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Das Lied entstand 1933 im "Staatlichen preußischen Konzentrationslager I Börgermoor" bei Papenburg im Emsland. Über den Entstehungsgeschichte ist eine Version bekannt, nach der das Lied für eine Zirkusvorstellung der Häftlinge ("Zirkus Konzentrazani") geschrieben wurde. Um die Aufführung sei unter den Häftlingen gerungen worden. Letztlich habe man sich aber für die Aufführung unter den Augen der SA entschieden, um dieser zu demonstrieren, dass die Häftlinge ungebrochen seien. Zum Schluß der Vorstellung sei "Die Moorsoldaten" erstmals gesungen worden. Zwei Tage darauf wurde das Lied durch die Lagerleitung verboten. Bekannt wurde das Lied in der späteren Fassung von Hanns Eisler, der es 1935 für den Sänger Ernst Busch bearbeitete.
Die Konzentrationslager der Nazis hatten in dieser frühen Phase des Terrors vor allem die Aufgabe, politische Gegner der Nationalsozialisten - vor allem Kommunisten und Sozialdemokraten - aufzunehmen. Noch war nicht die physische Vernichtung der Gefangenen das Ziel der Nazis, sondern das Brechen des Widerstandswillen gegen das System. Gleichwohl überlebten viele Gefangene den Lagerterror nicht oder starben nach ihrer Entlassung an dessen Folgen. Für die Mehrheit der Gefangenen bestand dennoch die Hoffnung auf Entlassung, die sich in der letzten Strophe des Liedes wiederspiegelt.