Videobearbeitung mit Pinnacle Studio 8
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Einführung
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Studio besorgen Pinnacle Studio ist ein einfach zu bedienendes und relativ leistungsfähiges Programm; die aktuelle Version 9 (Januar 2004) ist für knapp €100,- erhältlich.
Studio starten Klicke auf das Studio-Symbol auf dem Desktop (falls vorhanden) oder wähle Start - Alle Programme - Studio 8 - Studio.
Studio-Bildschirm

Der Bildschirm ist grob in drei Bereiche gegliedert:

  • Oben links im Album werden alle Szenen (Clips) des ausgewählten Videos dargestellt, oder -je nach Ansicht- alles andere, was in das Filmprojekt eingefügt werden kann.
  • Oben rechts im Vorschaubereich wird der jeweils ausgewählte Filmclip groß dargestellt und abgespielt.
  • Unten im Filmbereich werden die arrangierten Clips gezeigt.

Neben diesem Bearbeiten-Bildschirm gibt es noch Extradarstellungen Aufnahme und Film erstellen (s.u.).

Filmansichten
  

Unten im Filmbereich kannst du drei verschiedene Ansichten wählen:

  • Die Storyboard-Ansicht, in der nur die Reihenfolge der Clips dargestellt wird;

     
  • die Timeline-Ansicht, in der Videoclips entsprechend ihrer Länge dargestellt werden. In dieser Ansicht werden auch die Tonspuren für die Nachvertonung und die Titelspur dargestellt.

     
  • die Listen-Ansicht, in der jeder Video-Clip und Audioclip tabellarisch dargestellt wird.
Vorgehensweise Videomaterial wird von der DV-Kamera importiert, die gewünschten Clips (Szenen) werden vom Clip-Bereich in den Film-Bereich geschoben, dort in der richtigen Reihenfolge angeordnet und eventuell zugeschnitten (gekürzt).
Dieser Film kann mit Übergängen und Effekten versehen und nachvertont werden. Zum Schluss wird der Film auf ein anderes Medium exportiert.

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Import - vom Camcorder zum PC
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Camcorder anschließen Camcorder und Computer werden über ein FireWire-Kabel miteinander verbunden, das camcorderseitig 4-polig und computerseitig 6-polig ist.
Der Camcorder wird eingeschaltet und in den Wiedergabe-Modus (VCR oder Play) gebracht. (Beispielbilder für Sony TRV-Serie)
Der Camcorder sollte über Netzgerät laufen, damit der Akku nicht mitten beim Import schlapp machen kann.
Aufnahme-Modus

Klicke oben auf 1 Aufnahme oder wähle im Menü Ansicht - Aufnahme; es erscheint der Aufnahmebildschirm. (Beim ersten Aufruf wird zunächst automatisch die mögliche Datenrate zur Festplatte getestet.)

Unten links ist ein Camcorder mit Bedienelementen abgebildet, über diese Bedienelemente kannst du den angeschlossenen Camcorder fernsteuern.

Discometer

Unten rechts siehst du den sogenannten Discometer, hier stellst du alle Optionen für die Aufnahme ein.

Oben rechts im Discometer wählst du nach Klick auf das Ordnersymbol einen Speicherort auf der Festplatte und einen Dateinamen aus. (Günstig ist eine eigene Festplatte oder Partition, die frisch defragmentiert ist und reichlich Platz hat.)
Im dunklen Bereich wird der freie Festplattenbereich und die mögliche Aufnahmedauer angezeigt.
Mit den drei Klickschaltern darunter wählst du die Aufnahmequalität, hier solltest du immer auf  volle DV-Qualität gehen.

Aufnahme-Optionen

Klicke nun unten rechts auf Einstellungen, um zu überprüfen, ob die Aufnahmeoptionen alle richtig gesetzt sind.

Bei Videoquelle sollten Bild und Ton auf DV Camcorder stehen, bei TV standard muss PAL stehen und die Vorschau sollte aktiviert sein.
Szenenerkennung erfolgt optimal automatisch nach Aufnahmezeit und Datum.

