Inhaltsangaben
 
 

Die Verhaftung
Auf der "Ulmer Höh"
"Zum Schutz von Volk und Staat"
Erste Begegnung
Der Alpdruck
In der Zelle
Zu Hause
Im Bunker
"Es ist eines deutschen Mannes unwürdig..."
"Zugang"
Ab ins Moor
Ankunft
Dei ersten Tage
Die Nacht der langen Latten
"Baracke 11"
"Zirkus Konzentrazani"
Arbeit, Marsch, Mord und Kameraden
Die Einlieferung Hirtsiefers
Barackenleben
Ebert, Heilmann, die "Prominenten"
"Moritz sagt..."
Der 30. Juni im Oktober
Die Lichtenburg
Die "B.V.'s"
Stille Nacht, heilige Nacht
"Heil Hitler!"
"Denk ich an Deutschland in der Nacht..."

 


Die Verhaftung

Am 28. Februar 1933 geht Herr Langhoff Nachmittags ins Theater um nach dem Probeplan zu sehen. Dort schickt ihn der Portier zum Generalintendanten. Von ihm erfährt er, dass die Polizei hinter ihm her ist. Er beschließt  mit seinem Freund auswärts  zu übernachten. Er geht also erst einmal nach Hause, um seine Sachen zu holen und sich von seiner Frau zu verabschieden. Dort packt er seine Sachen, doch dann läutete es an der Tür. Langhoff geht zur Tür und macht sie auf. Vor der Tür stehen zwei Kriminalbeamte und zwei Polizisten. Langhoff selbst und seine Zimmer werden durchsucht, seine Bücher mitgenommen. Der Kriminalbeamte fordert noch einen Beamten an, da Langhoff zu viele Bücher besitzt, die sie alleine nicht alle tragen können. Schließlich wurde Langhoff aufgefordert sich anzuziehen und mitzukommen. Nachdem man Langhoff Hosenträger, Taschenmesser, Streichhölzer, Geld und Ausweispapiere abgenommen hat, wurde er in eine Zelle mit bereits sieben oder acht Mann gesperrt. Dort unterhält er sich mit ein paar Gefangenen. Sie wurden alle wegen Kleinigkeiten verhaftet. Ein alter Mann wurde verhaftet, weil sie Flugblätter bei ihm gefunden haben. Um drei oder vier Uhr morgens kommt wieder ein Neuer in die Zelle. Er ist  blutüberströmt und lacht, wollte aber nicht reden.

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Auf der Ulmer Höh

Langhoff denkt darüber nach, was geschehen wird, wenn er in einem Tag wieder zu Hause ist. Er ist davon überzeugt, dass er bald wieder nach Hause kommt, und sein Leben wie vorher weiterleben kann. Morgens am nächsten Tag werden alle in den Waschraum geführt. Danach bekommen sie einen Becher Kaffee und ein trockenes Stück Brot. Später werden sie dann zum Weitertransport aufgerufen. Langhoff fragt sich was dies soll, da er seiner Meinung nach doch bald wieder nach Hause kann. Die Gefangenen rätseln auf der Fahrt wo es hingehen könnte. Nach einer Weile kommen sie darauf, dass sie zur Ulmer Höh fahren. Die Ulmer Höh ist ein Düsseldorfer Gefängnis. Zunächst kommen sie mit 40 Mann in einen für ihre Verhältnisse viel zu kleinen Raum. Wieder denkt Langhoff darüber nach warum er hier her verschleppt wird, da er seiner Meinung nach doch bald wieder nach Hause kommen müsste. In dem Raum stehen zwei Bänke, doch die reichen nicht aus für alle Mann. Daraufhin fordern sie mehr Sitzmöglichkeiten, doch dies ist erfolglos. Danach haben sie es durch nerviges singen versucht. Daraufhin kommt ein Beamter in Zivil, der sich bemüht ein paar Bänke oder Stühle zu besorgen. Um 12 Uhr gibt es dann Mittagessen. Jeder bekommt eine Schüssel und muss sich damit in eine Reihe stellen. Zu Essen gibt es einen Liter Linsen mit Kartoffeln. Langhoff hat keinen Hunger und übergibt seine Schüssel einem anderen Gefangenen. Gegen vier Uhr schließt ein Polizist die Tür auf und fragt nach einem Schauspieler. Langhoff denkt das dies das Ende der Gefangenschaft ist, doch ihm wird gesagt er solle doch hier im Gefängnis Theater machen. Dies ist ein tiefer Schlag für ihn. Später lernt er noch einen Mann kennen, der genauso wie er durch seine Kleidung auffällt. Er ist Friseur und ist ganz und gar fertig mit seinem Leben. Er ist nur irrtümlicherweise in Haft gekommen. Um sechs Uhr gibt es Abendbrot. Da Langhoff zu Mittag nicht gegessen hat isst er jetzt, obwohl es abscheulich schmeckt. Schlafen müssen sie auf Strohsäcken, die sie sich selber zurechtlegen müssen. Dazu gibt es Bettbezüge und Wolldecken.

