Videobearbeitung mit iMovie (Mac OS-X)
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Einführung
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iMovie besorgen

iMovie ist ein sehr einfach zu bedienendes und dennoch sehr leistungsfähiges Programm, das beim Kauf eines neuen Mac direkt mitgeliefert wird. Sollte die aktuelle Version nicht auf deinem Rechner installiert sein, bekommst du sie am einfachsten über die interne Software-Aktualisierung (Apfel - Systemeinstellungen - Software-Aktualisierungen).

iMovie starten

Klicke im Dock auf das Symbol für iMovie oder klicke auf das OSX-Laufwerksymbol und wähle dann Programme - iMovie.

iMovie-Bildschirm

Der Bildschirm ist grob in drei Bereiche gegliedert:

  • Oben links im Vorschaubereich wird der jeweils ausgewählte Filmclip groß dargestellt und bearbeitet.
  • Oben rechts im Clip-Bereich werden alle importierten Clips dargestellt.
  • Unten im Filmbereich wird die Reihenfolge der arrangierten Clips gezeigt.
  • Zwischen den oberen und dem unteren Fenster befinden sich einige Steuerlemente.
Filmansichten

Unten im Filmbereich kannst du zwei verschiedene Ansichten wählen:

Die Clip-Ansicht, in der nur die Reihenfolge der Clips dargestellt wird;

die Timeline-Ansicht, in der Videoclips entsprechend ihrer Länge dargestellt werden.

In dieser Ansicht werden auch die beiden Tonspuren für die Nachvertonung dargestellt.Die obere wird von iMovie für einige Spezialeffekte (Audio extrahieren, Insert-Schnitt) benötigt, die untere ist völlig frei verfügbar.

Vorgehensweise

Videomaterial wird von der DV-Kamera importiert, die einzelnen Clips (Szenen) werden eventuell zugeschnitten und dann in eine Reihenfolge gebracht.
Dieser Film kann mit Übergängen und Effekten versehen und nachvertont werden. Zum Schluss wird der Film auf ein anderes Medium exportiert.


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Import - vom Camcorder zum Computer
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Camcorder anschließen

Camcorder und Computer werden über ein FireWire-Kabel miteinander verbunden, das camcorderseitig 4-polig und computerseitig 6-polig ist.
Der Camcorder wird eingeschaltet und in den Wiedergabe-Modus (VCR oder Play) gebracht. (Beispielbilder für Sony TRV-Serie)
Der Camcorder sollte über Netzgerät laufen, damit der Akku nicht mitten beim Import schlapp machen kann.

iMovie vorbereiten

Modus-Schalter auf Kamera-Modus stellen - der Vorschaubildschirm (links oben) färbt sich blau und zeigt den Kamerastatus an, gleichzeitig erscheinen bei gelungener Verbindung einige neue Steuerelemente unter diesem Fenster.

Bevor es losgeht, solltest du aber noch einen neuen Projektordner anlegen (Ablage - Neues Projekt) und mit einem passenden Namen versehen.

importieren

Mit den runden Buttons kann der Bandlauf der Kamera ferngesteuert werden. Ist die richtige Stelle gefunden,startet man das Überspielen mit einem Klick auf den Importieren-Button.
Das Filmmaterial wird in Form einzelner Clips übertragen, die im rechten oberen Fenster aufgereiht werden.
Da der Import in Echtzeit erfolgt, kann der Film im linken Fenster gut mitverfolgt werden.

Import beenden

Durch einen Klick auf die Start/Stop-Taste beendest du den Import. Wenn du auf der Kamera längere Szenen hast, die du auf dem Computer nicht brauchst, kannst du durch mehrfachen Start und Abbruch des Imports diese Teile gezielt weglassen.

Schalte nun die Kamera aus, trenne die Verbindung und verstaue Kamera, Netzteil und Kabel wieder sicher.


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Film erstellen - sichten, trimmen, arrangieren
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Schnittmodus

Damit du mit iMovie deinen Film bearbeiten kannst, musst du es zunächst in den Schnittmodus umschalten. Der Schalter ist links im mittleren Bereich.

