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An der Realschule Georgsmarienhütte stehen seit mehr als 15 Jahren zunächst ein, seit 5 Jahren zwei Räume mit 13-15 jeweils dem Stand der technischen Entwicklung angepaßten Rechnern für die Arbeit in Wahlpflichtkursen, Arbeitsgemeinschaften, der Schreibmaschinenausbildung sowie im Klassenunterricht zur Verfügung.
Darüber hinaus haben
die Schüler Zugang zu zwei Rechnern in der Schülerbibliothek
und einem Rechner für die SV-Arbeit. Ein leistungsfähiger Scanner
und ein DIN-A3 Farbdrucker im Raum des Schulassistenten können bei
Bedarf genutzt werden. Die örtliche Jugendorganisation einer Partei
hat uns vor einem halben Jahr eine Digitalkamera gespendet.
| August 1997 | Wir erhalten die Nachricht, daß unserem zweiten erweiterten Antrag auf Förderung eines Einstiegsprojekts in der Aktion "Schulen ans Netz" entsprochen wird. |
| Oktober 1997 | Die gewünschte ISDN-Karte wird ausgeliefert. Um sofort mit der Arbeit beginnen zu können, haben wir durch Kontakte eines Kollegen zur Universität Osnabrück von dort eine Zugangsmöglichkeit zum Internet erhalten, die wir seitdem nutzen. Bis Mitte November 1997 können wir nur von einem Rechner aus ans Netz gehen. Daher beschränken sich die Aktivitäten mit Schülern auf Demonstrationen und Kleingruppenarbeit. Die Schüler erhalten einen Einblick in die Funktionsweise von Browsern und die Informationssuche im WWW. |
| November 1997 | Einer unserer beiden Rechnerräume mit 486-Rechnern wird vernetzt. Da die Netzwerkausstattung (Karten, Installation) vom Förderverein der Realschule und einer heimischen Firma gesponsert wird, stellen wir zusammen mit der Volkshochschule Georgsmarienhütte, die unsere Rechnerräume nachmittags und abends nutzt und mitfinanziert, die neuen Möglichkeiten in einer örtlichen Zeitung der Öffentlichkeit vor. Von diesem Zeitpunkt an werden alle Schüler der Wahlpflichtkurse "Informatik" systematisch mit Internet-Diensten vertraut gemacht. |
| Dezember 1997 | Die Unterlagen für den Freeaccount der Online-Dienste AOL und DFN, |
| Januar 1998 | und die entsprechenden
Materialien für den T-Online Zugang treffen ein.
Ein Rechner mit ISDN-Zugang wird zusätzlich im Lehrerzimmer eingerichtet, der aber aufgrund der großen räumlichen Entfernung (noch) nicht ins Netz eingebunden ist. Auf diese Weise erhoffen wir uns eine stärkere Resonanz bei den Kolleginnen und Kollegen, die bisher zu Haus nicht über entsprechende Möglichkeiten verfügen. Nur auf diesem Rechner ist zusätzlich zum Zugang über die Universität Osnabrück der Internet-Zugang über die Dienste von AOL und T-Online installiert. |
| April 1998 | In einer Aktion gemeinsam
mit der VHS Georgsmarienhütte, wird unser zweiter Rechnerraum mit
Pentiumrechnern ausgestattet und vernetzt, so daß jetzt insgesamt
von ca. 30 Rechnern in zwei benachbarten Räumen ein Zugang zum Internet
besteht.
