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Blick über das Tal Pera Chorio und die
Fanari-Berggruppe bei Aperathou. Modellgebiet des EU-Projektes MESPA "Integriertes
Umweltmanagement gegen Bodenerosion auf Naxos". |
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Bergdorf Aperathou (Apiranthos) auf der
Insel Naxos. Das traditionelle Hirtendorf liegt in einer Höhe von 600 Metern über dem
Meeresspiegel. |
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Hänge des Hochtales Pera Chorio bei
Aperathou. Die beiden Talflanken werden unterschiedlich genutzt. Auf der ortsnahen,
Südost-exponierten Talseite (Vordergrund) befinden sich intakte Ackerterrassen mit
Getreide, Wein und Gemüsekulturen. Die ortsferne, steilere Talflanke (Hintergrund) ist
überwiegend aus der Ackernutzung genommen. Beweidete Zistrosen-Phrygana, Brandflächen
und degradierte Terrassen dominieren hier das Landschaftsbild. |
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Aktivisten des Umweltmanagementprojektes
im Tal Pera Chorio (v.li.): Manolis Glezos, Klaus Windolph, Vassilis Giokaris (1990). |
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Reste einer ehemaligen Terrassenmauer und
flächenhafte Erosion des ungeschützten Bodens in steiler Hanglage. Die Erfassung der
Erosionsschäden ist Grundlage für die Maßnahmenplanung im Tal Pera Chorio (Martina
Rüthnick, 1993). |
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Durch Bodenerosion freigelegtes
Schiefergestein und Wurzelwerk von Kermeseichen. |
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Skizze: Schematischer Querschnitt durch
das Tal Pera Chorio bei Aperathou. Maßnahmenliste zum Bodenschutz und zur
Wasserkonservierung: Regeneration der Vegetation durch geregelte Beweidung, Aufforstungen,
Aufbau verfallener Terrassensysteme und Erneuerung von Terrassenmauern, Neuanlage von
Sickerdämmen, Quellfassungen, Zisternen, Trinkwasserstellen, Wasserleitungen und
Viehtränken. |
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Sickerdämme aus Natursteinen im Tal Pera
Chorio / Karavas. Die sog. "Phragmata" werden quer zur Talrichtung gebaut, um
die winterlichen Sturzbäche zu bremsen. |
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Verfugter Sickerdamm mit Naturzisterne und
eingezäunte Schutzpflanzung aus Zypressen im Tal Pera Chorio / Karavas. Das aufgestaute
Wasser kann langsam im Boden versickern und die oberflächennahen Grundwasserspeicher
auffüllen. |
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Blick talabwärts auf eine Kaskade von
Sickerdämmen im Tal Pera Chorio / Karavas. Um dem hohen Druck des abfließenden Wassers
bei Starkregenereignissen standzuhalten, sind die 2 bis 10 Meter langen Dämme aus
Marmorbruchsteinen als gewölbte, zumeist unverfugte Barrieren gebaut worden. |
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Skizze: Querschnitt eines Sickerdammes
(Quelle: MEDSPA-Abschlußbericht 1995). |
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Geschlossene Quellfassung und seperate
Viehtränke im Tal Pera Chorio / Pigadia. Durch Maßnahmen zur Wasserkonservierung werden
Wasserverluste gemindert und die Wasserqualität verbessert. |
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Quellfassung und Zisterne im Taloberlauf
von Pera Chorio / Pigadia. Durch die Verwendung von Natursteinen passen sich die Bauwerke
harmonisch in die jahrhunderte alte Kulturlandschaft ein. |
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Kaskadenförmiges System offener Zisternen
im Tal Pera Chorio / Pigadia. Das gesammelte Wasser wird zur Bewässerung der angrenzenden
Ackerterrassen genutzt oder versickert durch den nicht versiegelten Zisternenboden in den
Untergrund (Grundwasserneubildung). |
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Offene Zisterne mit angrenzenden
