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Jahrgangsübersicht

Abstracts von Examensarbeiten des Kurses Frühjahr 2000

Freise
Dorothea
Ge, De
ZUR ENTSTEHUNG EINES ANTIFRANZÖSISCHEN FEINDBILDES IN DEUTSCHLAND IM 19.JAHRHUNDERT (BIS 1870)
Unterrichtsversuch in einem Leistungskurs 12
Goeze,
Thomas
Ma, Ph
Vertiefte Erfassung des vektoriellen Charakters der physikalischen Größen Geschwindigkeit und Beschleunigung mit Hilfsmitteln der Informationstechnologie. (Physik, Jg. 11)
Groen,
Uwe
Ma,Ph
Versuch der Verknüpfung klassischer Konzepte des Einführungsunterrichts Optik mit modernen Konzepten. (Mathematik, Jg. 8)
Hosse,
Lars
Sp, Bi
Haltungsschwächen. Entstehung und Vorbeugungsmöglichkeiten. (Sport, Jg. 9)
Kammler,
Andreas
La, Re
Einführung in die lateinische Briefliteratur anhand ausgewählter Beispiele aus den Attious-Briefen Ciceros. (Latein, Jg. 11)
Kienapfel
Susanne
En, Ge
Schüler begegnen William Shakespeare The Merchant of Venice.
Ein Unterrichtsversuch im Leistungskurs der Jahrgangsstufe 13
Kubick,
Johannes
Ma, Re
Religiöse Botschaften in Videoclips. (Religion, Jg. )
Lipinski,
Karola,
Ma, Ph
Einführung in die Potenzrechnung mit Hilfe von Informationseinheiten beim Computer.
(Mathematik, Jg. 10)
Lüdersen,
Indre
Bi, Sp
Körperwahrnehmungen in ausgewählten Sportarten. Inwieweit wird die Bewegungsqualität im Sport durch die Veränderung der Sinne beeinflusst?
(Sport, Jg. 12)
Schäfer
Andrea
Bi, Ch
"Das Ökosystem Wald".
Ein Unterrichtsversuch in einer 8. Klasse unter besonderer Berücksichtigung des handlungsorientierten Ansatzes.
Schucht,
Manuela
Re, La
Der jüdische Friedhof in Göttingen als außerschulischer Lernort.
(Religion, Jg. 12)
Sderra,
Mark-Benedict
Bi, Ch
Fotometrie als Verfahren zur Bestimmung der Reaktionsgeschwindigkeit - Untersuchungen der Möglichkeiten des Einsatzes des Computers als Messinstrument in themengleicher Gruppenarbeit. (Chemie, Jg. 12)
Walkling
Ines
De, Re
Berlin im Spiegel der Literatur nach 1990. (Deutsch Lk13)
Freise