Über den Niedersächsischen Bildungsserver wird unter der Adresse "http://www.nibis.ni.schule.de/~rsgmhuet" der erste Entwurf unserer Schulhomepage ins Netz zugänglich gemacht. An der Erstellung haben sich neben den Informatiklehrern bisher nur wenige Schüler aktiv beteiligt. |
Durch zunehmende Vertrautheit
und erweiterte Arbeitsmöglichkeiten in jetzt zwei vernetzten Rechnerräumen
wird die Nachfrage im Schuljahr 1998/99 sicherlich steigen. Die wachsenden
Schülerzahlen in den Klassen stellen allerdings ein großes Problem
dar. Ein normaler Klassenraum mit 15 Rechnern erlaubt 31 Schülern
kaum noch ein bequemes Sitzen und eine gute Sicht auf die Monitore und
einen leichten Zugang zu Tastatur und Maus.
zum Beginn des Berichts
Nachdem Mitte November 1997 ein Rechnerraum vernetzt werden konnte, arbeiten wir hier regelmäßig in den Wahlpflichtkursen u.a. an Themen zur und unter Nutzung der Online-Kommunikation, wobei für zwei Schüler jeweils ein Rechner zur Verfügung steht. Durch die Arbeit in den WPK wird ca. die Hälfte der Schüler der Jahrgänge 9 und 10 erreicht.
Auf den älteren unvernetzten 386-Rechnern waren bis zur Neuausstattung ältere Versionen des Netscape-Browsers und eines htm-Editors installiert (Speicherplatzmangel), um auch dort im Wechsel mit der Parallelgruppe in die Erstellung von Internet-Seiten und Grundlagen des htm-Codes einführen zu können. Seit der Neuausstattung dieses Raumes im April 1998 stehen in beiden Räumen gleiche Programmausstattungen zur Verfügung.
Folgenden Themen werden angesprochen und erarbeitet:
Diese Offenheit ist zur Zeit auch für den Unterricht ein gewisses Problem. In einer Gruppenarbeitsphase, in der die Schüler in verschiedenen Räumen arbeiteten, erlebte der betreuende Lehrer bereits in einer der ersten Stunden bei seiner Rückkehr in den vernetzten Raum, daß Schüler nicht an ihrem Suchauftrag arbeiteten, sondern z.B. Emails an private Radiosender absetzten u.ä..
Die Suchdienste verweisen durch ihr entsprechendes Werbeangebot auf publikumswirksame Seiten im Internet und machen es den Schülern einfach, "Sex and Crime"-Angebote anzuwählen. Selbst von der SAN-Seite ist man über Links zu den Nachrichtenmagazinen sehr schnell bei entsprechenden Seiten.
Eine Unterrichtsstunde, in der Möglichkeit des Chatten ausprobiert werden sollte, mußte nach kurzer Zeit beendet werden, da sich nach unseren Eintritt in den DINO-Chat dieser zunächst leere Chat-Room zunehmend füllte, wobei anstößige Äußerungen an der Tagesordnung waren. Obwohl wir den Schülern den Rechnerraum gern über die Unterrichtsveranstaltungen hinaus zugänglich machen möchten, sehen wir dazu im Moment keine Möglichkeit. Ob Wächterprogramme helfen können, muß untersucht werden.
Wir erlauben den Schülern z.Z. nur den Zugang zum Chat-Room der SCHULWEB -Seite.
Schüler aus den Wahlpflichtkursen Informatik arbeiteten zusätzlich in einer AG am Aufbau der Realschul-Homepage.
Weitere Arbeit
Die Arbeit an der Verbesserung und Erweiterung der Homepage wird im Schuljahr 1998/99 zu intensivieren versucht, indem mehr Schüler einbezogen werden und die Arbeit an der Homepage stärker in die Arbeit der Wahlpflichtkurse integriert wird.
Im Rahmen der WPK soll anderen Fächern und Kollegen das Angebot gemacht werden, für sie und ihre Schüler Recherchen zu bestimmten Sachthemen im Internet durchzuführen oder für den Arbeit mit Klassen aufzubereiten (z.B. Adressen zusammenstellen; Seiten speichern und neu verknüpfen - Webbibliothek).
Aktuelle Vorschläge in Veröffentlichungen wie dem Handbuch zur Aktion "Schulen ans Netz", z.B. die virtuelle Kunstgalerie oder eine Praktikumsbörse, werden den entsprechenden Fächern vorgestellt.
