So ist beispielsweise die Kermeseiche als feuertolerant einzustufen, da sie ein hohes vegetatives Regenerationsvermögen über das Wiederaustreiben aus nicht geschädigten ober- und unterirdischen Pflanzenteilen besitzt. Zistrosen gehören zu den Pyrophyten (feuerresistente Pflanzen), ihre generative Vermehrung über Samen im Boden wird durch Brände gefördert.
dia2_24s.jpg (2358 Byte) Terrassenlandschaft im Verfall bei Engares. Veränderte Wirtschaftsbedingungen und Landflucht haben in den letzten Jahrzehnten zur Aufgabe der traditionellen Terrassenwirtschaft geführt. Zur arbeitsintensiven Pflege und kostspieligen Restauration der Terrassensysteme bedarf es der Unterstützung durch gezielte Förderprogramme.
dia2_25s.jpg (2377 Byte) Verlassenes Bergdorf Atsipapi bei Koronos.
dia2_26s.jpg (2476 Byte) Hinweistafel auf ein aktuelles Terrassenschutzprogramm der Europäischen Union im Bergland von Naxos. Im Rahmen des EU-Programms Proterra engagieren sich die Gemeinde Koronos, die Naxos Akademie und das Mediterrane Umweltzentrum für den Schutz der ökologisch und kulturhistorisch wertvollen Terrassensysteme.

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Last update on 11.05.1999 by Markus Zapke-Gründemann