Clip benennen

Nach dem Importieren liegen die Clips fortlaufend numeriert im Clip-Bereich. Nach einem Klick auf den Clipnamen kann ein neuer Name vergeben werden, was manchmal ganz sinnvoll sein kann.
Die Zahlen oberhalb des Clips zeigen die Clipdauer in Min:Sek:Bilder (1 Sekunde entspricht 24 Bildern).

weitere Clips importieren

Sind bereits Clips von anderen Projekten auf der Festplatte gespeichert, können sie mit Ablage - Importieren zum Clipbereich hinzugefügt werden.
Das funktioniert mit allen Formaten, die Quicktime lesen kann, Fremdformate werden in das DV-Format umgewandelt. Alle Clips werden direkt in das neue Projekt hineinkopiert, so dass sich der Speicherplatzbedarf verdoppelt!

Clip ansehen

Wird ein Clip mit der Maus angeklickt, erscheint er im Vorschaufenster.Mit den Steuerelementen unterhalb dieses Fensters kann der Clip betrachtet werden. Der ganz rechte Button führt zur Vollfenster-Ansicht.
Zusätzlich kann der Filmablauf über den Zeitschieber unter dem Vorschaufenster reguliert werden und über die Pfeiltasten der Tastatur bildweise vor- und rückgespult werden.

Clip teilen

Wenn du einen Clip zerschneiden willst, stelle zunächst die bildgenaue Schnittposition mit dem Zeitschieber unterhalb des Vorschaufensters ein und wähle dann Bearbeiten - Videoclip an Abspielposition teilen ( oder Apfeltaste-T ). Du hast nun zwei Teilclips, die du an verschiedenen Stellen weiter verwenden kannst.

Clip beschneiden (trimmen)

Wenn du nur den Mittelteil eines Clips verwenden willst, gibt es eine schnellere Möglichkeit, als das zweimalige Teilen: Ziehe den Mauszeiger direkt unter dem Zeitschieber über den Bereich, den du behalten möchtest - hierdurch wird dieser Bereich gelb markiert und die beiden Schnittmarken unterhalb des Zeitschiebers werden entsprechend positioniert.

Du kannst nun die beiden Schnittmarken bildgenau verschieben. Wenn alles passt, wähle Bearbeiten - Schneiden ( oder Apfeltaste-K ).

verlustfrei schneiden

Alles Material, das du aus den Clips schneidest, landet im Papierkorb von iMovie und ist für die weitere Arbeit nicht mehr vorhanden. Bist du nicht sicher, ob du herausgeschnittenes Material noch an anderer Stelle benötigst, musst du den Clip vor dem Beschneiden kopieren.
Einen versehentlichen Schnitt kannst du mit Bearbeiten - WiderrufenApfeltaste-Z ) oder auch noch später mit Erweitert - Clip wiederherstellen rückgängig machen.

Clip kopieren

Markiere den Clip durch Anklicken und wähle dann Bearbeiten KopierenApfeltaste-C ) um den Clip in die interne Zwischenablage zu kopieren und wähle gleich anschließend Bearbeiten - EinsetzenApfeltaste-V ) um die Kopie in den Clipbereich einzufügen.

Clip löschen

Markiere den Clip durch anklicken und wähle dann Bearbeiten - AusschneidenApfeltaste-X ) oder Bearbeiten - Löschen.

Clip-Papierkorb

iMovie hat einen eigenen Papierkorb unabhängig vom System-Papierkorb. Ganz unten rechts wird angezeigt, wieviel Material im Papierkorb schlummert und wieviel Festplattenplatz noch frei ist. Behalte diese Anzeigen im Auge und leere diesen Papierkorb mit Ablage - Papierkorb leeren falls der Speicher knapp und das Arbeiten immer langsamer wird.

Arrangieren im Filmbereich

Nachdem nun alle Clips getrimmt sind, kannst du sie in der gewünschten Reihenfolge mit der Maus in den Filmbereich verschieben. Auch ein Umsortieren und Nachschneiden ist hier immer noch jederzeit möglich.
Wenn du nun auf alle weiteren Effekte und eine Nachvertonung verzichten willst, ist der Film bereits fertig und kann exportiert werden.

weitere Möglichkeiten

Du kannst deinen Film noch mit Übergängen, Effekten, Standbildern,Texten und Ton aufwerten - wie das geht, kannst du weiter unten nachlesen.