Im
Mittelpunkt unseres von der Aktion "Schulen ans Netz" geförderten
Antrags steht das Sokrates-Projekt "Jung sein in Europa". In diesem
europäischen Bildungsprojekt arbeiten 14-16 jährige Schüler
und Schülerinnen des französischen Collège Jean-Bosco
in St. Macaire, der nordspanischen Lauaxeta Ikastola und der englischen
Grammar School for Boys in Bournemouth mit Schülern der Realschule
Georgsmarienhütte daran, die Lebensbedingungen junger Menschen in
Europa zu beschreiben und zu vergleichen. Assoziiert ist diesem Projekt
zusätzlich unsere Dresdener Partnerrealschule (seit Juli 1998 Vollmitglied
des Projekts).
Zu unserer Partnerschule in Komprachcice, Polen, bestehen regelmäßige Internetkontakte (Email- Austausch und Besuch der Homepage). Die Schule ist aber z.Z. nicht am Sokrates-Projekt beteiligt.
Das Projekt "Jung sein in Europa" geht auf die Initiative eines Koordinatorenteams aus Kolleginnen und Kollegen der beteiligten Schulen zurück, die sich durch vorangegangene Schüleraustauschmaßnahmen kennengelernt hatten. Koordinatorin in Georgsmarienhütte ist Frau Steinkamp. Die Schülerinnen und Schüler kommen aus verschiedenen Klassen und Jahrgängen zu einer freiwilligen AG in der 7. Stunde.
Das Projekt läuft über drei Jahre und ist in mehrere Phasen unterteilt. Im ersten Jahr, dem Jahr der Förderung durch die Aktion "Schulen ans Netz", sind folgende Aktivitäten durchgeführt worden:
Am SAN-Einstiegsprojekt, das die Kommunikation zwischen den Schulen gewährleistet und zukünftigt verstärkt die Projektergebnisse für die Präsentation im Internet aufbereiten wird, waren vornherein andere interessierte Lehrerinnen und Lehrer aus den Sprachfächern Englisch und Französisch sowie Deutsch und dem Informatik-Bereich beteiligt:
Bereits seit einiger Zeit sind Informationen über das Projekt in unsere Homepage aufgenommen worden, z.B. Termindaten oder das Programm des Treffens der Delegationen aller Schulen vom 4.6 bis 6.6.1998 in Georgsmarienhütte.
In den Gruppen sind im ersten Jahr entsprechend der Planung jedoch auch sehr gute Beiträge der Schülergruppen entstanden – Vorstellungen der beteiligten Schüler, die Videofilme, die die Schulen vorstellen und die Prospekte über die Schul- und Wohnorte der Schüler. Diese Materialien sind bisher noch nicht für die Präsentation im WWW aufbereitet worden.
Weitere Arbeit
Hinsichtlich der Online Kommunikation sollen folgende Schritte in nächster Zeit durchgeführt werden:
In der Zeit vom 15.-18. Mai 1998 wurde an der Realschule Georgsmarienhütte ein Projekt zum Thema "Gewalt in der Schule" durchgeführt. Eine der Projektgruppen hatte sich Themen gestellt, die mit Hilfe des Internet bearbeitet werden sollten. Zu dieser Gruppe hatten sich übrigens nur Jungen gemeldet, obwohl dem betreuenden Lehrerteam eine Kollegin angehörte, die Französisch unterrichtet und den internationalen Bezug und die inhaltliche Arbeit gegenüber der rein technischen Seite deutlich machte:
Die Argumentationen in den Reaktionen auf unsere Anfrage ließen sich im Wesentlichen in vier Gruppen einteilen:
Weitere Arbeit
Auch bei zukünftigen Schulprojekten werden die Informationsmöglichkeiten des WWW weiterhin genutzt werden. Dabei müssen Überlegungen zur Zeitplanung (z.B. Vorbereitung von Umfragen vor den eigentlichen Projekttagen) eine größere Rolle spielen.