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Zum Schutz von Volk und Staat

Nach ein paar Tagen machen es sich die Gefangenen in ihrem Aufenthaltsraum ein wenig gemütlich. Sich bauen sich auf den Strohsäcken tagsüber Sofas und sie hängen ihre Mäntel, Hüte und Mützen an die Fenster. Doch trotz allem gibt es keine Möglichkeit sich zu beschäftigen. Die Sehnsucht nach draußen wird sehr groß und auch der Drang nach einer Zigarette ist unbeschreiblich. Zur Wehr gegen den Wachtmeister und gegen den Inspektor haben sie Langhoff als Verantwortlichen gewählt. Er soll eine Art Vorsitzender sein, der die Beschwerden der Gefangenen verkündet. Währen die jüngeren Gefangenen über etliche Dinge diskutierten, spielten die älteren Karten. Einer der Kartenspieler ist ein Hundeverkäufer namens Wilhelm. Er sitzt schon insgesamt achtzehn Jahre im Gefängnis. Durch andere Gefangene, die sie beim Spaziergang kennen gelernt haben erfahren sie wie es außerhalb zugeht. Am Tag darauf sehen sie beim Spaziergang elf Neuankömmlinge. Sie sind völlig entstellt. Ihre Gesichter sind völlig zerschlagen. Am vierten Tag der Haft erhalten die Gefangenen einen kleinen Zettel, auf dem steht: "Auf Grund des Erlasses des Herrn Reichspräsidenten vom 28. Februar 1933 zum Schutz von Volk und Staat, werden Sie hiermit bis auf weiteres in Polizeihaft genommen. Einspruch gegen diese Verfügung steht Ihnen auf dem Dienstwege offen." Langhoff erhebt als einziger Einspruch, doch er bekommt nie eine Antwort.

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Erste Begegnung

Langhoff und seine Kameraden bekommen Pakete von zu Hause. Es herrscht eine Freude als wäre Weihnachten. Jetzt hoffen die Gefangenen das sie am nächsten Tag herauskommen werden, doch dies geschieht nicht. Statt der Revierpolizisten übernehmen jetzt S.S. – Männer die Wache. Den Gefangenen wird befohlen sich draußen in Reih und Glied aufzustellen. Danach machen sie alle einen Spaziergang. Die S.S. – Männer kommandieren die Gefangenen herum, doch sie befolgen alles und wehren sich nicht. Wer etwas nicht befolgt bekommt Schläge.  Schließlich landen sie wieder in ihrer Zelle. Dies war ihre erste Begegnung mit der S.S.

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Der Alpdruck

Die Gefangenen machen sich Vorwürfe, dass sie sich nicht gegen die S.S. - Männer gewehrt haben. Sie laufen alle im Kreis um den Tisch herum und denken darüber nach was draußen im Hof geschehen ist. Langhoff schreibt einen Brief an den Polizeipräsidenten, indem er die ordnungsgemäße Behandlung aller Gefangenen fordert, doch er bekommt keine Antwort. Es werden immer wieder neue Gefangene eingeliefert. Alle mit misshandelten Gesichtern und zerrissener Kleidung. Am Nachmittag müssen wieder alle Gefangenen auf den Hof antreten, weil die Entlassungskommission da ist. Jeder Gefangene muss vortreten und seinen Namen, seine Partei und seinen Beruf läutern. An jenem Nachmittag werden von 200 Schutzhäftlingen nur elf entlassen. Langhoff wird wegen seiner Beschwerde, die er durch seinen Brief übermittelt hat, in eine andere Zelle überwiesen.

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In der Zelle

Langhoff ist mit vier Mann in einer Zelle die nur für zwei Mann bestimmt ist. Der Raum ist so klein, dass er, wenn er seine Arme ausstreckt, fast an beide Wände fassen kann. Die Spaziergange, die früher eine Erholung waren werden zur Qual. Anfangs hat Langhoff Verdauungsprobleme, da er sich geniert, sich vor den anderen Kameraden auf den Abortstuhl zu setzen, doch das legt sich. Langhoff und seine Kameraden beschäftigen sich mit Frühsport und Skat, doch manchmal streiten sie sich und reden eine Weile nicht mehr miteinander. Wie sehr träumt Langhoff davon einmal eine kurze Zeit ganz für sich alleine zu sein. Mit einem Gefangenen, der eine Zelle über ihnen war tauschen sie Gegenstände durch einen kleinen Spalt in der Decke. Nach einiger Zeit bekommen dann die Angehörigen Besuchserlaubnis. Langhoff wird von seinem Vater besucht. Er bringt einen Koffer mit Wäsche, Obst und Zigaretten mit. Außerdem unterhalten sie sich über Langhoffs Frau und darüber, dass sein Vater umgezogen ist. Später bekommt Langhoff jede Woche Besuch, doch nie weiß er so Recht was er sagen soll. Auch in der Zelle werden sie besucht. S.S.-Männer besichtigen die Zellen und schnauzen die Gefangenen an. Später kommt ein S.A. -Mann in die Zelle und sagt, dass das der letzte Besucher sei. Die Gefangenen freundeten sich nach längerer Zeit mit dem S.A. -Mann an. Er besorgt ihnen später Tabak, Zigaretten, Obst und Bücher die deren Frauen bei Ihm abgegeben haben. Es entsteht eine Freundschaft zwischen Gefangenen und S.A.- Mann.