Rechts kannst du noch die Datenrate der ausgewählten Festplatte testen, die Schreibgeschwindigkeit muss bei mindestens 3500 KB/Sek. liegen, sonst ist eine Aufnahme nicht möglich.

importieren

 

 

Mit den runden Buttons auf dem Bild des CamCorders kann der Bandlauf der Kamera ferngesteuert werden, mit den beiden unteren Knöpfen sogar bildgenau. Ist die richtige Stelle gefunden,startet man das Überspielen mit einem Klick auf den Aufnahme-Button im Discometer.
Das Filmmaterial wird in Form eines einzigen Clips übertragen, im Buch oben links wird das erste Bild jeder erkannten Szene gezeigt.
Da der Import in Echtzeit erfolgt, kann der Film im oberen rechten Fenster gut mitverfolgt werden.

Import beenden

Über den roten Stop-Button im Discometer kannst du die Aufnahme beenden.

erzeugte Dateien

.avi
.scn
.stu

Auf der Festplatte findest du im vorher ausgewählten Ordner eine ziemlich große Datei mit der Endung .avi, sie enthält den gesamten Film. Daneben findest du eine Datei mit dem gleichen Namen und der Endung .scn, sie enthält die Informationen über alle erkannten Szenen des Videos.
Später, wenn du deinen Film bearbeitet hast, kommt noch die Projektdatei mit der Endung .stu dazu, sie enthält die Angabe aller verwendeter AVI-Dateien und deren Speicherort, sowie alle Bearbeitungsinformationen (Szenenanordnung, Übergänge, Effekte). Sie enthält aber nicht das Videomaterial, das ist weiterhin nur in der entsprechenden AVI-Datei.

Vorsicht, Datenverlust ! Um ein Projekt bearbeiten und exportieren zu können, müssen alle diese Dateien an ihrem ursprünglichen Speicherort vorhanden sein - du solltest also allen Dateien von Anfang an sinnvolle Namen geben und in einem speziellen Ordner speichern.
Die Projektdatei (.stu) kannst du auch später jederzeit umbenennen, bei den AVI-Dateien führt ein Umbenennen jedoch zu ungültigen Projekt-Dateien. Auch das Verschieben einzelner Dateien macht deine Projektdatei unbrauchbar.

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Film erstellen - Szenen sichten, arrangieren und trimmen
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Schnittmodus

Klicke oben auf 2 Bearbeiten oder wähle im Menü Ansicht - Bearbeiten um in den Bearbeitungs- bzw. Schnittmodus zu kommen.

neues Projekt Für ein neues Projekt wählst du zunächst den zu bearbeitenden Videofilm im Album (oben links) aus; es erscheinen alle Szenen (Clips) dieses Vdeos mit ihrem Startbild. Falls du gerade importiert hast, ist dieses Video hier bereits geladen.
Projekt öffnen Falls du nicht gerade frisch vom Camcorder importiert hast, sondern ein bereits begonnenes Projekt weiterführen willst, wählst du Datei - Projekt öffnen... .
Projekt sichern Gleich zu Beginn solltest du dein noch leeres Projekt auf Festplatte sichern. Klicke hierzu ganz oben im Menü auf Datei - Projekt speichern als und gib im sich öffnenden Fenster einen Projektnamen und einen Speicherort ein. Günstig für ein späteres Wiederfinden ist es, die Projektdatei im gleichen Ordner wie den übertragenen Film abzulegen.
Du solltest dein Projekt auch weiterhin von Zeit zu Zeit sichern, da Pinnacle Studio nicht 100% stabil arbeitet und manchmal unverhofft abstürzt. Du verlierst bei einem Absturz zwar nicht dein Video, aber alle Schnittinformationen.
Clip ansehen Ein Doppelklick auf ein Bild oben im Album führt zum Abspielen dieses Clips im Vorschaufenster.
Arrangieren im Filmbereich
 
Du kannst jetzt die Clips mit der Maus ins Storyboard bzw. in die Timeline ziehen (linke Maustaste gedrückt halten).
Du kannst einzelne Clips auch mehrfach einfügen und beliebig zwischen andere Clips ziehen. Jeder verwendete Clip ist im Album mit einem grünen Häkchen markiert.
Clips aus anderen Videos importieren Wähle im Album eine andere AVI-Datei (im Klappfenster oder über das Ordnersymbol). Die neuen Clips können problemlos unten in das Storyboard bzw. die Timeline eingefügt werden.
(Sollten die neuen Clips eine andere Auflösung oder Qualität haben. erscheint ein Hinweis, ein Einfügen ist trotzdem möglich).

