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Startseite Schulprogramm Baustein 7: Konzepte Konzept zur beruflichen Orientierung

Schulprogramm


Baustein 1 : Wer sind wir? Baustein 2: Was uns wichtig ist! Baustein 3: Was wir schon erreicht haben! Baustein 4: Was wir uns vorgenommen haben! Baustein 5: Was wir konkret umsetzen! Baustein 6: Wie wir uns fortbilden! Baustein 7: Konzepte

Vorgehensweise bei Schulabsentismus Förderkonzept Beratungskonzept Medienkonzept Konzept zur beruflichen Orientierung Gewaltpräventionskonzept Suchtpräventionskonzept Beschlüsse und Regelungen zur Leistungsbewertung Regelungen zum Umgang mit Hausaufgaben Konzept zur Verteilung der Haushaltsmittel



Konzept zur beruflichen Orientierung




1 Allgemeine Überlegungen

Der Übergang von der Schule in das Berufsleben ist ein bedeutender Schritt für jeden Menschen. Unsere Schule versucht mit verschiedenen Maßnahmen, diesen Schritt durch verschiedene Angebote zu erleichtern. Vor der Entscheidung für die Auswahl eines bestimmten Ausbildungsbetriebes treten Fragen von wesentlicher Bedeutung auf:
Kommen meine persönlichen Stärken zum Tragen ?
Wie weit kann ich meine Schwächen ausgleichen, um den Anforderungen noch gerecht zu werden ?
Welcher Beruf passt zu mir ?
Wo und wie kann ich mich informieren ?
Kann ich die körperlichen Anforderungen erfüllen ?
Ist es möglich, in Wohnortnähe den gewünschten Beruf auszuüben ?

In den vergangenen Jahren hat es deutliche Änderungen in der Berufsausbildung gegeben. Die Berufsbilder haben sich verändert und damit auch die Anforderungen für die einzelnen Berufe. So gilt es, sich im Vorfeld, also schon während der Schulzeit möglichst umfangreich zu informieren.
Die Klassenlehrer bzw. Klassenlehrerinnen der 8. und der 9. Klassen bilden zusammen mit dem Fachbereichsleiter Arbeit/Wirtschaft ein Team, das sich mindestens einmal halbjährlich trifft, um den Anforderungen der beruflichen Orientierung auf schulischer Ebene zu entsprechen.




1.1 Betriebserkundungen /Praxistage

Betriebserkundungen
Bei Betriebserkundungen treffen unterschiedliche Interessen aufeinander:
Der Betrieb sucht kompetente Mitarbeiter. Der Schüler ist in der Findungsphase für seine Ausbildungsentscheidung. Im Betrieb selbst kann er sich umfangreich informieren und Antworten auf wichtige Fragen finden wie beispielsweise:
Kann mir eine Tätigkeit hier, in dieser Betriebsart, gefallen ?
Kann ich die Anforderungen hier erfüllen ?
Stimmt es überhaupt mit meinen Vorstellungen überein ?
Die Pestalozzischule hat schon immer Betriebe mit Schülern aufgesucht, von denen uns bekannt war, dass dort ehemalige Schüler beruflich tätig werden konnten.
Von den Betrieben ist es ein großes Entgegenkommen, Schulklassen durch ihren Arbeitsbereich zu führen, zumal nur selten ein direkter Übergang von der Schule in die Ausbildung stattfindet. Das Berufsgrundbildungsjahr ( BGJ ) ist dazwischen angesiedelt. Im Normalfall besuchen unsere Schülerinnen und Schüler zunächst das Berufsvorbereitungsjahr ( BVJ ).
Kreishandwerkerschaft
Die Kreishandwerkerschaft und die Schule sind bemüht, für die Jugendlichen die richtige Ausbildung zu finden. Für den Unterricht ist es Gewinn bringend, wenn Personen von außen - hier die Vertretung der Kreishandwerkerschaft - ihre Sichtweise und ihre Anforderungen den Schülern vorstellen können.
Der Bildungsreferent gibt Informationen über allgemeine Anforderungen für das Handwerk.
Schon mehrfach sind Einladungen erfolgt zu Fortbildungsveranstaltungen im benachbarten Bildungs- und Technologie-Zentrum. Die Veranstaltungen sind eigentlich an Auszubildende im Handwerk gerichtet. An unsere Schüler werden dabei hohe Anforderungen gestellt. Auch hier sind Kontakte zum Berufsleben möglich. Interessen können sich entwickeln und in eine Ausbildung münden.

