|
Typisch „Menschen“ - geklebt,
gemalt,
geschweißt und getöpfert
|
![]() |
|
Kunstschüler
in Ankum setzen sich in ungewöhnlichem Kunstprojekt auch mit sich selbst
auseinander. Eine besondere Begegnung von Kreativität und Handwerk erfuhren 10 Mädchen und 14 Jungen des 7. Jahrgangs der Haupt- und Realschule Ankum jetzt im Rahmen des Wahlpflichtkurses Kunst. Unter dem Oberthema „Menschen“ arbeiteten sie unter der Leitung von Kunstlehrerin Sonja Hallmann-Groth wochenlang an einem ebenso umfassenden und wie vielseitigen Projekt. Die relativ hohe Jungenquote in dem Kurs, aber auch das große Interesse der Mädchen an der dreidimensionalen Gestaltung waren mitverantwortlich für diesen ungewöhnlichen künstlerischen Schwerpunkt im Unterricht. Gelernt wurden dabei Fertigkeiten, die sonst im Schulalltag nicht unbedingt vorkommen. Menschliche Gewohnheiten wie Essen und Trinken wurden als gemaltes Mosaik dargestellt, die Kommunikationsforman „Miteinander – Gegeneinander“ durch Drahtfiguren mit Gips und allerlei anderen Materialien. Hierbei stand die Körpersprache im Zentrum der Betrachtung. Als Gruppenarbeit wurden verschiedene Wohnformen – „Traumhaus 2038“ - als Tonreliefs modelliert. Auch die Selbstdarstellung kam nicht zu kurz: „Dinge, die mir wichtig sind“ – so lautet der Titel einer Malerei und Collage auf Leinwand. Höhepunkt und Abschluss des Projektes waren vom 1. Bis 15. April der Entwurf und die Herstellung eines Figurenpaares mit der Bezeichnung „Der Antrag“, bei dem jede Schülerin und jeder Schüler einen Beitrag in Form von Metallbiegen und –schweißen leisten konnte. Die beiden Hausmeister der HRS Ankum hatten dafür extra in ihren „Schrottkisten“ gekramt und dabei so manchen „Schatz“ zu Tage gebracht. Unter der Anleitung von Matthias Kathmann, Fachlehrkraft für Metallverarbeitung an der BBS in Bersenbrück, der mit einigen Stunden an die Ankumer Schule abgeordnet ist und durch das Betriebspraktikum der 9. Hauptschulklassen für diese Betreuung freigestellt war, ließen sich die Mädchen ebenso wie die Jungen begeistern und realisierten ein Kunstwerk aus Abfallstücken. Geplant ist, das Figurenpaar im Herbst im Bereich des abgezäunten Schulgarten-Geländes aufzustellen. Schüler der Hauptschulklassen werden dafür zusammen mit einem Maurer Fundament und Sockel errichten. |
![]() |
|
Birgitta Strating |