Das gelenkte Unterrichtsgespräch (in der Sozialform Frontal-/Klassenunterricht)
Dialog als Instruktion oder Dialog als Entdecken (vgl. Dubs)
ist didaktisch legitimierbar, wenn
die Entdeckung/Klärung eines Sachverhalts oder die Lösung eines Problems im Klassenverband sinnvoller ist (Begründung?!) als selbsttätige Aneignung/Lösung (in StA, PA, GA) auf der Grundlage klarer Vorgaben (Lehrvortrag o.ä.);
die Schüler/innen orientiert sind über Inhalt und Ziel des Gespräches;
die Schüler/innen ihr Vorwissen aktivieren konnten;
der Prozess der Klärung/Lösung reflektiert wird;
das fragend-entwickelnde Vorgehen den Schüler/innen Raum und Zeit zum Nachdenken und Formulieren lässt;
d.h. für Fragen und Impulse
dass in der Planung zumindest bedacht werden muss, welche Reichweite die zentralen Fragen/Impulse haben:
Wie weit, wie eng sollen/dürfen sie sein?
Ermöglichen sie divergentes Denken, geben sie Hilfen bei notwendig konvergentem Denken?
Legen sie Lösungen nahe oder geben sie Lösungshilfen ("Scaffolding")?
Eine weitere Auseinandersetzung mit dem Unterrichtsgespräch finden Sie unter www.guterunterricht.de.
Wir
machen die entsprechende Seite
hier offline zugänglich.
Wichtige Literatur zum gelenkten Unterrichtsgespräch:
Rolf Dubs: Lehrerverhalten, Verlag des Schweizerischen Kaufmännischen Verbandes, Zurück 1995, S. 133 ff.
Becker, Georg E., Im Gespräch ein Ergebnis erarbeiten ...in: Durchführung von Unterricht, S. 196ff
Grell/Grell, Kritik des „Erarbeitungsmusters“, in: Unterrichtsrezepte, S.57ff
PÄDAGOGIK 5/98 - Schwerpunktthema Frontalunterricht
Gudjons, Frontalunterricht - „gut“ gemacht, S. 6ff
Fuhrmann, Unterrichtsverfahren im Frontalunterricht, S. 9ff
Keck, Der Impulsunterricht, S. 13ff
Gudjons, Anschaulicher Frontalunterricht, S. 23ff
Heidemann, Die Körpersprache des Lehrers im Frontalunterricht, S. 28ff
Meyer, H., Lob des Frontalunterrichts, Lehrmethoden - Lernmethoden, Friedrich Jahresheft 1997, S. 34ff
ders., Unterrichtsmethoden II, S. 282 - 288