Praxistage in der Berufsschule
Bereits seit mehreren Jahren nehmen die Schülerinnen und Schüler unserer Schule am Ende des ersten Schulhalbjahres der 9. Klasse und neuerdings auch in der 8. Klasse, kurz vor dem Schuljahresende, an sogenannten Praxistagen im BBZ teil.
In den letzten Jahren sind die Schülerinnen und Schüler drei Mal einen Tag in der Berufsschule. Sie lernen dort in den gewerblichen Fachrichtungen die Bereiche
Metalltechnik
Farb- und Raumgestaltung,
Bautechnik,
Körperpflege
sowie Holztechnik
kennen.
In den Landwirtschaftlichen- und Hauswirtschaftlichen Fachrichtungen steht ihnen der Bereich Ernährung und Hauswirtschaft zur Verfügung.



1.2 Besuch im BIZ

Die Einschätzung der beruflichen Eignung ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Berufswahl. Zur Beurteilung der beruflichen Eignung ist es notwendig, individuelle Neigungen, Interessen und Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und zu den beruflichen Anforderungen und den Anforderungen der Ausbildung ins Verhältnis zu setzen. Eine fundierte Einschätzung ist Voraussetzung um Fehlentwicklungen zu vermeiden.
Das BIZ bietet die Möglichkeit zur umfassenden Selbstinformation.
Neben den Printmedien (800 Informationsmappen) und den audiovisuellen Medien stehen für unsere Schüler vor allem die interaktiven Medien, die BIZ-Computer, im Vordergrund. Die Programme sind ohne besondere EDV-Kenntnisse zu bedienen.



1.3 Berufsberatung

Zum Ende der Schulzeit erhält die Berufsberatung wie in allen Schulen einen großen Stellenwert. Die auf die Arbeitswelt vorbereitende unterrichtliche Arbeit wird ergänzt durch die Feststellung der Berufswünsche und andererseits der realistischen Möglichkeiten.
Eine große Diskrepanz zwischen den erhofften „Traumberufen“ und der Realität wird bei den meisten Schülern sichtbar. Die Berufsberatung hat in der Förderschule Lernen stärker als an anderen Schulen einen Schwerpunkt der Arbeit darin, die anstehenden Entlassschüler auf den Boden der Tatsachen zu holen.
Eine vermittelnde Funktion bekommt die Berufsberatung darin, dass die Schüler zwar in Richtung auf ihre Eignung beraten werden, aber nach Beendigung der Schulzeit an der Pestalozzischule in der Regel noch nicht in den Arbeitsmarkt oder in eine Ausbildung gehen, sondern ein weiteres Jahr im berufsbildenden Bereich (BVJ oder BEK) unterrichtet werden.
Die Berufsberatung an der Pestalozzischule Lingen ist wie folgt organisiert:
Die Schüler werden in den letzten Schuljahren dauerhaft und konsequent von der Berufsberatung des Arbeitsamtes begleitet.
Kurz vor den Sommerferien findet für die Vor-Entlassklassen eine allgemeine Orientierung statt. Die Berufsberatung des Arbeitsamtes kommt dazu in die Schule und informiert die Schülerinnen und Schüler über die Möglichkeiten, die ihnen nachschulisch zur Verfügung stehen. Die Informationen werden klassenweise gegeben. Auch konkrete Fragestellungen der Schüler können beantwortet, zumindest besprochen werden.
Zu Beginn des letzten Schuljahres wird den Schülern eine Einzelberatung in der Schule angeboten. Es ist dringend erwünscht, dass an dieser Einzelberatung auch die Eltern der Schülerinnen und Schüler teilnehmen, da die Kinder sich oftmals nicht angemessen mitteilen können oder den Eltern die wichtigen Informationen nicht oder nicht richtig überbringen.
Während des laufenden Entlass-Schuljahres steht die Berufsberaterin einmal im Monat mit einer Sprechstunde in der Schule zur Verfügung. Die Schüler können bei auftretenden Fragen diese Sprechstunde nutzen.
Einzelgespräche mit der Berufsberatung sind während des gesamten Schuljahres möglich; die Schüler haben somit eine Kontaktperson, die sie durch die letzten Monate der Schulzeit begleitet.
Da die Schülerinnen und Schüler auch in der Berufsschule im BVJ oder in den BEK mit der gleichen Berufsberatung der zuständigen Agentur für Arbeit beraten werden, ist eine gute Weiterarbeit und ein Weiterführen der Beratung bis zum Eintritt in die Arbeitswelt möglich. Der Kontakt ist zudem in der Hinsicht wichtig, dass für einige Schüler nach der Schulzeit in der Schule eher außerschulische Berufsvorbereitung, z. B. in Form von Kursen angeboten werden muss und das Arbeitsamt für die Zuweisung zu diesen Kursen oder auch zu den Berufbildungswerken zuständig ist.
Die Mitarbeit der Eltern erscheint an diesem entscheidenden Punkt im Leben des Kindes von enormer Relevanz. Darum wird versucht, die Eltern in alle Entscheidungsprozesse einzubinden. Die Eltern werden in Veranstaltungen über die Zukunft ihrer Kinder informiert. Über diese Elternveranstaltungen wird ebenso wie über weitere Informationsmöglichkeiten für die Schüler an anderer Stelle berichtet. Wichtig ist uns, dass die Kinder bei der Berufsfindung nicht allein gelassen werden mit ihrer Entscheidung. Es muss aber konstatiert werden, dass leider viel zu viele Eltern dies nicht so sehen und zu den Angeboten, besonders bedauerlich, auch zu den Einzelberatungen, nicht erscheinen.