Clip beschneiden (trimmen)

 

 

 

 


 

Oft enthalten Clips am Anfang und Ende Bildfolgen, die nicht mit in den fertigen Film sollen. Dieses Entfernen überflüssiger Bilder nennt man Trimmen.
Klicke unten im Filmbereich doppelt auf einen Clip; es öffnet sich die Film-Toolbox. Alternativ kannst du auf das kleine Kamerasymbol rechts oben im Filmfenster klicken.

Durch Verschieben der beiden Reiter kannst du einen IN- und einen OUT-Punkt für den Clip wählen; nur der noch grau dargestellte Zeitbereich ist im Film zu sehen, erstes und letztes Bild werden dargestellt. Der kleinere Schieber markiert die aktuelle Filmposition im Vorschaufenster. Durch Anklicken der eckigen Klammersymbole kann der IN- bzw. OUT-Punkt auch direkt auf diese Position gelegt werden. Danach können die beiden Punkte bildgenau korrigiert werden.
Zur Kontrolle kann der getrimmte Clip einfach oder endlos abgespielt werden.

Clip teilen
Um einen Clip an der aktuellen Abspielposition zu teilen (zerschneiden), klickst du auf das Rasierklingensymbol; du erhältst zwei Clips der ursprünglichen Länge, die unterschiedlich getrimmt sind.
Clip löschen
Einen im Filmbereich markierten Clip kannst du durch Drücken der Entf.-Taste oder durch Klicken auf das Papierkorbsymbol aus dem Film löschen.
verlustfrei schneiden Da du eine Schnittdatei und nicht direkt das Video bearbeitest, sind gelöschte Szenen immer noch im Video vorhanden und damit im Album dargestellt, nur im fertigen Film sind sie nicht enthalten.
Egal was du tust, die importierte Video-Datei wird durch keine Aktion verändert, es sei denn, du löscht sie direkt.  ;-)
Projekt speichern Über Datei - Projekt speichern wird das Projekt gesichert. Die Datei mit der Endung *.stu enthält Verweise auf die Original-Filmdateien und alle Schnittanweisungen. Der Originalfilm wird nicht mit gesichert sondern nur ein Verweis auf seinen Speicherort.
Es empfiehlt sich, Originalfilme und Schnittdatei im gleichen Verzeichnis zu speichern.
weitere Möglichkeiten Du hast jetzt zwar einen fertigen Film, aber die vielen Möglichkeiten von Pinnacle Studio noch lange nicht ausgereizt. Wie du Szenen überblenden, Titel einfügen, den Film nachvertonen und noch einiges mehr machen kannst, erfährst du weiter unten im Abschnitt Filmveredelung.

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Export - vom Computer zu Camcorder, CD und DVD
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Film erstellen

Klicke auf 3 Film erstellen oder wähle im Menü Ansicht - Film erstellen - es erscheint der Film-erstellen-Bildschirm.

Soll der Film mit maximaler Qualität gesichert werden, so sollte er zurück auf das DV-Band im Camcorder gespielt werden oder mit dem DV Video Encoder als AVI-Datei gespeichert werden. Ein Wiedereinspielen und Bearbeiten ist dann verlustfrei möglich.
Alle anderen Speicherarten führen zu mehr oder weniger starken Qualitätseinbußen.

Discometer

 

 

 

 

 

Auch hier findest du einen Discometer mit Angaben über den noch verfügbaren Speicherplatz auf dem aktuellen Laufwerk und die geschätzte Größe der fertigen Videodatei.
Links wählst du ein Ausgabeformat; unter Einstellungen kannst du dann jeweils noch einige spezifische Optionen auswählen.