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Dorothea DE
Ge
12 De ZUR ENTSTEHUNG EINES ANTIFRANZÖSISCHEN FEINDBILDES IN DEUTSCHLAND IM 19.JAHRHUNDERT (BIS 1870) (Deutsch Lk12)
Die Unterrichtsreihe war Bestandteil des Semesterthemas Deutsch- französische Beziehungen im 19. und 20.Jahrhundert und wurde zu Anfang des Semesters durchgeführt. Anliegen der Reihe war es, anhand der Entstehungsgeschichte des antifranzösischen Feindbildes im 19.Jahrhundert exemplarisch zu zeigen, welche Faktoren zur Entstehung von Feindbildern beitragen, ihre Tradition ermöglichen und wie einmal existierende Feindbilder die gegenseitige Wahrnehmung beeinflussen. Zugleich sollten die Schüler den Entstehungszusammenhang der Vorstellungen und Traditionen kennen, die die deutsch-französischen Beziehungen bis in die Zeit nach dem 2.Weltkrieg hinein geprägt haben, bevor sie im Zuge der Westbindung der Bundesrepublik in gemeinsamer politischer Anstrengung überwunden wurden.
In einem Längsschnitt wurde die zeitgenössische Wahrnehmung und Verarbeitung dreier Ereignisse behandelt, die für die "Erfindung" Verbreitung und Verfestigung des Feindbildes von besonderer Bedeutung waren und an denen sich die Entwicklung von der Ideologie einer intellektuellen Minderheit zur (national)staatlichen Instrumentalisierung zur Durchsetzung machtpolitischer Ziele und nicht zuletzt der Herrschaftssicherung nach innen besonders gut darstellen lässt: die Befreiungskriege 1813/14, die Rheinkrise 1840 und der Deutsch-französische Krieg 1870/71. Das eingesetzte Material umfasst verschiedene Quellengattungen, darunter Bilder und einige literarische Quellen.
Bei der Durchführung wurde die bekannte Problematik historischer Längsschnitte evident. Die Auswertung des Unterrichtsversuchs zeigt, dass auch Schülern eines Leistungskurses 12 die notwendigen Kenntnisse, vor allem aber jede konkrete Vorstellung von den politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen fehlen, auf deren Grundlage sie das Thema in einem zeitlichen Rahmen von 6-7 Stunden mit Gewinn hätten bearbeiten und zu mehr als nur sehr oberflächlichen Einsichten hätten gelangen können. Zur Diskussion standen dabei auch die Rückwirkungen einer zu engen Planung auf die Lerngruppe, die Lernatmosphäre und damit den Lernerfolg. Abschließend wurde versucht, didaktische und methodische Alternativen zu entwerfen, die zum einen eine stärkere Reduktion des Stoffes zugunsten notwendiger Vertiefung erlauben, zum anderen aber auch eine größere Vielfalt der Zugänge zum Thema eröffnen.
Goeze

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Thomas Ma, Ph 11 Ph Vertiefte Erfassung des vektoriellen Charakters der physikalischen Größen Geschwindigkeit und Beschleunigung mit Hilfsmitteln der Informationstechnologie.
Im Rahmen dieses Unterrichtsversuchs werden die Größen Geschwindigkeit und Beschleunigung vektoriell eingeführt. Dazu dienen im Unterricht aufgenommene Videosequenzen verschiedener zweidimensionaler Bewegungen, deren Einzelbilder in digitalisierter Form überlagert werden. Die auf diese Weise entstandenen Überlagerungsbilder erweisen sich als hilfreich bei der Einführung der Geschwindigkeits- und Beschleunigungsvektoren in Pfeil- und Komponentendarstellung.
Groen

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Uwe Ma, Ph 8 Ph Versuch der Verknüpfung klassischer Konzepte des Einführungsunterrichts Optik mit modernen Konzepten
Die vorliegende Arbeit beschreibt eine kurze Unterrichtseinheit zur Einführung des Spiegels und des Reflexionsgesetzes, bei der die klassische Vorgehensweise im Anfangsunterricht Optik mit dem Konzept des Physikdidaktikers L. Schön verknüpft wird. Gemäß diesem Konzept wird versucht, von der Wahrnehmung des Phänomens Spiegelbild auszugehen und darauf aufbauend alle wesentlichen physikalischen Gesetze zum Bereich Spiegel und Reflexionsgesetz zu vermitteln.
Der Verlauf der Unterrichtseinheit zeigt, dass ein stärkeres Einbeziehen von Phänomenen der Wahrnehmung und der Alltagserfahrung der Schülerinnen und Schüler in dem Anfangsunterricht Optik sehr sinnvoll ist und zu guten Lernerfolgen führt.
Hosse