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Zu Hause

Während Langhoff noch in Haft ist passiert zu hause etwas schreckliches. Eine Truppe S.S.- Männer durchsucht die Wohnung auf brutalste Weise. Sie stellen die ganze Wohnung auf den Kopf, angeblich sind sie auf der Suche nach Munition. Später kommt noch ein Trupp S.S. -Männer. Sie demolieren die ganze Wohnung, finden aber nur Geld, einen Brillantring und andere Sachen. Zwischendurch organisieren sie ein Auto von der Verwandtschaft um Langhoffs schwer kranke Frau ins Krankenhaus oder wieder zu Bekannten zu schaffen. Zwischen vier und fünf Uhr morgens kommt der dritte Trupp S.S. -Männer und stürmt die Wohnung. Inzwischen wird Langhoffs Frau zu Bekannten geschafft. Langhoffs Vater und seine Sekretärin suchen auch Unterschlupf bei Bekannten, während dessen wird Langhoffs Frau ins Krankenhaus gebracht. Als Langhoffs Frau wieder aus dem Krankenhaus kommt, sucht sie sich mit einer Freundin zusammen eine Wohnung in der Nähe von Düsseldorf.  Langhoffs Frau versucht mit allen Mitteln ihren Mann aus dem Gefängnis zu holen, doch ohne Erfolg. Langhoffs Vater versucht die gestohlenen Gegenstände bei der Kriminalpolizei zu reklamieren, doch er bekommt nur den Brillantring zurück.

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Im Bunker

Langhoff muss zum Verhör kommen. Er denkt, dass er jetzt endlich entlassen wird. Doch er wird von einem S.S.-Mann in den Keller geführt. Er fragt sich, was das soll. Nach einer weile kommen sechs oder sieben S.S.-Männer in den Keller hinein. Sie stellen sich im Kreis um Langhoff herum. Dann zeigen sie ihm eine gelbe Karte mit Namen darauf. Er soll sagen, ob er diese Namen kennt, doch er kennt sie nicht. Mehrmals wird ihm gesagt, dass er die Wahrheit sagen soll. Daraufhin wird er brutal mit dem Knüppel der S.S.-Männer zusammengeschlagen. Danach wird er gefragt wo die Waffen sind, doch Langhoff hat keine Ahnung welche Waffen sie meinen und schließlich verschwinden die S.S.-Männer, doch sie wollen in einer halben Stunde wiederkommen. In dieser halben Stunde denkt Langhoff über vieles nach und wird schließlich ohnmächtig. Als er wieder aufwacht, sind die S.S.-Männer schon wieder da und schlagen weiterhin auf ihn ein. Schließlich lässt Langhoff sich einfach auf den Boden fallen, er spielt den Toten.

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"Es ist eines deutschen Mannes unwürdig..."

In diesem Kapitel geht es darum, wie Langhoff von der SS behandelt wird. Er wird von einem SA Mann gepflegt und versorgt. Der SA Mann versucht ihm so gut wie es geht zu helfen, er bringt ihm Wasser, Strohsäcke und eine Decke. Er wird aus dem Keller geholt und wird in eine Einzelzelle gelegt. Dort wird er verhört, beim Verhör werden im Zähne ausgeschlagen und er wird stark misshandelt. An einem Tag kommt ein Arzt und will ihm helfen, Langhoff vertraut sich ihm an, und der Arzt verspricht Medikament zu besorgen. Außerdem will er sich noch bei Göring beschweren. Aber er lässt sich nie wieder blicken.  Als er sich von dem Misshandlungen wieder erholt hat, darf er unter Aufsicht mit einer Wache im kleinen Hof spazieren gehen. Dann wird er wieder in seine Zelle gelegt und wird versorgt. Er hat aber noch ständig Alpträume von der Zeit wie er von der SS verhört und misshandelt wurde. Er versucht gegen sie anzukämpfen doch es hilf nichts, er wacht jede Nacht Schweiß gebadet auf.

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"Zugang"

In diesem Kapitel geht es darum, das ein Mithäftling von Langhoff erzähl, wie er gefangen genommen wird. Er kommt zu Langhoff und drei anderen Häftlingen in die Zelle. Er ist sehr verstört und redet nicht viel. Nachts wägt er die anderen Kameraden auf, und sagt immer "Sie kommen". Langhoff und die anderen Mithäftlinge versuchen ihn zu beruhigen. Aber es gelingt ihnen nicht. Eines Nachts fragen sie den Häftling, das er ihnen alles erzählen soll. Er fängt an zu erzählen, alles ging damit los, das er auf einem Fest mit einem Mädchen war, das früher mit einem SA Mann zusammen war. Das gefällt dem SA Mann nicht, und er beginnt den Häftling zu provozieren. Der Häftling nimmt die Waffe des SA Manns und flieht. Er flieht von einem Ort zum anderen. Er will sich gerade verstecken und dann wird er auch schon gefunden, zusammen mit dem, der ihn verstecken wollte wird er festgenommen. Er wird in einem  Keller fest gehalten, gefoltert und verhört. Danach kommt er zu den anderen in die Zelle.