1.4 „Trendkonferenz“

Seit ca. 20 Jahren besteht eine intensive und gute Zusammenarbeit zwischen den Oberstufenlehrkräften der Pestalozzischule und den Berufschullehrern, die für die Ausbildung der Schüler im Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) bzw. im Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) sowie demnächst in den Berufseinstiegsklassen (BEK) verantwortlich sind. Jedes Jahr im Februar treffen sich die Lehrkräfte beider Schulen zu gemeinsamen Beratungen und zum Informationsaustausch. Die Oberstufenlehrkräfte stellen die einzelnen Schüler vor, die in die Berufsschule überwechseln werden. Sie berichten insbesondere über die Leistungsstände in den Fächern Mathematik und Deutsch sowie über das Arbeits – und Sozialverhalten. Es wird dann versucht, die Schüler entsprechend ihren Wünschen sinnvoll den verschiedenen Bereichen und Klassen zuzuordnen. Die Berufsschullehrer geben Auskunft darüber, wie die Abgangsschüler des vorherigen Jahrganges in der Berufsschule zurecht kommen, wie sie sich dort entwickeln und welche beruflichen Perspektiven sie haben.




1.5 Dreiwöchiges Betriebspraktikum der 8. Klassen

Das Betriebspraktikum in Klasse 8 wird an unserer Schule schon seit vielen Jahren über einen Zeitraum von drei Wochen durchgeführt. Zur Vermeidung von Überschneidungen wird der zeitliche Rahmen mit den anderen Lingener allgemein bildenden Schulen abgestimmt. Die Durchführung in Klasse 8 bietet eine erste Möglichkeit, ein Berufsfeld näher kennen zu lernen. Sollte sich die Berufsfeldwahl als ungeeignet herausstellen, hat der/die Schüler/-in die Möglichkeit, in Klasse 9 (s. Praktikum in Zusammenarbeit mit dem BTZ/Bildungswerk des Lingener Handwerks) ein anderes Berufsfeld zu erproben.
Die Entscheidung für den zeitlichen Umfang von drei Wochen entspringt der Zielvorstellung, einen nur sporadischen Einblick in das Arbeits- und Berufsleben zu vermeiden.
Durch eine intensive Zusammenarbeit von Schule und Betrieb soll unseren Schülerinnen und Schülern, auch wenn sie noch nicht unmittelbar vor der Berufswahl stehen, da sie in aller Regel zunächst das BVJ bzw. die BEK besuchen, die Möglichkeit gegeben werden, exemplarische Einsichten in das Arbeits-, Berufs- und Wirtschaftsleben zu gewinnen. Durch eigene Anschauung und Erfahrungen im Betrieb, durch Gespräche mit Betriebsangehörigen und durch die Erkundung des betrieblichen Umfeldes und der Rahmenbedingungen innerhalb derer sich betriebliches Handeln vollzieht, werden diese Einsichten ermöglicht.
Die Öffnung von Schule zur betrieblichen Realität vermittelt unseren Schülerinnen und Schülern wichtige Erkenntnisse für ihre berufliche Orientierung. Darüber hinaus bietet diese Öffnung die Möglichkeit, Erfahrungen und Informationen in überwiegend handlungsorientierten Arbeitsformen zu sammeln, die im Kontrast zur schulischen Situation stehen und somit neue Motivationen zum Lernen freisetzten können.