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Lars Sp, Bi Sp 9 Haltungsschwächen. Entstehung und Vorbeugungsmöglichkeiten.
Die vorliegende Arbeit dokumentiert eine Unterrichtsreihe, die in einer neunten Klasse eines Göttinger Gymnasiums gehalten wurde. Das Thema Haltungsschwächen wird in dieser Arbeit aus der Sicht der Fächer Biologie und Sport betrachtet, wobei die Grenzen nicht klar zu ziehen sind. Das Ziel dieser Arbeit ist es weniger, im Sinne einer Rückenschule, die individuelle Körperhaltung der einzelnen Schülerinnen und Schüler zu verbessern, sondern eher für das Thema zu sensibilisieren.
Auf der Basis fundierter anatomischer Kenntnisse lernen die Schülerinnen und Schüler, wie Haltungsschwächen entstehen. Hieraus ergibt sich die Frage, wie man gegen sie vorgehen könne. Die Durchführung von funktionalen Kräftigungsübungen bietet eine Möglichkeit, muskulären Dysbalancen entgegenzuwirken bzw. ihnen vorzubeugen. Bei der Konzeption der Unterrichtsreihe wird viel Wert darauf gelegt, dass die Schülerinnen und Schüler präventive Massnahmen (z.B. Funktionsgymnastik) nicht nur korrekt durchführen können, sondern auch verstehen, warum einige Übungen sich eignen und andere weniger. Zu diesem Zweck sollen die Schülerinnen und Schüler in einer Sportstunde verschiedene bekannte Übungen zur Kräftigung der Bauchmuskulatur entwerfen und aufgrund ihrer biologischen Kenntnisse und Zusatzinformationen bewerten. Die vorgeschlagenen Übungen sind zu einem großen Teil wenig geeignet, was die Schülerinnen und Schüler durch Ausprobieren erspüren können. Am Ende der Einheit werden Kriterien für eine funktionale Bauchmuskelkräftigungsübung zusammengefasst.
Kammler

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Andreas La, Re La 11 Einführung in die lateinische Briefliteratur anhand ausgewählter Beispiele aus den Attious-Briefen Ciceros.
Die Arbeit stellt Planung und Durchführung dieser insgesamt zwölf Stunden umfassenden Unterrichtsreihe vor und unternimmt eine Auswertung, die v. a. auf Beobachtungen zu den ersten sechs Stunden sowie der die Reihe abschließenden Klausur basiert. Dabei werden die spezifischen Problem einer Lerngruppe, deren Lernvoraussetzungen äußerst heterogen sind, offenkundig. Es zeigt sich, dass es nicht gelungen ist, die Schüler und Schülerinnen mit nur vier Jahren Lateinerfahrung in gleichem Maße an der Lektüre teilhaben zu lassen wie diejenigen mit Lateinunterricht ab Klasse 5. Die Ergebnisse der Klausur machen deutlich, dass eine stärkere und bewusstere Differenzierung nötig gewesen wäre, um beiderlei Bedürfnissen entsprechen zu können. Unabhängig von den eklatanten Leistungsunterschieden hat sich allerdings die Auswahl der Attieus-Briefe als geeignet erwiesen, eine motivierende, inhaltlich und methodisch abwechslungsreiche Einführung in die antike Briefliteratur als auch in die sprachliche Arbeit des Oberstufenunterrichts zu geben. Allerdings sollte eine derartige Einheit über mehr als lediglich zwölf Stunden angelegt sein.
Kienapfel

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Susanne En
Ge
En 13 Schüler begegnen William Shakespeare The Merchant of Venice Ein Unterrichtsversuch im Leistungskurs der Jahrgangsstufe 13
Bei diesem Unterrichtsversuch wurde auf schüler- und handlungsorientierte Weise - practical approach - versucht, sich Shakespeare bzw. The Merchant of Venice zu nähern. Ziel dabei war, Shakespeare (wieder) interessant zu machen bzw. die Vielschichtigkeit und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten für den Umgang mit Shakespeare-Dramen den SchülerInnen zu vermitteln.
Aus Zeitgründen wurde die Frage nach Shylock (Shylock - villain or victim?) gestellt. Innerhalb dieses thematischen Rahmens wurde der practical approach, von Rex Gibson und Peter Reynolds maßgeblich entwickelt, ausprobiert, sprich: der typische Sitzungsaufbau (warming-up, practical exercises, discussion) und unterschiedliche Übungen wurden ausprobiert, um der gestellten thematischen Frage nachzugehen.
Es stellte sich heraus, dass dieser Unterrichtsansatz eine effektive und schüleranregende Methode ist. Die Schülerinnen beschäftigten sich sehr intensiv und produktiv mit dem Drama, wie die Ergebnisse und die Diskussionen zeigten. Vorbehalten Shakespeare und seinen "schwierigen" Dramen gegenüber wurden abgebaut, das Interesse gar vertieft. Den Ansprüchen und Interessen der Schülerinnen wurde dieser Unterrichtsansatz ebenfalls gerecht. So kostet der practical approach zwar in Vorüberlegungen, -bereitungen und Umsetzung viel Zeit, ist aber lohnenswert, da man die Schülerinnen innerlich erreichen und für Shakespeare begeistern kann.
Kubick