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Ab ins Moor

In diesem Kapitel geht es darum, wie Langhoffs Frau versucht ihn aus der Schutzhaft zu befreien. Sie geht zur Polizei und zur Regierung, und die sagen, dass er ein Engagement eines anderen Landes braucht. Dann könnte er freigelassen werden. Die Frau und Langhoff selbst versuchen ihr bestes und bekommen auch mehrere Angebote. Als Langhoffs Frau mit dem Engagement zur Polizei und zur Regierung geht, bekommt sie nur ein Schreiben zugeschickt in dem steht, dass Langhoff zurzeit nicht frei gelassen werden kann. Langhoff ist sehr traurig, dass er doch noch nicht nach Hause gehen kann. Er hat sich schon so sehr gefreut. Dann kommt das Gespräch auf, das die Gefangenen in ein KZ verlegt werden sollen. Die Gefangenen freuen sich, weil sie denken, dass es nur eine Art Hotel ist. Sie glauben, dass sie ihre Frauen und Kinder mitnehmen können. Dann eines Nachts ist es so weit, Langhoff wird von seinen Mitgefangenen getrennt. Er kommt  ins KZ, doch seine Mithäftlinge müssen bleiben.

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Ankunft.

Dies Kapitel handelt davon, wie Wolfgang Langhoff im KZ ankommt. Er findet die Zugfahrt sehr schön. Er sieht endlich mal wieder etwas Anderes als nur die Zellenwände und den kleinen Hof. Als sie am Bahnhof ankommen sieht  er, dass SS-Männer auf den Zug warten, genau das, was er befürchtet hat. Sie müssen vom Bahnhof aus zum KZ laufen, Auch müssen sie  ihr Gepäck selber tragen. Einige, die schwere Koffer tragen, schnüren sich die Hände damit ab. Die Häftlinge gelangen in das Konzentrationslager Börgermoor. Im KZ angekommen müssen sie ihre Tabakwaren, Streichhölzer und Messer abgeben.  Sie werden in Baracken eingeteilt, immer 100 Mann in eine Baracke. Das KZ ist noch lange nicht fertig, es liegt noch Bauschutt im KZ herum. Aber trotzdem müssen die Männer dort leben. Sie leben jetzt mitten im Moor, weit und breit nichts  um das Lager herum zu sehen. Das Lage ist eingezäunt mit einem hohen Stacheldrahtzaun.

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Die ersten Tage

Ganz früh am Morgen werden alle Häftlinge geweckt. Alle sehen sich an reden aber kein Wort miteinander. Sie ziehen sich die Hosen an und gehen mit einem Handtuch um den Nacken nach draußen vor die Baracken. Dort stellen sie sich in eine Schlange vor eine Pumpe an der zwei SS-Männer am pumpen sind. Aus der Pumpe kommt dreckiges und kaltes Moorwasser. Es ist sehr neblig, man kann nicht mal die Nachbarbaracken sehen, nur einen schwarzen Umriss. Einige haben die Möglichkeit mit einigen, die schon vier Wochen im Lager sind zu reden, sie fragen wie es hier ist. Diese antworten nur, dass es schlimmer als in der Hölle sei und dass die Neuankömmlinge  es schon noch sehen würden. Dann gehen sie zurück in ihre Baracken. Dort sitzen sie kurz, dann müssen sie auch schon wieder vor den Baracken antreten. Ein SS-Mann fragt, wer krank ist und es melden sich einige. Doch es ist dem SS-Mann egal. Dann gehen sie zur Arbeit, mit geschultertem Sparten ziehen sie durch das Tor. Als sie wieder ins Konzentrationslager zurück kehren, müssen sie drei Stunden stramm stehen, dann werden sie vernommen. Außerdem werden sie in Nummern eingeteilt, so dass sie nur noch anhand der Nummern zu erkennen sind. Ihnen werden die Konzentrationslagerregeln erklärt und sie müssen einen Barackenvertreter für jede einzelne Baracke wählen.

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Die Nacht der Langen Latten

In diesem Kapitel geht es darum, wie die Gefangenen die Tabakwaren, die sie bei der Aufnahme ins Konzentrationslager, abgeben mussten, wieder bekommen. Sie dürfen nämlich nur jeden zweiten Sonntag von 15 – 17 Uhr rauchen. Die Tabakwaren werden dann nach langem Überreden auch verteilt, aber es wird gerecht untereinander aufgeteilt. Keiner erhält das, was er abgegeben hat, wieder. Als die Zeit um ist und die Sachen zurück gegeben werden, hat sich jeder etwas zum Verstecken heraus genommen. Das merken die SS-Männer, so dass sie die Baracken der Gefangenen durchsuchen. Nach langem Suchen finden sie natürlich etwas. Als Bestrafung werden die Gefangenen mit langen Holzlatten, die die SS-Männer auf dem Gelände gefunden haben, geschlagen. In einigen Latten sitzen sogar noch Nägel. Wolfgang Langhoff hat durch Zufall nichts abbekommen. Einige Häftlinge werden mit schweren Verletzungen in das Lazarett eingeliefert.