Export auf Band

 

Klicke links oben im Discometer auf Band. Überprüfe dann durch Klicken auf Einstellungen (unten rechts im Discometer) ob als Wiedergabegerät für Bild und Ton jeweils DV-Camcorder steht und bei den Ausgabeoptionen Aufnahme automatisch starten und beenden angewählt ist. Durch einen Klick auf das Aktenordner-Symbol oben rechts im Discometer kannst du einen Ordner wählen, in dem der gerenderte Film zwischengespeichert werden soll.
Rendern

Wenn alles OK ist, klicke auf das grüne Feld Datei erstellen. Der Rechner ist nun einige Zeit mit dem Berechnen der Bilder (dem Rendern) beschäftigt, der Fortschritt kann im Monitorfenster beobachtet werden.

Wenn alles fertig ist, erscheint im Discometer die Statusmeldung, dass das Projekt zur Ausgabe bereit ist.

 

Speichern

Verbinde Computer und Camcorder wie weiter oben bei Importieren beschrieben, stelle den Camcorder in den Wiedergabe-Modus (meist VCR oder PLAY). Drücke dann im Vorschaufenster auf den Wiedergabe-Button, um den fertigen Film zum Camcorder zu übertragen.

Export als AVI

 

Eine Speicherung als AVI-Datei auf Festplatte ist die zweite Möglichkeit, den Film verlustfrei zur späteren Verwendung in anderen Projekten zu archivieren.

Wähle hierfür unter Einstellungen für die Kompression den Codec DV Video Encoder; du kannst dann weiter nichts einstellen, erhältst aber höchste Qualität bei hohem Speicherbedarf (3,75 MB/s ; 225 MB/min). Bei den anderen Encodern kannst du Veränderungen an Bildgröße und Qualität vornehmen und damit auch den Speicherbedarf variieren.

Nachdem du die Einstellungen gewählt hast, klickst du auf das grüne Feld AVI erstellen, bestimmst einen Dateinamen und einen Speicherort und klickst dann auf OK.

Export als MPEG

 

Beim Speichern im MPEG-Format kannst du zwischen verschiedenen voreingestellten Qualitätsstufen wählen oder auch eigene Werte einsetzen. Die Dateigröße liegt zwischen 1% und 30% der DV-Datei.

Klicke im Discometer links auf MPEG und dann auf Einstellungen. Klicke danach auf das grüne Feld MPEG erstellen, bestimme im erscheinenden Dateidialog einen Dateinamen und einen Speicherort und klicke dann auf OK.

Export auf CD, DVD

 

Für das Brennen aus Disk kannst du zwischen den Formaten Video-CD (VCD), Super-VCD und DVD wählen. Für jedes dieser Formate kannst du einige weitere Optionen einstellen, im Normalfall solltest du aber alles auf automatisch belassen. Die Dateigröße liegt zwischen 4% und etwa 25% der originalen DV-Datei.

Klicke im Discometer links auf Disk und dann auf Einstellungen. Klicke danach auf das grüne Feld Disk erstellen, bestimme im erscheinenden Dateidialog einen Dateinamen und einen Speicherort und klicke dann auf OK.


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Film-Veredelung
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Vorbemerkung

Alle folgenden Punkte findest du im Programmteil 2 Bearbeiten (Ansicht - Bearbeiten)
Achte bei allen Effekten darauf, dass weniger oft mehr ist; ein schlechter Film wird durch viele Effekte nicht besser, ein guter Film eher schlechter.

Timeline - Ansicht

 

Die meisten der folgenden Aktionen führst du sinnvollerweise in der Timeline-Ansicht des Filmbereichs aus, klicke dazu auf den mittleren Ansichtsbutton oder wähle im Menü Ansicht - Timeline.

Der Maßstab der Timeline kannst du ändern, indem du die linke Maustaste innerhalb der gelben Zeitleiste drückst und dann waagerecht verschiebst. Du kannst auch einen Rechtsklick auf die gelbe Leiste ausführen - es erscheint ein Auswahlfenster, in dem du die im Fenster dargestellte Filmlänge einstellen kannst.

Blenden und Übergänge einfügen

 

Wähle oben links im Album die Seite Titel anzeigen (oder im Menü Album - Titel). Du erhältst eine Auswahl von Übergängen. Du kannst jeden dieser Übergänge anklicken und mit gedrückter linker Maustaste direkt an die Stelle ziehen, wo du ihn haben willst. Die Länge der Übergänge ist im Menüpunkt Setup - Bearbeiten... voreingestellt, kann aber jederzeit geändert werden.