Terrassen-Gärten im Tal Pera Chorio / Sarapetsa. Die Zisternenböden sind nicht
ausbetoniert, so daß ein Teil des gesammelten Wassers in das Grundwasser versickern kann. |
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Ziegenstall unterhalb des Koronos-Gipfels
in 900 Metern Höhe. Traditionell ist das Bergland von Naxos Extensivweidegebiet: 77.800
Ziegen und Schafe wurden 1989 gezählt. |
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Ziege beim Abäsen eines
Kermeseichen-Strauchs. Ziegen sind gute "Kletterer", bis in 2 Meter Höhe
verbeißen sie das Laub und die jungen Triebe der immergrünen Bäume und Sträucher. |
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Beweideter Kermeseichen-Bestand im Tal
Pera Chorio. Dauerhafter Verbiß hat im unteren Bereich des Kermeseichen-Gehölzes zur
Ausbildung von charakteristischen keulenartigen Verbißformen geführt. Unter massiven
Weidebedingungen ist oft nur noch eine vegetative Vermehrung (durch Stockausschlag) der
Bestände möglich. |
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Krüppliger Wuchs eines verbissenen
Kermeseichen-Zweiges. Ziegen fressen bevorzugt die saftigen und zarten Jungtriebe und
Blütenstände, die nur wenig Sklerenchym (holziges Festigungsgewebe) aufweisen. Folge ist
eine mangelnde bis fehlende generative (geschlechtliche) Regenerationsfähigkeit , eine
reduzierte Photosyntheseleistung und erhöhter sommerlicher Trockenstreß. |
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Kermeseichenblätter im Größenvergleich.
Links: Blätter aus der für Ziegen zugänglichen, niedrigen "Verbißzone".
Rechts: Blätter aus der unerreichbaren Baumkrone. |
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Durch Ziegenverbiß zur
Kermeseichen-Garigue degradierter Bestand im Tal Pera Chorio. In den Weidegebieten von
Naxos stellen diese Zwergstrauchgesellschaften, die in ihrem Artenspektrum oft noch die
Nähe zu Waldgesellschaften zeigen, nutzungsbedingte "Dauergesellschaften" dar. |
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Brandfläche im östlichen Bergland von
Naxos. Feuer sind auf Naxos Bestandteil der traditionellen Weidewirtschaft. Auch heute
noch werden von den Hirten Feuer zum Abbrennen von dichten Dornensträuchern gelegt.
Brände stellen einen massiven Eingriff in den Landschaftshaushalt (Wasser- und
Nährstoffhaushalt) dar. |
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Frisch abgebrannter Kermeseichen-Bestand.
Pflanzen zeigen gegenüber von Feuer verschiedene Verhaltensweisen bzw. Empfindlichkeit.
So ist beispielsweise die Kermeseiche als feuertolerant einzustufen, da sie ein hohes
vegetatives Regenerationsvermögen über das Wiederaustreiben aus nicht geschädigten
ober- und unterirdischen Pflanzenteilen besitzt. Zistrosen gehören zu den Pyrophyten
(feuerresistente Pflanzen), ihre generative Vermehrung über Samen im Boden wird durch
Brände gefördert. |
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Terrassenlandschaft im Verfall bei
Engares. Veränderte Wirtschaftsbedingungen und Landflucht haben in den letzten
Jahrzehnten zur Aufgabe der traditionellen Terrassenwirtschaft geführt. Zur
arbeitsintensiven Pflege und kostspieligen Restauration der Terrassensysteme bedarf es der
Unterstützung durch gezielte Förderprogramme. |
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Verlassenes Bergdorf Atsipapi bei Koronos. |
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Hinweistafel auf ein aktuelles
Terrassenschutzprogramm der Europäischen Union im Bergland von Naxos. Im Rahmen des
EU-Programms Proterra engagieren sich die Gemeinde Koronos, die Naxos Akademie und das
Mediterrane Umweltzentrum für den Schutz der ökologisch und kulturhistorisch wertvollen
Terrassensysteme. |