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"Baracke 11"

Die Baracke 11 steht gegenüber der Baracke 10. Es ist eigentlich die Arrestbaracke, wo man das Jammern und flehende Bitten um Aufhören fast immer hört. Dies ist die Geschichte von zwei Juden, die in dieser Baracke sind. Der Erste heißt Jong. Er ist ein kleiner, verwitterter, grauer 63 jähriger Mann. Früher war er ein Fahrrad- und Motorradhändler. Er verkaufte seinem Hauptnazi ein Motorrad auf Raten. Doch der Nazi hat nach ½ Jahren nichts mehr bezahlt. Somit hat Jong die Pfändung durchbekommen. Aber kurz darauf wurde er verhaftet, weil er ihm angeblich das Motorrad geschenkt hat. Dies reichte aber noch nicht für die Arrestbaracke aus, somit haben ihm zwei S.S.-Männer einen Streich gespielt. Der eine sagte zu Jong, dass Jong seiner Frau einen Zettel schreiben solle, auf dem stand, dass er den beiden ein Motorrad schenken sollte. Jong wollte das aber nicht, weil es auch als Bestechungsversuch von seiner Seite aus durchgehen könne. Somit sind die beiden Männer ohne einen Zettel zu Jongs Frau gegangen und sagten zu ihr, dass Jong ihnen ein Motorrad versprochen hätte. Seine Frau gab ihnen natürlich ein Motorrad, aber die beiden wurden dann beim KZ festgenommen, da der Oberst wissen wollte, wo sie das Motorrad her haben. Sie sagten, dass Jong sie bestechen wollte. Deswegen ist Jong jetzt für sechs Wochen in die Arrestbaracke gekommen. Da wird er jetzt fast täglich von mindestens zwei S.S.-Männern zusammengeschlagen. Am meisten vergreift sich "Zachel" (=Messer) an ihm. Er besitzt einen Wurzelstock, an die scharf angeschnittenen Spitzen wie ein Morgenstern aussehen. Wenn er in das Gefängnis tritt, muss man ein Lied singen und ein gemeines und obszönes Gebet sprechen. Danach kommt die Frage, was es denn wohl zu Essen gibt, worauf man eine vorgegebene Antwort sprechen muss. Dann holt "Zachel" einen anderen Gefangenen, der Jong mit einem Knüppel zusammenschlagen muss. Ansonsten werden Gefangene nur in der Kleiderkammer, was auch "Zachels" Revier ist, von anderen zusammengeschlagen, . Er hat auch drei Gefangene, junge Burschen, die ihm helfen z.B. Neuankömmlinge zusammenzuschlagen. Die Neuen müssen ein genaues Programm abliefern, ansonsten werden sie zusammengeschlagen. Bei ihm werden die Neuen erst mal eingewiesen.
Die andere Person heißt Fritz Ebert. Er soll gleich am Anfang drei Kameraden zusammenschlagen, doch er hat sich mit einer beeindruckenden Antwort verschont.

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"Zirkus Konzentrazani"

Ende August 1933, drei Wochen nach der "Nacht der langen Latten", machen die Häftlinge einen Zirkus. Bei der Planung tauchen viele Bedenken auf. Einige glauben, dass die S.S. dann glaubt, dass es den Häftlingen noch viel zu gut geht und dass sie sie dann noch härter dran nehmen. Aber die Bedenkenträger werden überstimmt, denn die S.S. könnte ja auch glauben, dass sie trotz der Misshandlungen immer noch so gut zusammenhalten und dass sie sie dann endlich wie Menschen behandeln. Somit hilft dann auch jeder so gut er kann mit. Die S.S.-Männer würden sich über einen Zirkus freuen, da sie ansonsten auch kein Spaß haben. Sie machen höchstens Wetttrinken und schmieren dann, dem der als Erster umkippt, Schuhwichse an die Geschlechtsteile oder schmieren das Gesicht mit Jod ein. Somit sind dann alle mit dem Zirkus einverstanden. Nach langem Üben ist es dann endlich so weit. Die Häftlinge bauen eine Tribüne mit 900 Plätzen für die Häftlinge und noch Extraplätzen für die S.S. auf. Um 14.00 Uhr kommen dann die Häftlinge. Sie kommen alle in gesitteter Ordnung. Um 14.30 Uhr kommen dann auch die S.S.-Männer hinzu. Die Vorstellung kann beginnen. Unter anderem kommen jetzt die ungeheure Tiershow, die fünf Moorgirls und der dumme August. Am Ende kommt dann eine Premiere des Gesangschors. Sie sangen das Börgermoorlied und fordern alle auf, beim Refrain mitzusingen. Die meisten S.S.-Männer sind so von dem Lied beeindruckt, dass sie es immer wieder hören wollen und sie wollen auch eine Abschrift von dem Lied haben. So kommt jetzt sogar Lob und Dank für den Zirkus zu den Häftlingen. Ab jetzt entwickeln sich auch Gespräche zwischen Häftlingen und S.S.-Männern.

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Arbeit, Marsch, Mord und Kameraden

Die Häftlinge stehen jeden Morgen um 6.30 Uhr auf, holen ihre Spaten und gehen ins Moor. Dabei singen sie so laut sie können, denn je lauter sie singen, desto besser werden sie behandelt. Beim Torfabbau gibt es zu jedem Graben einen Vorarbeiter. Dieser muss sie schlecht behandeln, weil er sonst Stress mit der S.S. bekommt. Die Vorarbeiter müssen darauf achten, dass der Graben 1,10 m breit und 0,80 m- 1,30 m tief ist. Der abgestochene Torf muss dann neben den Graben gestapelt werden. Wenn das Land dann fertig ist, ist es eigentlich erst nach 10-15 Jahren gut, aber es wird schon nach einem Jahr mit einem Kredit verpachtet.
Die Vorarbeiter freunden sich so langsam mit den Häftlingen an. Sie zünden z.B. eine Zigarette an und werfen sie dann in den Graben oder ihnen fällt ein Päckchen Tabak aus der Tasche. Aber es gibt da noch den Bauführer, der sogar über den Vorarbeitern steht. Er kontrolliert vor allem, ob sich die Häftlinge ausruhen. Deswegen haben sich die Häftlinge ein Zeichen gemacht. Sie krähen alle, wenn er kommt, so dass jeder schnell anfangen kann gut zu arbeiten.
Später werden sie dann auf ein neues Feld verlegt. Nun müssen sie jeden Morgen 2½   Std. zu ihrem Feld laufen. Dabei treffen sie auf Kollegen aus Esterwegen. Die Esterweger sagen, dass sie viel zu wenig zu essen bekommen. Somit fangen die Börgermoorer an, im Lager etwas für die Esterweger zu sammeln. Dieses wurde ihnen aber bald verboten, weil es beim verteilen häufig Streitigkeiten gab.