 

Übergang bearbeiten

Wähle den zu bearbeitenden Übergang durch Klicken in der Timeline aus, er wird dann hellblau dargestellt. Führst du nun den Mauszeiger an den seitlichen Rand der Blende, erscheint ein blauer Pfeil. Hältst du die linke Maustaste gedrückt, kannst du die Lände des Übergangs durch Verschieben ändern.
Auf die gleiche Weise kannst du übrigens auch die Länge jedes Videoclips trimmen.

Soll die Übergangslänge bildgenau eingestellt werden, kannst du dies in der Toolbox erledigen, klicke einfach doppelt auf den ausgewählten Übergang oder wähle im Menü Toolbox - Clipeigenschaften ändern.

Titel und Beschriftungen einfügen

 


Wähle oben links im Album die Seite Übergänge anzeigen oder wähle im Menü Album - Übergänge. Du erhältst eine Auswahl von Übergängen. Du kannst jeden dieser Titel anklicken und mit gedrückter linker Maustaste direkt an die Stelle ziehen, wo du ihn haben willst. Hierdurch bekommst du jedoch nur Vollbildtitel (Schrift mit schwarzem Hintergrund), wesentlich mehr Möglichkeiten hast du, wenn du folgendermaßen vorgehst:

Markiere in der Timeline den Clip, vor dem bzw. auf dem der Text erscheinen soll. Klicke in der linken oberen Ecke der Timeline auf das Camera-Symbol und in der sich nach oben öffnenden Toolbox auf das Titelsymbol (oder im Menü Toolbox - Titel einfügen). Du kannst nun zwischen Overlay-Titel (Text mit laufendem Filmclip im Hintergrund) oder Vollbild-Titel ( Text auf wählbarem festen Hintergrund) wählen. Ein Vollbild-Titel wird direkt vor dem markierten Clip in die Videospur eingefügt, Overlay-Titel erscheinen unter dem Clip in der Titelspur.
Tippe im sich öffnenden Bearbeitungsfenster deinen Text ein und klicke dann unten rechts auf OK.

Titel bearbeiten

 

Ein Doppelklick auf den Titelclip in der Timeline öffnet wieder das Bearbeitungsfenster. Hier kannst du den Titel vielfältig verändern:

  • Schriftart, Schriftgröße (Buttons oben rechts)
  • Lauftext ( Buttons oben links)
  • Text verschieben, verzerren, verdrehen (Buttons unten)
  • Schriftfarbe, Stil (rechts: Button Stilarten)
  • Hintergrundbild (rechts: Button Hintergrund)
  • Bilder einfügen (rechts: Button Bilder)

Diese und noch einige andere Optionen erreichst du auch über den Menüpunkt Titel. Probiere ruhig alles aus, du wirst aber bald merken, dass ein guter Film für sich spricht und auf die meisten der hier angebotenen Mätzchen verzichten kann.

Standbild erzeugen

 

Klicke links oben im Timeline-Fenster auf das Kamera-Symbol und dann in der sich nach oben öffnenden Toolbox auf das Symbol für Videobild (oder wähle im Menü Toolbox - Einzelbild aufnehmen) .
Markiere in der Timeline das Bild, das du als Standbild haben willst, indem du den Schieber auf der Zeitskala entsprechend verschiebst. Klicke auf den runden Aufnahme-Button, um das Bild in den Zwischenspeicher zu kopieren.
Wähle auf der Timeline die Stelle, wo du das Bild einfügen möchtest und klicke dann auf In Film einfügen. Die Standdauer des Bildes kannst du in der Timeline jederzeit wie bei jedem anderen Clip verändern. Du kannst das Bild auch auf Festplatte speichern, um es später oder in einem anderen Projekt als Foto einzufügen.

Fotos einfügen

Du kannst ein beliebiges Foto als Standbild in den Film einfügen, indem du im Album den Bereich Fotos auswählst( Menü: Album - Fotos). Du kannst jetzt jedes Bild mit der Maus an eine beliebige Stelle deines Films ziehen, die Anzeigedauer des Bildes (Cliplänge) kannst du anschließend anpassen (Ziehen mit der Maus oder in der Toolbox). Um eventuelle Probleme zu vermeiden sollte das Foto möglichst bereits die Filmmaße haben (720 x 576 Pixel).