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Johannes Ma, Re Re   Religiöse Botschaften in Videoclips
Die Arbeit versucht die Frage zu klären, ob es sinnvoll ist, im Religionsunterricht mit Musikvideoclips zu arbeiten. Videoclips sind grundsätzlich ein geeigneter Unterrichtsgegenstand des Religionsunterrichtes, weil sie sich traditioneller religiöser Zeichen und Symbole bedienen und Themen ansprechen, die dem Religionsunterricht wichtig sind. Man kann Videoclips auf verschiedene Weisen einsetzen; ein Clip wird am stärksten ernst genommen, wenn er als Zentralmedium verwendet wird, seine Botschaften als eigenes Thema auftreten und man ihm sich phänomenologisch nähert.
Meinem Unterrichtsversuch lag der Clip zum „Earthsong" von Michael Jackson zugrunde, der auf religiös-emotionale Weise das Thema „Umgang des Menschen mit der Schöpfung" anspricht. Die Schüler und Schülerinnen (Sch) haben ihn analysiert und seine religiösen Elemente und Botschaften herausgearbeitet. Um die in diesem Clip ausgedrückte der biblisch vermittelten Religiosität gegenüberzustellen, habe ich die Sch anschließend den Text Jes24,1-6;25,6-8, der dasselbe Thema behandelt, produktiv umsetzen lassen (Bilder, Collagen etc.). So konnten sie ähnliche Erfahrungen beim Umsetzen eines Textes in aussagekräftige Bilder sammeln.
In der Auswertung ergaben sich gewisse Einschränkungen, von denen die wichtigsten sind, dass erstens nicht geklärt werden konnte, ob die Schüler, die im Clip ausgedrückte Religiosität der ihren ähnlich finden, und zweitens, dass die Schülerinnen mit ideologiekritischer Tendenz starke Bedenken an der Ernsthaftigkeit der religiösen Botschaften anmeldeten. Trotz dieser Einschränkungen ist die Behandlung von Videoclips im Unterricht für die Schüler ein lohnendes Unterfangen, und zwar in mehrfacher Hinsicht: Die Schülerinnen sind motivierter, selbstbestimmter, gehen beherzt ans Werk, entdecken Religion in einem hochmodernen Medium, können theologische Themen sachlich und pädagogisch sinnvoll erarbeiten, stellen Verbindungen her zwischen Tradition und Situation und fühlen sich inspiriert, ihre eigene Religiosität auszudrücken. Was das Erstaunlichste war: Sie nahmen den Clip zum Anlass für Diskussionen über religiöse Themen, die ich nicht selber vorgab, sondern die sie selber bestimmten.
Lipinski