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Die Einlieferung Hirtsiefers

Plötzlich ertönt ein Schuss aus der Baracke der S.S.. Ein tragischer Unfall hat sich ereignet. Ein S.S.-Mann hat beim Reinigen seines Gewehres einen Schuss ausgelöst. Doch eine halbe Stunde später ist alles schon wieder vergessen. Der ehemalige preußische Wohlfahrtsminister Hirtsiefers kommt ins KZ. Er ist einer, wie ihn die S.S. am liebsten hat, dick und somit eine Bonze. Er wird dann als er da ist von der S.S. lustig angezogen und dann durch alle Baracken geführt, damit er sich zum Gespött macht. Danach suchen sie eine Baracke für ihn. Als sie dann endlich eine Baracke mit Schlafplatz für ihn gefunden haben, wird er von den Mitbewohnern nicht beachtet. Sie tun so, als ob er nicht da ist. Aber nach zehn Tagen kommt seine Tochter mit der Entlassungsurkunde.

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Barackenleben

Es gibt, wenn alle am Arbeiten sind, einen Barackendienst. Diesen machen jeweils die Stubenältesten. Sie müssen die Baracke sauber halten, das heißt, die Baracke putzen, die Tische säubern, auf die Betten achten, den Waschraum reinigen usw.. Aber sie sind nicht alleine, sondern die Kranken sind noch da. Unter ihnen sind auch viele Simulanten. Dazwischen ist sogar einer, der gut epileptische Anfälle simulieren kann. Damit ist er sogar beim Hilfsarzt durchgekommen. Aber beim richtigen Arzt, der nur ab und zu von Papenburg kommt, muss er nur rechtzeitig mit dem linken Auge blinzeln, um bei ihm als krank durchzugehen. Dabei passieren natürlich auch Missverständnisse, somit kann man sich nicht hundertprozentig auf ihn verlassen.
Eines Tages kommen einige Frauen von Häftlingen in das Lager. Nach langem Diskutieren schaffen sie es dann auch ihre Männer zumindest für fünf Minuten zu besuchen. Aber die Männer müssen dann im nächsten Brief schreiben, dass ihre Frauen nicht noch einmal kommen sollen, ansonsten wird der Brief nicht verschickt.

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Ebert, Heilmann, die "Prominenten"

Die S.S. spricht nur noch von einem Thema: Bonzen. Jeden Tag sagen sie, dass sie morgen ankommen sollen. Die Häftlinge glauben, dass wieder nur solche Persilbonzen wie sie kommen. Aber sie haben Unrecht. Es kommen unter anderem Ebert und Heilmann. Darauf freuen sich die S.S.-Männer. Sie machen sie, so gut sie können, fertig, indem sie z.B. die beiden gegenseitig mit Kot beschmeißen lassen oder sie drei Stunden lang stramm stehen lassen. Aber Ebert zeigt im Gegensatz zu Heilmann Widerstand. Somit haben sich die S.S.-Männer auf Heilmann spezialisiert. Sie lassen ihn sogar an dem Hintern eines Hundes riechen und ihn dabei einen Spruch aufsagen. Sie quälen ihn bis zur Besinnungslosigkeit. Später läuft er dann so aus dem Lager hinaus und wird angeschossen. Man weiß nicht, ob er dabei umgekommen ist.

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"Moritz sagt..."