Insert-Schnitt

 

Einen Insert-Schnitt machst du, wenn du in einen längeren Clip einen anderen einfügen möchtest, ohne dabei den Ton des längeren Clips zu verändern.
Klicke zunächst links auf das Symbol für den Filmton, um die Tonspur zu sperren. Füge nun in den ausgewählten Clip mit der Rasierklinge zwei Schnitte ein, markiere den mittleren auszuschneidenden Teil und lösche ihn (Entf.-Taste oder Klick auf Papierkorb). Da die Tonspur gesperrt ist, wird die entstehende Lücke nicht automatisch geschlossen. Füge nun den kurzen Clip durch Ziehen mit der Maus in diese Lücke ein, falls er zu lang ist, wird er automatisch getrimmt. Achte darauf, dass zwischen den Clips keine Lücke bleibt. Du kannst in die Lücke auch mehrere Clips und Übergänge einfügen.

Zeitlupe, Zeitraffer

 


Markiere in der Timeline die Szene, deren Geschwindigkeit geändert werden soll. Wähle dann in der Toolbox (Kamera-Symbol) den untersten Button (oder wähle direkt im Menü Toolbox - variable Wiedergabegeschwindigkeit) .
Mit dem linken Schieber kannst du jetzt zwischen10-facher Zeitlupe und 5-fachem Zeitraffer wählen.
Der rechte Schieber erzeugt einen Stroboskopeffekt, d.h. bei der Einstellung 3 wird nur jedes dritte Filmbild mit der dreifachen Dauer gezeigt, die Cliplänge bleibt unverändert. Der Regelbereich liegt zwischen 0 und 50.

weitere Effekte

 


Einige weitere Effekte findest du noch in der Toolbox im Bereich Farbe justieren (Toolbox - Farbe anpassen).
Interessant könnten hier die Farbtyp-Einstellungen Schwarzweiss und Sepia (oben im Fenster) sein. Die Schieberegler der linken Seite solltest du nur äußerst zurückhaltend einsetzen, die Regler der rechten Seite sind eher überflüssig.

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Nachvertonung
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Vorbemerkung

 

Mit der Nachvertonung solltest du möglichst erst beginnen, wenn das Filmprojekt ansonsten völlig abgeschlossen ist. Eine Änderung der Cliplänge oder das Einfügen eines Effektes können leicht zu Verschiebungen zwischen Bild und Ton führen.
Die Vertonung kann nur in der Timeline-Ansicht erfolgen, fast alle Vertonungsoptionen findest du in der Ton-Toolbox (Button links oben im Timeline-Fenster).

Vertonung

 

 

 

In der Timeline-Ansicht findest du fünf Spuren, von denen drei für Audio reserviert sind:

  1. Hauptvideospur - hier liegen alle Videoclips
  2. Hauptaudiospur - hier liegt der Originalton der Clips
  3. Titel- und Menüspur - hier befinden sich die Overlay-Titel
  4. Effekt- und Kommentarspur 
  5. Hintergrundmusikspur 

Jeder Tonclip kann auf und zwischen den Audiospuren frei verschoben werden, eine Überlagerung innerhalb einer Spur ist aber nicht möglich.

Toneffekte

Du kannst eine beliebige WAV-Datei als Soundeffekt in den Film einfügen, indem du im Clipbuch den Bereich Soundeffekte auswählst (Menü: Album - Soundeffekte). Du kannst jetzt den Sound mit der Maus an eine beliebige Stelle deines Films in eine der beiden unteren Spuren ziehen, die Spieldauer kannst du anschließend anpassen (Ziehen mit der Maus oder in der Toolbox).
Pinnacle Studio bringt eine Reihe von Soundeffekten mit, du kannst hier aber auch jede beliebige andere WAV-Datei auf deiner Festplatte auswählen.