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Karola Ma, Ph Ma 10 Einführung in die Potenzrechnung mit Hilfe von Informationseinheiten beim Computer
In dem in dieser Arbeit beschriebenen Unterricht wurde versucht, die Potenzgesetze und Potenzdefinitionen am Beispiel der Speichereinheit Byte sowie der Umrechnung zwischen Binär-, Dezimal- und Hexadezimalsystem herzuleiten und sinnvoll zu begründen.
Dabei wurde das Byte zunächst als Informationseinheit über die Kombination von Strom- bzw. Spannungszuständen in acht parallelen Leitungen eingeführt, wodurch sich die 28 = 256 verschiedenen Zeichen/Befehle des ASCII-Codes ergaben.
Die Multiplikation von Potenzen gleicher Basis wurde anhand der Bedeutung der Begriffe Kilo-, Mega- und Gigabyte und deren Umrechnung in Byte besprochen. Entsprechend ergab sich die Division von Potenzen gleicher Basis sowie die Definition von Potenzen mit negativen Exponenten aus der Umrechnung von Byte in (nicht ganzzahlige) Gigabyte.
Das Potenzieren von Potenzen wurde über die Umrechnung von Hexadezimalzahlen in binäre Zahlen mittels Ersetzen der 16er-Basis durch 2 4 thematisiert.
Zur schriftlichen Leistungskontrolle wurden Text-Aufgaben aus dem Bereich der Computer-Graphik und der Datenübertragung von Modems eingesetzt, die sich allerdings auf die Potenzgesetze zur Multiplikation und Division von Potenzen gleicher Basis beschränkten.
Der Unterrichtsversuch erstreckte sich insgesamt auf 12 Stunden einschließlich des Zwischentestes und dessen Nachbesprechung. Außerdem wurden die ersten beiden Stunden zunächst zur Wiederholung des Potenzbegriffs mit natürlichen Exponenten, dessen Berechnung mit Hilfe des Taschenrechners sowie für die Exponentenschreibweise mit Zehnerpotenzen genutzt.
Lüdersen

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Indre Sp, Bi Sp 12 .Körperwahrnehmungen in ausgewählten Sportarten. Inwieweit wird die Bewegungsqualität im Sport durch die Veränderung der Sinne beeinflusst?
In der Unterrichtseinheit werden die Schülerinnen und Schüler mit ihren individuellen Körper- und Sinneswahrnehmungen konfrontiert.
Mit Hilfe eines Parcours lernen die Schülerinnen und Schüler in der ersten Doppelstunde die sieben Sinnessysteme des Menschen (visuelles System, auditives System, vestibuläres System, taktiles System, kinästhetisches System, olfaktorisches System, gustatorisches System) kennen. Eine Untersuchung zur Veränderung von individuellen Bewegungsqualitäten anhand ausgewählter Bewegungen durch die Beeinflussung der Sinne schließt sich an. Dabei werden exemplarisch Bewegungen aus dem Basketball (Wurf und Dribbeln), aus dem Badminton, Volleyball und der Akrobatik ausgewählt.
Mit Hilfe dieser Untersuchung gewinnen die Schülerinnen und Schüler Erkenntnisse über ihre Sinne sowie die Auswirkungen durch ihre Beeinflussung. Aus den erzielten Ergebnissen treffen sie Aussagen über die Veränderungen im Bereich von Bewegungsqualitäten und haben die Sinnstruktur einer solchen Untersuchung erkannt.
Schäfer

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Andrea Bi
Ch
Bi 8 "Das Ökosystem Wald". Ein Unterrichtsversuch in einer 8. Klasse unter besonderer Berücksichtigung des handlungsorientierten Ansatzes.
Die Anforderungen der heutigen modernen Gesellschaft bedingen, dass traditionelle Bildungsinstitutionen wie die Schule die Jugendlichen von heute auf ein ganzes Spektrum künftig im Berufs- und Gesellschaftsleben zu erwartender Kompetenzen optimal vorbereiten. Um dies zu gewährleisten, ist es notwendig, Unterricht so zu gestalten, dass die Schülerinnen und Schüler zu Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit angeleitet werden. Der handlungsorientierte Ansatz stellt Unterrichtskonzepte bereit, die genau diese Ziele verfolgen. Der in der vorliegenden Arbeit beschriebene Unterrichtsversuch zum Thema" Das Ökosystem Wald im Herbst' zeigt eine Möglichkeit, den handlungsorientierten Ansatz in Form von Exkursion und Wochenplanarbeit im Biologieunterricht zu etablieren. Inhaltliche Schwerpunkte sind dabei der Waldboden und seine Bedeutung für das gesamte Ökosystem sowie die Vielfalt der Bäume. Jahreszeitliche Phänomene fanden eine besondere Berücksichtigung. So wurde das Ökosystem Wald unter dem Blickwinkel der Jahreszeit Herbst betrachtet und Auffälligkeiten wie Laubfall und Blattfärbung ausführlich thematisiert.
Schucht