In diesem Kapitel geht es um die zwei Latrinen, in denen sich die Gefangenen mehrmals am Tag treffen, um sich auszutauschen und Gerüchte aufzuschnappen. In den Latrinen werden sie nicht bewacht und können tun und lassen, was sie wollen. Es wird viel geraucht, so dass der Raum meistens ganz vernebelt ist, obwohl das Strafe bedeutet. Oft ist die Rede von Entlassungen und Fluchtversuchen nach Holland. Manche machen sich den Spaß, in einer Latrine ein Gerücht in die Welt zu setzen und dann nach einer halben Stunde in die andere Latrine gehen, um es dann völlig verändert und erweitert wieder vorzufinden. Doch solche willkürlichen Gerüchte und Fluchtgedanken sind auch gefährlich. Man muss also aufpassen, dass solche falschen Aussagen gar nicht erst aufkommen und so wird eine geheime Leitung erschaffen. Nur noch deren Aussagen sind von Bedeutung. Dieser "Kopf" nimmt ständig an Autorität und Bedeutung zu. Wie stark die Autorität ist, sieht man besonders, als die Gefangenen zur Wahl von Hitlers Volksentscheid zugelassen wird, weil so gut wie alle mit "Nein" stimmen, obwohl sich vorher niemand einig ist.
Einmal gibt es auch zwei Spitzel unter den Gefangenen, die der SS aber zum Glück keine genauen Angeben machen können. Als sie entdeckt werden, richten die Mithäftlinge sie übel zu und schließen sie aus ihrer Gemeinschaft aus, was eigentlich die größere Strafe ist.
Immer wenn Gefangene entlassen werden, wird für sie eine Abschiedsfeier gehalten. Man singt Lieder, gibt ihnen Aufträge und Nachrichten mit und wünscht ihnen Glück.
Etwas anderes, sehr motivierendes sind die regelmäßigen Vortragsabende, die in jeder Baracke gehalten werden. Lieder, Musikstückchen, Gedichte, Witze und Prosaerzählungen gehören zum Programm. Auch gibt es eine Musikkapelle, die sich der schwierigsten Stücke annimmt.
Am Ende des Kapitels ist die Rede von einer Besichtigung des Lagers durch die Kommission. Der wollen die Gefangenen natürlich ihre ganzen Leiden und Nöte vorhalten, trotz der Prügel und Misshandlungen, die darauf folgen werden.

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Der 30. Juni im Oktober

Die S.S.-Männer werden immer unzufriedener mit ihrem Leben im Lager. Die täglichen Schießübungen, das Exerzieren und der Hass der anliegenden Bevölkerung über ihre Taten verärgern sie. Sie prügeln zusehends weniger und fangen an, mit den Gefangenen zu reden und zu diskutieren. Als das Gerücht durchsickert, die S.S. soll durch die Polizei abgelöst werden, fangen sie an, noch depressiver zu werden und wollen die Polizei mit allen Mitteln vertreiben. Um diesen Plan zu verwirklichen, wollen sie sogar die Gefangenen bewaffnen.
Der S.S. ist alles gleichgültig, als feststeht, dass die Schutzpolizei das Lager übernehmen wird. Sie demolieren das Lager und die Gefangenen haben mehr oder weniger "frei". Bettzeug, Waschmittel und Seife werden gratis verteilt, um den Nachfolgern ja nichts übrig zu lassen.
Dann, als die Schupo vor dem Lager steht, merkt man nichts mehr von dem anfänglichen Kämpfergeist. Schwer gerüstet zieht die Polizei ein und übernimmt die Leitung. Die S.S. wird entwaffnet und der Kommandant verhaftet.

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Die Lichtenburg

Wolfgang Langhoff wird auf die Lichtenburg verlegt. Schon einmal sollte er dorthin, doch konnte er den Kommandanten damals überreden, nicht verlegt zu werden. Aber nun steht es fest. Zum Abschied wird noch das Börgermoorlied angestimmt. Dann geht es mit dem Überfallwagen nach Papenburg, wo er mit anderen Gefangenen in den Bummelzug verlegt wird. Zu viert und fünft steht man in Käfigen von einem Quadratmeter. Sechs Tage lang. Bei der Lichtenburg angekommen werden sie nach endloser Wartezeit von dem Kommandanten begrüßt. Ein kleiner Mann, Fanatiker und Sadist. Hier sind die Gefangenen viel ängstlicher und vorsichtiger im Umgang miteinander. Auch hatten hier alle bei Hitlers Volksentscheid mit "Ja" gestimmt. Gleich am ersten Nachmittag bringt man Langhoff zum Lagerdirektor. Der fragt ihn, ob er als Schauspieler nicht ein Weihnachtsfestspiel einstudieren könne. Das schon von einem Häftling geschriebene Stück handelt von drei Kommunisten, die unter dem Weihnachtsbaum von zwei Nationalsozialisten "bekehrt" werden. Der Text ist miserabel, und nach einiger Zeit versucht Langhoff, dem Direktor das Festspiel auszureden, was ihm schließlich auch gelingt. Doch da er schon mal im Lager ist, will der Direktor, dass er einen Kameradschaftsabend für die Wachen macht. Von da an hat er ein mehr oder weniger schönes Leben. Alles, was er für seine Arbeit braucht, wird ihm zur Verfügung gestellt. Er wird nicht geschlagen, darf Briefe und Pakete in Massen verschicken und empfangen, hat den ganzen Tag Raucherlaubnis und darf länger aufbleiben als die anderen. Doch gerade dieser Abschnitt seiner Haft gehört zu den schlimmsten in seinem Leben, denn er muss der S.S. immer freundlich ins Gesicht schauen und mit ansehen, wie seine Kameraden zusammengeschlagen werden. Täglich muss er zugucken, wie dieselben S.S.-Männer, denen er abends humoristische Einakter und Gedichte beibringt, tagsüber die Gefangenen auf brutalste Weise schikanieren.