Gleichzeitig sollen allen Schülern anläßlich konkreter Anlässe (z.B. Bundestagswahl, Chats mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens u.ä.) Angebote zur Internetnutzung innerhalb und außerhalb des Stundenplans gemacht werden.
Probleme, die beim Umgang mit dem Internet durch Schüler aufgetreten sind, haben wir oben beschrieben. Sie werden allerdings aufgewogen durch die Motivation, die Schüler diesem neuen Medium entgegenbringen.
Eine Belastung für Lehrer ist der hohe Zeitaufwand, den sie in ihre Fortbildung und die Anpassung der Hard- und Software-Ausstattung der Schulräume (und ihres privaten Rechners) investieren müssen und für den zumindest an Realschulen in Niedersachsen kein Ausgleich und nur eine geringe Hilfe in Form eines den Bedürfnissen entsprechenden Fortbildungsangebots zur Verfügung gestellt wird. Die Fortbildung für die das SAN-Projekt betreuenden Lehrer war informativ. Die Themen wie Einrichtung des Servers bis hin zur html-Programmierung hinkten aber der im Hinblick auf die im Ablauf des Projektjahres zu leistende Arbeit jeweils hinterher. Außerdem müßte die Fortbildung kontinuierlich fortgesetzt werden.
Diese Zeit und die trotz SAN-Förderung von der Schule für die Aufrüstung zu erbringenden hohen finanziellen Aufwendungen (Grundausstattung, Vernetzung, NT-Server, Proxy-Server, Updates, Virencheck) fehlen der Schule zur Weiterentwicklung des Computereinsatzes im Fachunterricht. Darunter leidet die fachdidaktische Reflexion und finanzielle Mittel für fachspezifische Software fehlen.
Nützliche Sicherungen im Rahmen der Vernetzung wie Zugangsberechtigungen und Datenairbag sowie Softwarenutzung und –austausch im Netz machen die Arbeit mit Schülern unanfälliger gegen Störungen. Sie erfordern aber von allen Kollegen eine Einarbeitung in die Bedienung von Netzsoftware (Achat-Lehrertool, MasterEye), mit der zu Hause auf dem Einzelgerät keine Erfahrung gesammelt werden kann und die sich aufgrund aufgenommener Verbesserungen laufend verändert und erweitert.
Wenn dennoch Fehler auftreten, betreffen sie häufig das gesamte Netz. Da die Wartung des Netzes erhebliche Einarbeitung und spezielle Zugangsberechtigungen voraussetzt, hat der reine Nutzer kaum noch die Möglichkeit, seine Unterrichtsplanung zu realisieren. In ähnlicher Weise abhängig vom Netzadministrator ist der Fachlehrer z.B. bei der Installation neuer Software.
Um einen funktionsfähigen
und der Entwicklung angepaßten Rechnerraum zu gewährleisten,
erbringt der Netzadministrator einer Schule eine Dienstleistung, die weit
über seine Unterrichtsverpflichtungen hinausgeht. Dafür ist ein
Ausgleich unerläßlich.
In einem Antrag zur Anschlußförderung werden wir versuchen, weiterhin finanzielle und inhaltliche Unterstützung im Rahmen der Aktion "Schulen ans Netz" zu erhalten, um die oben jeweils beschriebenen weiteren Arbeiten umsetzen zu können.
Einem Antrag zur Förderung eines Projekts zur Nutzung erneuerbarer Energie (Foto-Voltaik) sowie der Energieüberwachung und sparsamen Energienutzung in der Schule verbunden mit dem Austausch der Meßdaten mit anderen Schulen wurde für das Förderjahr 1998/1999 leider nicht entsprochen. Wir werden dazu im nächsten Jahr einen neuen Anlauf unternehmen.