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Manuela Re, La Re 12 Der jüdische Friedhof in Göttingen als außerschulischer Lernort. Ein Unterrichtsversuch in einem Grundkurs der zwölften Jahrgangsstufe
Die Arbeit geht zunächst allgemein auf Bestimmungen ein, die einen jüdischen Friedhof betreffen, und beleuchtet diese vor allem im Zusammenhang mit der jüdischen Religion. Dann wird das Vorhaben, diesen Friedhof als außerschulischen Lernort an einem Projekttag aufzusuchen, näher charakterisiert. Es sollte vor allem untersucht werden, ob der jüdische Friedhof im entdeckenden Lernen so intensiv ohne vorherige Vorbereitung im Unterricht erforscht werden kann, dass eine Wandzeitung mit Texten und Fotos von den Schülern und Schülerinnen erstellt werden könnte. Dazu bekamen die Schülerinnen und Schüler Fragebögen, mit deren Hilfe sie zunächst einen eigenen Erkundungsgang über den Friedhof durchführten. In einem zweiten Schritt wurden sie schließlich von einem Experten in Sachen jüdischer Friedhöfe noch einmal über den Friedhof geführt, wobei sie Gelegenheit hatten, verbleibende Fragen zu stellen und Fotos von für die Auswertung wichtigen Details zu machen. Auf den Fragebögen gab es jeweils zwei Spalten, in die die Schüler und Schülerinnen eintragen sollten, ob sie das jeweilige Phänomen selbst oder erst durch die Führung herausgefunden haben.
Der zweite Teil des Tages fand in einem Raum einer Göttinger Kirchengemeinde statt. Hier ent- stand eine von den SchülerInnen selbstständig angefertigte Wandzeitung, die in den letzten sechs Wochen des Kirchenjahres in jener Göttinger Kirche zu sehen war, die auch den Raum zur Aus- arbeitung zur Verfügung gestellt hatte.
Sderra

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Mark-Benedikt Bi, Ch Ch 12 Fotometrie als Verfahren zur Bestimmung der Reaktionsgeschwindigkeit - Untersuchungen der Möglichkeiten des Einsatzes des Computers als Messinstrument in themengleicher Gruppenarbeit
In dieser Arbeit soll die Frage geklärt werden, welche Möglichkeiten bestehen, den Computer bezüglich der Thematik der Reaktionsgeschwindigkeit in den Unterricht einzubeziehen, und in welcher Form der computergestützte Unterricht eine sinnvolle Ergänzung zur Erarbeitung des Themas darstellen kann, zumal er von den Rahmenrichtlinien des Landes Niedersachsen im Fach Chemie dringend empfohlen wird. Eine besondere Schwierigkeit stellen hierbei die zur Erarbeitung der Thematik erforderlichen mathematischen Kenntnisse der Lerngruppe dar, die zu Beginn der Jahrgangsstufe 12 noch nicht vorausgesetzt werden können.
Als Einstieg in die Unterrichtseinheit wurde die fotometrische Bestimmung der Konzentration einer Farbstofflösung erarbeitet. Dazu wurden Grundlagen, Funktionen und Handhabung des Fotometers besprochen. Der Zusammenhang zwischen Extinktion und Konzentration wurde in Gruppenarbeit mithilfe unterschiedlich konzentrierter Kupfersulfatlösungen experimentell ermittelt, was zum Gesetz von LAMBERT-BEER führte.
Die in Schülerversuchen durchgeführte Entfärbungsreaktion von Kristallviolettlösung mit Natriumhydroxidlösung und die "per Hand" aufgenommenen Messwerte und aufgetragenen Grafiken der Konzentration bzw. der Reaktionsgeschwindigkeit gegen die Zeit und der Reaktionsgeschwindigkeit gegen die Konzentration führte zur Herleitung des Geschwindigkeitsgesetzes in differentieller Form.
Basierend auf diesen Kenntnissen wurde in Gruppenarbeit die computergestützte fotometrische Messwertaufnahme der Entfärbungsreaktion von Malachitgrünlösung mit Natriumhyroxidlösung durchgeführt. Die Auswertung der Daten erfolgte in Partnerarbeit mithilfe einer vorbereiteten Dateivorlage eines Tabellenkalkulationsprogrammes. Die Handhabung des Programmes und das darin verwendete Geschwindigkeitsgesetz in integrierter Form zur Bestimmung der Geschwindigkeitskonstanten und der Halbwertszeit wurde zuvor besprochen.
Im Anschluss an diese Unterrichtseinheit wurde in Form einer ‘Facharbeit' in Gruppen eine Versuchsanleitung zum computergestützten Experimentieren erstellt und die Temperaturabhängigkeit der beiden Entfärbungsreaktionen untersucht. Die Ergebnisse wurden neben der mündlichen Note und einer Klausuraufgabe zur Leistungsbewertung der Schülerinnen und Schüler herangezogen.
Walkling