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Export - vom Computer zu Camcorder, CD oder DVD
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zurück zum Camcorder

Verbinde Computer und Camcorder wie weiter oben bei Importieren beschrieben, stelle den Camcorder wieder auf Wiedergabe. Wähle dann Ablage - Exportieren und dort im PopUp-Menü Zur Kamera.
Lasse die Einstellungen, so wie sie sind und klicke dann auf Exportieren. Nach einigen Sekunden erscheint ein Fortschrittsbalken, der anzeigt, wie lange der Export noch dauern wird; der Film kann sowohl im Vorschaufenster in iMovie als auch auf dem Camcorder-Display verfolgt werden.

als Quicktime-Film

Wähle dann Ablage - Exportieren und dort im PopUp-Menü Als QuickTime Film.
Hier hast du die Auswahl zwischen verschiedenenen Qualitätsstufen. In Frage kommen:

  • E-Mail
    • Bildgröße: 240 x 180 Pixel
    • 12 Bilder pro Sekunde
    • 30 KB/s (1,8 MB/min) Datenrate
  • CD-ROM
    • Bildgröße: 320 x 240 Pixel
    • 15 Bilder pro Sekunde
    • 90 KB/s (5,4 MB/min) Datenrate
  • DV-Film
    • Bildgröße: 720 x 576 Pixel (PAL)
    • 25 Bilder pro Sekunde
    • 3,5 MB/s (210 MB/min) Datenrate

Klicke nach deiner Wahl auf Exportieren; nach einigen Sekunden erscheint ein Fortschrittsbalken, der anzeigt, wie lange der Export noch dauern wird.

für iDVD vorbereiten

Wenn du den Film mit iDVD auf DVD brennen willst, kannst du in deinem Film zunächst noch einige Kapitelmarken setzen, die dann auf der DVD direkt angesprungen werden.
Wechsle hierzu unter dem rechten Fenster von der Clip-Ansicht zur iDVD-Ansicht. Markiere dann einen Clip unten in der Filmleiste, klicke anschließend auf Kapitel hinzufügen und gib dem Kapitel noch einen aussagekräftigen Namen. Du kannst beliebig viele Kapitel hinzufügen.
Wenn du fertig bist, klickst du auf Für iDVD exportieren. Eventuell erscheint dann eine Meldung, dass einige Szenen vor dem Export noch gerendert werden sollten - bestätige die Abfrage mit Rendern und fortfahren.

Du kannst aber auch direkt Ablage - Exportieren und dort im PopUp-Menü Für iDVD wählen.

In beiden Fällen geschieht zunächst nicht viel, die eigentliche Arbeit fällt erst im Programm iDVD an, das übrigens nur mit dem eingebauten SuperDrive funktioniert.


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Film - 'Veredelung'
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Zeitlupe, Zeitraffer

Markiere durch Anklicken einen Clip in der Zeitleistenansicht und ändere mit dem Schieberegler unterhalb die Abspielgeschwindigkeit.

rückwärts

Markiere einen Clip (Filmleiste oder Clipbereich) und wähle dann Erweitert - Cliprichtung umkehren.

Standbild erzeugen

Markiere einen Bildclip, wähle links im Vorschaufenster mit dem Schieber ein Bild aus und wähle dann Bearbeiten - Standbild erzeugen. Im Clipfenster erscheint ein Standbild-Clip von 5 Sekunden Länge.

Fotos einfügen

Du kannst Fotos in deinen Film einfügen, iMovie erzeugt am Ende des Films im Filmbereich einen Standbild-Clip. Die Dauer kann in den Optionen (Hase-Igel) gewählt werden, außerdem ist eine Zoomfahrt durch das Bild möglich (Ken Burns Effekt) - wähle hierzu für Anfang und für Ende einen Zoomfaktor und einen Bildausschnitt.