Musik von CD

Du kannst Musik von CD in dein Projekt importieren, indem du in der Audio-Toolbox den Bereich CD anklickst oder im Menü Toolbox - CD-Musik hinzufügen wählst. Du musst der eingelegten CD einen Namen geben, einen Titel auswählen, evtl. den Ausschnitt festlegen und dann auf Zum Film hinzufügen klicken. Die Musik wird von dem ausgewählten Clip beginnend in die unterste Audiospur eingefügt, jedoch erst beim Abspielen des Films wirklich importiert.
Da Pinnacle Studio bei jeder kleinen Änderung des Films den Sound neu von der CD einlesen will, ist es nervensparender, die gewünschten Stücke von CD als WAV-Dateien auf der Festplatte abzulegen und dann als Toneffekt (s.o.) in das Projekt einzufügen.

Da du an der Musik auf CDs normalerweise kein Copyright besitzt, darfst du Filme mit dieser Musik nicht öffentlich aufführen, als Alternative bietet sich die GEMA-freie Smartsound-Musik an (s.u.).

Smartsound

SmartSound ist eine synthetische GEMA-freie Hintergrundmusik.
Markiere die Szenenfolge, die mit der Musik hinterlegt werden soll (Klick, Shift-Klick), wähle in der Ton-Toolbox dann Stil, Lied und Version aus (Vorschau) und klicke dann auf Zum Film hinzufügen.

Kommentare

Manchmal wirst du zu einem Film nachträglich einen Kommentar sprechen wollen. Diesen Kommentar kannst du über ein Mikrofon direkt am Computer aufnehmen oder in die laufende Camera sprechen und nach dem Import den Ton vom Bild trennen.

Mikrofon: Damit die Aufnahme funktionieren kann, muss die Soundkarte richtig konfiguriert und der Mikrofoneingang aktiviert sein. Wie das geht, kannst du nachlesen unter Windows-Sound konfigurieren.
Öffne in der Ton-Toolbox das Mikrofonfenster (Toolbox - Filmkommentar aufnehmen) ...

...

Camcorder: Sprich deine Kommentare in das Mikrofon vom Camcorder und importiere den 'Film' in den PC. Öffne den Film oben links im Clipbereich und ziehe die Kommentarszene hinter das Ende deines Projektes. Sperre die Hauptaudiospur und lösche den Clip in der Videospur. Nachdem du die Hauptaudiospur wieder entriegelt hast, kannst du den Tonclip beliebig weiter bearbeiten.

Lautstärke-Mix

Wenn du mehrere Spuren parallel mit Ton belegt hast, musst du die Lautstärke der einzelnen Spuren festlegen. Dies geschieht entweder im Mixer der Ton-Toolbox (Toolbox - Lautstärke ändern) oder in der Tonspur selbst durch Verschieben der blauen Lautstärkelinie.

Im Mixer gibt es für jede Tonspur zwei Regler und zwei Schalter:

  • der Drehregler ändert die Lautstärke der Tonspur über die gesamte Filmlänge
  • der Schieberegler ändert die Lautstärke von der Positionsmarke an bis zum Clipende, bzw. zum nächsten Lautstärke-Markierungspunkt. Die Schieberegler können auch bei laufender Filmvorschau in Echtzeit betätigt werden.
  • Die beiden Schalter unter dem Schieberegler erzeugen eine Ein- bzw. Ausblende von festgelegter Dauer (Festzulegen in Setup - Bearbeiten).

Um die Audiospur direkt zu ändern, markiere zunächst einen Tonclip durch Anklicken.

Position: Ist die Maus jetzt innerhalb des Clips, verwandelt sich der Mauszeiger in eine Hand - der Clip kann nach Drücken der linken Maustaste verschoben werden, auch in eine andere Audiospur.

Lautstärke: Berührt der Mauszeiger die blaue Linie, verwandelt er sich in ein Lautsprechersymbol; nach Drücken der linken Maustaste entsteht ein neuer Ziehpunkt, der jetzt in alle Richtungen verschoben werden kann.

Korrektur: Berührt der Mauszeiger direkt einen Ziehpunkt, so verwandelt er sich in ein hellblaues Lautsprechersymbol; nach Drücken der linken Maustaste kann der Ziehpunkt verschoben werden. Klickst du hier die rechte Maustaste, kannst du den gewählten Ziehpunkt (Lautstärkeänderungen entfernen) oder sogar alle Ziehpunkte des Clips löschen (Lautstärke Einstellung löschen) .


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  letzte Aktualisierung:  29.09.2004 17:56


zusammengestellt von Peter Lepke ;    lepke@nils.nibis..de