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Ines De
Re
De 13 Berlin im Spiegel der Literatur nach 1990.
Gegenwartsliteratur jüngsten Datums wird im Deutschunterricht vielfach stiefmütterlich behandelt. Insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Textauswahl erscheint es als Experiment, Gegenwartsliteratur im Deutschunterricht zu lesen. Sollen SchülerInnen erfahren, dass Literatur auch in ihrer Gegenwart lebendig ist, ist eine Behandlung von aktueller Gegenwartsliteratur im Deutschunterricht allerdings unabdingbar. Mit einer achtstündigen Unterrichtsreihe zum Thema "Berlin im Spiegel der Literatur nach 1990" nimmt diese Arbeit ein solches "Experiment" zur Gegenwartsliteratur im Deutschunterricht in den Blick. Im Rahmen der bewusst als literarische Entdeckungsreise gestalteten Unterrichtsreihe wurden neben drei Berlingedichten folgende Prosatexte - zumeist in Ausschnitten - behandelt: Jens Sparschuh, Der Zimmerspringbrunnen. Roman (1995); Tanja Dückers, Spielzone. Roman (1999); Judith Hermann, Sommerhaus, später. Erzählung (erschienen im gleichnamigen Erzählband 1998); Inka Parei, Die Schattenboxerin. Roman (1999); Reinhardt Jirgl, Hundsnächte (1997).
In den einzelnen Teilen der Arbeit zur Planung, Durchführung und Auswertung der Unterrichtsreihe stehen Fragen zur Begründung und Bewährung der Textwahl im Mittelpunkt: Welche Texte werden warum ausgewählt? Inwiefern erweisen sich die zusammengestellten Texte als geeignet und lohnend, um den SchülerInnen einen anregenden Einblick in eine lebendige Gegenwartsliteratur zu ermöglichen und ihr literarisches Bild vom Berlin der neunziger Jahre zu entwickeln? Können die ausgewählten Texte ein Plädoyer für Gegenwartsliteratur im Deutschunterricht dadurch rechtfertigen, dass sie in besonderer Weise geeignet sind, SchülerInnen im Hinblick auf eine Beschäftigung mit Literatur innerhalb und außerhalb der Schule zu motivieren?
Die Auswertung kommt zu dem Schluss, dass der Unterrichtsversuch "Berlin im Spiegel der Literatur nach 1990" insbesondere mit Blick auf die ausgewählten Texte gelungen ist, wenn auch an einigen Stellen Verbesserungen in der Feinplanung als sinnvoll erscheinen. Das Experiment "Deutschunterricht und Gegenwartsliteratur" wird im Fazit der Arbeit ausgehend von der durchgeführten Unterrichtsreihe als lohnend herausgestellt.

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