Wähle ein Bild durch Anklicken aus, stelle die gewünschten Optionen ein und klicke dann auf Anwenden, hiernach ist der Computer -wie bei allen Effekten- einige Zeit beschäftigt.

Diese eingefügten Bilder können wie jeder andere Film-Clip weiter bearbeitet werden.

Nachvertonung
   

Als Tonquellen kommen alle Songs der iTune-Bibliothek, eine eingelegte CD, die iMovie Toneffekte und eine direkte Aufnahme über das (eingebaute) Mikrofon in Frage.

Wähle eine Tonquelle im Audio-Bereich und eine Einfügestelle im Film-Bereich und drücke dann An Abspielposition einfügen, bzw. starte mit dem roten Knopf die Mikrofonaufnahme.

Du kannst auch den Ton eines anderen Videoclips verwenden, indem du ihn zunächst in die Filmansicht ziehst und dann Erweitert - Audio extrahieren wählst. Der Ton erscheint in der mittleren Tonspur, Nach Wahl von Erweitert - Verbindung mit Videoclip lösen kann der Videoclip wieder gelöscht werden, der Ton bleibt zurück und kann verschoben und bearbeitet werden.

Rechts neben der Timeline befinden sich 3 Felder, mit denen du die verschiedenen Tonspuren aktivieren bzw. stummschalten kannst; das obere Feld regelt den Originalton des Filmclips.

Um die Lautstärke der Spuren anzupassen, aktivierst du ganz unten in der Timeline-Ansicht die Option Lautstärke bearbeiten. Nun kannst du mit dem Schieberegler die Lautstärke der ausgewählten Clips im Betreich 0 - 150% regeln.

Du kannst auch direkt auf die nun dargestellte Lautstärkelinie klicken - es erscheinen eine gelber Kugel und eine kleine quadratische Markierung. Durch senkrechtes Verschieben der Kugel wählst du die neue Lautstärke, durch waagerechtes Verschieben des Quadrates die Dauer des Übergangs.

Titel und Beschriftungen
 


Wähle einen Effekt aus und gib deinen Text ein. Stelle die gewünschten Optionen ein, die du alle in der Vorschau begutachten kannst. Ziehe dann den Effekt in der Filmleiste vor den Clip, auf dem der Text erscheinen soll.

Die Option Schwarzer Hintergrund überdeckt den Filmclip für die gewählte Effektdauer.

Ein Aktivieren der Option QT-Ränder verhindert abgeschnittene Titel auf einem Fernsehschirm.

Blenden und Übergänge
 


 

Wähle einen Effekt aus und stelle die gewünschten Optionen ein, die du alle in der Vorschau begutachten kannst. Ziehe dann den Effekt in der Filmleiste zwischen die Clips, die einen Übergang bekommen sollen.

Der Übergang wird nun gerendert, was dann einige Zeit dauert, der Fortschritt ist am roten Balken unter dem Übergangssymbol zu erkennen.

spezielle Effekte
 

Markiere einen Film-Clip. Wähle dann einen Effekt aus und stelle die gewünschten Optionen ein, die du alle in der Vorschau begutachten kannst.

Durch Klicken auf Anwenden wird der Effekt für den Clip berechnet, was dann einige Zeit dauert, der Fortschritt ist am roten Balken unter dem Clip zu erkennen.

Insert-Schnitt

Beim Insert-Schnitt wird in einem Clip ein Teil des Bildmaterials überschrieben, während der Originalton erhalten bleibt.
Kopiere den einzufügenden Clip in die Zwischenablage ( Apfeltaste-C ), markiere auf der Filmzeitleiste die genaue Einfügeposition und wähle dann Erweitert - An der Abspielposition überschreiben.

(Praktisch wird hierbei der ursprüngliche Clip in drei Teile geschnitten. Aus dem mittleren Teil wird der Ton in die obere Tonspur extrahiert, dann wird er durch den einzufügenden Teil ersetzt, in dem der Originalton auf Lautstärke 0 gesetzt wird.)


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  letzte Aktualisierung:  14.05.2004 10:13


zusammengestellt von Peter Lepke ;    lepke@nils.nibis.de