Die Gegebenheiten der Arbeitswelt werden im Betriebspraktikum zugänglich und erfahrbar gemacht. Die betrieblichen Arbeits- und Erkundungsphasen erwachsen aus dem didaktischen und inhaltlichen Konzept des Unterrichts und führen dorthin zurück. Die Schüler und Schülerinnen sammeln Informationen u.a. über Berufe und Berufsfelder, Arbeitsplätze, Arbeitsbedingungen und Arbeitsvorgänge. In Zusammenarbeit mit sachkundigen Mitarbeitern der Betriebe werden Aufbau, Funktion und Ziele der Betriebe, deren formelle und informelle Strukturen dokumentiert und ausgewertet. Je nach Möglichkeiten der Betriebe ist eine Selbsttätigkeit der Schüler über einen geschlossenen Zeitraum hin und eine Mithilfe bei der Arbeit anderer nach vorheriger Einweisung und unter Betreuung wünschenswert. Auf der Grundlage solcher Erfahrungen erlangen sie Aufschlüsse über die eigenen Neigungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie Anforderungen der im Betrieb ausgeübten Berufe. Weiterhin eröffnet das Betriebspraktikum den Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit, ihre Vorstellungen von bestimmten, vielleicht sogar selbst angestrebten „Wunschberufen“ vor dem Hintergrund der Praktikumserfahrungen zu überprüfen und sich dadurch bewusster zu entscheiden oder sich neu zu orientieren. Insofern leistet das Betriebspraktikum einen Beitrag zu einer besser vorbereiteten und begründeten Berufswahl. Das Betriebspraktikum ist in diesem Punkt jedoch nicht allein maßgebend. Auf unsere gute Zusammenarbeit mit der Berufsberatung durch das Arbeitsamt sei hier deshalb ausdrücklich hingewiesen.
Organisatorische Abläufe
In Absprache mit der Lingener Marienschule, die mit unserer Schule zeitgleich das Betriebspraktikum durchführt, wird auch unsere Schule in Zukunft verstärkt einen anderen Weg der Praktikumsstellensuche beschreiten. Es hat sich herauskristallisiert, dass die selbsttätige Suche der Schülerinnen und Schüler nach geeigneten Praktikumsbetrieben, nach vorheriger Absprache mit dem Praktikumsleiter, Vorteile mit sich bringt. Sie werden selbst initiativ, die Einbindung der Eltern wird verstärkt und dieses Vorgehen ist eine durchaus geeignete Vorübung für das spätere Suchen eines Ausbildungsplatzes. Weiterhin erhoffen wir, durch dieses Vorgehen eine höhere Zufriedenheit der Schüler und Schülerinnen mit der Praktikantenstelle zu erlangen, um so die „Abbruchquote“ minimieren zu können.
Die Schüler und Schülerinnen werden in der Vorbereitung angewiesen, darauf zu achten, dass es Betriebe sein sollten, die ausbilden. Aufgrund ihrer Ausbildungserfahrungen können sie den Praktikanten am ehesten erste geeignete Aufgaben zukommen lassen.
Folgende Berufsfelder werden überwiegend von unseren Schülern/Schülerinnen während des Betriebspraktikums ausgewählt:
Bautechnik (Maurer, Fliesenleger),
Metalltechnik (Metallbauer, Zerspanungsmechaniker),
Holz (Tischler),
Farb- und Raumgestaltung (Maler),
Körperpflege (Friseurin),
Agrarwirtschaft (Gärtner) und
Ernährung und Hauswirtschaft (Hauswirtschaftsgehilfin, Bäcker, Fleischer, Verkäufer im Nahrungsmittelhandwerk).
