![]() |
Stechwacholder-Gebüsche der aktiven Dünen auf Naxos: Gebüsche mit dem Großfrüchtigen Stechwacholder als dominanter Gehölzart auf Pararendzina auf holozänem Dünensand. Ihr Vorkommen auf Naxos erstreckt sich im wesentlichen auf einzelne Dünenbereiche der naxischen Südwestküste bei Agia Anna, Mikri Vigla, Kastraki, Alyko und Pirgaki.
Vegetation:
Offenes Stechwacholder-Küstengebüsch (Juniperus macrocarpa)
Spezielle Habitatelemente: Akkumulationsbereiche (Lee-Lagen) mit Algenmaterial / -Litter (Neptunsgras)
* ägäischer Endemit Charakter: Das Stechwacholder-Küstengebüsch weist einen geringen Deckungsgrad auf. Der Großfrüchtige Stechwacholder, der überwiegend in buschförmiger Wuchsform und nur vereinzelt als weitausladender Baum vorkommt, fungiert als Dünenpionier. In seinem Schutzbereich (Sonnen- und Windschutz) siedeln sich die meisten anderen Zwergsträucher und Krautarten an. Folge ist eine relativ mächtige Streuschicht aus schwer zersetzbaren, nadelförmigen Blättern des immergrünen Stechwacholders. Bei Alyko ragen diese Vegetations-/ Akkumulationskomplexe der aktiven Dünen inselartig im Abstand von 20-30 m aus den offenen Sandflächen heraus. Auf der Lee-Seite der Wacholder-Dünenkuppen bildet der immergrüne Mastixstrauch relativ hohe Sträucher von 1-1,5 m Höhe aus. Die nahezu vegetationsfreien Mulden zeigen durch Rippelmarken und freigelegtes Wurzelwerk des Stechwacholders die Deflationsbereiche der morphodynamisch aktiven Dünenbereiche an. Hier wird Material, hauptsächlich Quarzkörner und Muschelschalenbruchstücke in Sandkorngröße, ausgeweht. Auf den weiträumigen Deflationsflächen mit extremen mikroklimatischen Bedingungen können sich nur wenige Arten behaupten. Vereinzelt findet man den silberweiß behaarten Strand-Schneckenklee, der als ausdauernde Vordünenpflanze mit einer kräftigen Wurzel tief im lockeren Sand verankert ist. Besondere Hinweise: Großflächige Bestände des Großfrüchtigen Stechwacholders sind an den Küsten Griechenlands selten zu finden. Juniperus oxycedrus ssp. macrocarpa wächst ausschließlich in Meeresnähe auf sandigen oder steinigen Böden und ist nicht mit dem bis in Gebirgsgegenden häufig vorkommenden Juniperus oxycedrus zu verwechseln. Gefährdungsfaktoren: Belastung durch Bade- und Surf-Touristen (Trittpfade, Holzeinschlag), Rodung zur Bebauung (Appartments, Tavernen).
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
© 1999 TRIANET, Program of the European
Union Socrates-Comenius |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||