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Die B.V.‘s

Jeden Mittwoch kommen etwa acht bis zehn "Berufsverbrecher" zur Lichtenburg. Die Gruppe dieser Woche, die nun im Hof steht, weiß noch nichts von dem, was ihr gleich blüht. Der Kommandant kommt, hält eine kurze Rede und lässt die Männer dann in den hinteren Hof marschieren. Jeden Mittwoch dasselbe Schauspiel. Die versteckten S.S.-Männer springen hervor und prügeln auf die Gruppe ein. Sie schreien, dass sie laufen sollen. Nach ca. 20 Minuten Hetzjagd liegen die meisten auf dem Boden. Nun werden sie erst in eine kahle Zelle gesperrt und kurz danach zum Kahl scheren gebracht. Hinterher wiegt man sie nackt und bringt sie wieder auf die Zelle, wo ihnen die Gefängnisordnung bekannt gemacht wird. So war Mittwoch für Mittwoch der Empfang der B.V.‘s der Berufsverbrecher. Was diese Menschen auszuhalten haben, ist unbeschreiblich. Vier werden buchstäblich zu Tode geprügelt. Nach einem Selbstmord werden alle Viertelstunde die Zellen kontrolliert, auch nachts.
Eines Nachmittags beim täglichen Drill der B.V.‘s kann ein kleiner, dicker Gefangener nicht mehr mithalten. Flehend sieht er den verschlafenen S.S.-Mann jede Runde an. Doch der macht nur eine einzige Handbewegung. Weiterlaufen. Bald wird er von zwei anderen Inhaftierten mitgeschleppt. Seine Beine tragen ihn kaum noch. Am Ende des Drills ist sein doppelseitiger Leistenbruch herausgetreten und er muss ins Lazarett.

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Stille Nacht, heilige Nacht

In Station 1 wird ein großer Weihnachtsbaum zurecht gemacht. Viele von den am Morgen entlassenen 250 Mann haben ihre Weihnachtspakete schon bekommen. Also lassen sie die Schachteln da, damit sie an Bedürftige verteilt werden können. Fünfzig Weihnachtsteller können so angefertigt werden.
Am Abend dann werden die Kerzen am Baum angezündet und die Gefangenen setzen sich an die aufgestellten Stühle und Bänke. Ein paar Häftlinge beginnen Balladen sowie Lieder vorzutragen. Doch es will einfach keine Stimmung aufkommen. Nach der Berteilung der Teller kommt der Kommandant und hält eine kurze Rede. Als er seine etwas komische Ansprache beendet hat und geht, fängt Langhoff an, Witze zu erzählen. Bald ist der ganze Raum erfüllt von heiterem Gelächter.

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"Heil Hitler!"

Dieses Kapitel handelt von einem Mann namens Frank oder Franke, der überzeugt war, Gott hätte ihm verboten "Heil Hitler" zu sagen. Auch erhob er den Arm nie zum Gruß. Natürlich bemerken die Wachposten dies nach einiger Zeit und wollen wissen, warum er dem Führer nicht die Ehre erweist, die er verdient. Er antwortet nur, dass Gott es ihm verboten habe. Am Abend wird Frank dann geholt und eine Woche lang in Dunkelarrest gesteckt. Mit blutunterlaufenen Augen kehrt er zurück. Alle reden auf ihn ein, er solle vernünftig sein und es genauso machen wie alle anderen.
Am nächsten Tag fällt er den Posten wieder auf. Nochmals Dunkelarrest, zwei Wochen. Bei seiner Rückkehr erkennt man ihn nicht wieder. Doch noch immer ist sein Glaube nicht gebrochen. Nun nimmt  Zimmermann sich vor, ihm den Gruß mit fünf S.S.-Männern beizubringen. Auf dem kleinen Hof wird Frank bewusstlos geprügelt. Sein Blut gefriert auf den vereisten Pfützen.
Schließlich wird Frank von seiner Station abgesondert und zu den Berufsverbrechern verlegt. Jeden Tag wechselt er zwischen Arrest, Schlägen und Abortreinigung. Nach vielen Wochen kehrt er wieder zu seinen Kameraden zurück. Der anfangs noch so starke Mann hält sich an der Wand fest. Schon begegnet ihm ein S.S.-Mann. Ungeschickt erhebt sich sein rechter Arm und die blutverkrustete Hand streckt sich. Leise flüsternd kommen die Worte zum Vorschein, die seine Kameraden seit langen erhofft haben.

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"Denk ich an Deutschland in der Nacht..."

Langhoff wird auf die Kommandantur gerufen, wo er die Nachricht erhält, dass er entlassen ist. Sein Geld reicht gerade noch für ein Telegramm an seine Frau. Dann muss er noch eine Nacht in seiner Zelle verbringen, bevor sie ihn abholt.
Nach einiger Zeit daheim versucht Langhoff wieder Arbeit zu finden, denn von der Unterstützung seiner Frau allein können sie nicht leben. Also ziehen sie nach Berlin. Langhoff denkt, dass er dort leichter Arbeit finden kann. An Emigration denkt er nicht, denn Deutschland ist ja seine Heimat und als Schauspieler ist er doppelt fest an sie gebunden. Doch wo er auch nach Arbeit fragt, überall misstrauische, zurückhaltenden Gesichter. Dann wendet er sich ans Zürcher Schauspielhaus in der Schweiz. Die wollen ihn schließlich für die nächste Saison haben. Doch da sein Antrag auf einen Pass abgewiesen wird, will er ohne Pass über die Grenze. Von Frankfurt am Main aus fährt seine Frau, die zum Glück einen Pass hat, gleich durch in die Schweiz. Langhoff trifft sich mit Freunden, die ihn über die Grenze bringen wollen. Im Auto geht es durch die süddeutsche Landschaft. Wahrscheinlich wird er sie das letzte Mal für lange Zeit sehen.

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