Unterrichtsort ist der Betrieb. Wünschenswert ist es, für die Schülerinnen und Schüler geeignete Beschäftigungsmöglichkeiten zu finden, die über reine Hilfs- und Wartungsarbeiten hinausgehen.
Der Fachbereichsleiter unterrichtet die Eltern frühzeitig schriftlich über die Absicht, ein Betriebspraktikum durchzuführen. Auf einem Elternabend und durch die Aushändigung eines Informationsschreibens stellt der zuständige Klassenlehrer die Zielsetzung und die Organisation des Praktikums vor. Die Erziehungsberechtigten sowie die Schülerin/der Schüler bestätigen durch das Unterzeichnen eines Vertrages, die Zielsetzungen des Betriebspraktikums durch entsprechendes Verhalten zu unterstützen. Auf die Schutzbestimmungen (Unfallschutz, Jugendarbeitsschutzgesetz, Infektionsschutzgesetz), geregelt durch den Erlass zum Betriebspraktikum, wird ausdrücklich hingewiesen.
Das Betriebspraktikum wird an unserer Schule vom jeweiligen Klassenlehrer/-in der/die grundsätzlich in Klassenstufe 8 und 9 das Fach AW unterrichtet, vorbereitet, durchgeführt und nachbereitet. Es wird vom Schulleiter genehmigt und für die Zeit des Praktikums wird die zuständige Lehrkraft weitgehend von anderen Unterrichtsverpflichtungen freigestellt, um gewissenhaft die Betreuungsaufgabe wahrnehmen zu können. Sie beschränkt sich nicht nur darauf, nachzusehen, ob alles in Ordnung ist. Viele Betriebe schätzen es, Gespräche mit ausbildungs-, berufs- und branchenbezogenen Themen zu führen. Häufig ergeben sich individuelle Betriebsführungen, die als Lehrerfortbildung angesehen werden können.
Vernetzungen / Beteiligung
Das Betriebspraktikum ist Teil unserer kontinuierlichen Bemühung um die Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf die Arbeits- und Berufswelt. Das Fach Arbeit/Wirtschaft ist hierbei Leitfach für die Vorbereitung und Auswertung des Praktikums. Die Verbindung zu anderen Fächern, vor allem Technik, Hauswirtschaft, Sozialkunde, Arbeit am PC und Deutsch, sowie zu übergreifenden Aufgabengebieten wie Gesundheitserziehung, Verantwortungsübernahme und ökologische Bildung wird angestrebt. Beispielsweise werden im Fach Deutsch Lebensläufe sowie Bewerbungsschreiben angefertigt.
Außerschulische Partner, wie z.B. die AOK, trainieren mit den Schülern Bewerbungsgespräche und verweisen auf wichtige Details hinsichtlich der Bewerbungsschreiben.
Hilfreich sind auch die von der Volksbank Lingen zur Verfügung gestellten Mappen zum Betriebspraktikum.
Für Schüler und Schülerinnen mit einer eher geringen sozial-emotionalen Stabiltät bieten wir ein Praktikum im Berufbildungswerk (BBW) an. Die Zusammenarbeit mit dieser überregionalen Einrichtung besteht seit vielen Jahren. Pädagogisch geschulte Ausbilder leiten und begleiten unsere Schüler und Schülerinnen mit viel Einfühlungsvermögen und richten sich nach dem individuellen Leistungsvermögen der Jugendlichen. Im BBW werden folgende Berufsfelder angeboten:
Farbtechnik und Raumgestaltung
Ernährung und Hauswirtschaft
Holztechnik
Metalltechnik
Agrarwirtschaft

Interne Evaluation
Die seit 2004 durchgeführte selbsttätige Suche der Schülerinnen und Schüler
nach geeigneten Praktikumsplätzen hat durchweg zu positiven Beurteilungen
geführt. Insofern hat sich der organisatorische Ablauf zur Durchführung des
Praktikums verändert. Nicht der Fachbereichsleiter nennt den Eltern sowie den
Schülern und Schülerinnen den Praktikumsbetrieb, sondern umgekehrt. Zum
Nachweis der Suche eines Praktikumsplatzes erhalten die Schüler und
Schülerinnen einen Vordruck, um sich ihr Bemühen durch die Betriebe bestätigen
zu lassen. Vielleicht hat diese Vorgehensweise dazu geführt, dass seit dieser Zeit
kein vorzeitiger Abbruch des Betriebspraktikums vorgekommen ist. Eine
Kurzbefragung der Betriebe ergab in letzter Zeit überwiegend positive Rückmeldungen. Die Auswahl der Praktikumsbetriebe durch die Schüler bedarf jedoch weiterhin einer kritischen Hinterfragung und teilweisen konkreten Hilfen durch die Klassenlehrer.




1.6 Zweiwöchige Maßnahme zur beruflichen Orientierung in Klasse 9

Alle Schülerinnen und Schüler unserer Schule erhalten im ersten Schulhalbjahr des neunten Jahrganges die Möglichkeit der Durchführung einer berufsorientierenden Maßnahme.
Das BTZ hat Standorte in Lingen, Meppen, Nordhorn und Herzlake und ist auf allen Feldern der fachspezifischen Wissensvermittlung Partner des regionalen Handwerks. Eine Kernaufgabe des Berufsbildungs- und Technologiezentrums ist die Harmonisierung der klassischen Handwerksmethoden mit neuen Technologien im Rahmen der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung.
Die Zusammenarbeit mit dem BTZ ermöglicht unseren Schülern und Schülerinnen, im außerbetrieblichen Bereich eine Vielfalt der Arbeitsfelder und Tätigkeiten handwerklichen Schaffens in den zweckentsprechend ausgestatteten Schulungsstätten kennen zu lernen.
Vor Beginn der berufsorientierenden Maßnahme erfolgt eine so genannte Potentialanalyse zur Ermittlung besonderer Fähigkeiten.

Die fachlich qualifizierten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beobachten unsere Schüler und Schülerinnen während des Praktikums und geben anschließend wertvolle Tipps in Form einer mündlichen Stärken-Schwächen-Analyse. Die Praktikanten erhalten so Hilfestellung bei der persönlichen Einschätzung ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten, Fehlentscheidungen können vorgebeugt bzw. vermieden werden.

Zu Beginn der intensiven Berufsorientierung steht ein zweitägiges Profiling. Mit Hilfe von Tests und beobachteten Übungen werden die Neigungen und Berufswünsche der Jugendlichen festgestellt. Am Ende der Eignungsanalyse steht fest, in welche drei Werkstätten des BTZ sich die Schüler erproben können.

Die erfahrenen Ausbilder des Berufsbildungs- und Technologiezentrums verschaffen den Schülern anschließend in jeweils zwei bis 2,5 Tagen intensive Erfahrungen in den jeweiligen Berufsfeldern. Die Jugendlichen arbeiteten an Projekten, die die für das jeweilige Berufsfeld benötigten Kenntnisse zutage fördern helfen und mit Erfolgserlebnissen verbunden sind. Dabei kommen sie direkt mit den Werkstoffen und Werkzeugen in Kontakt und arbeiten unter der Anleitung der Ausbilder.

Eine realistische Vorstellung von der Arbeitswelt und die Förderung der eigenen Fähigkeiten und Interessen sind unter anderem Ziele dieser Maßnahme. Ein weiteres Ziel liegt darin, die Motivation für einen guten Schulabschluss zu steigern und damit die Aussichten auf einen Ausbildungsplatz zu erhöhen. Die Berufsorientierung beim BTZ stellt eine gute Ergänzung zu den Schulpraktika dar. In Meppen arbeitet das BTZ bei der Berufsorientierung eng mit der VHS zusammen, in Lingen war das Bildungswerk des Lingener Handwerks Kooperationspartner.

Die Schüler erhalten die Ergebnisse der Berufsorientierung in Form eines ausführlichen Zertifikates. Neben den detaillierten Ergebnissen des Profilings und aus den Werkstätten finden sich hier auch Hinweise zu Neigungen, Ausbildungsreife und Entwicklungspotentialen.









Stand: Dezember 2010

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