In
einem mehrmonatigen Projekt haben fast 4000 Schülerinnen und Schüler der beiden
berufsbildenden Schulen GBS und KBS die Bedingungen des bundesweiten Projekts
„Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ erfüllt. In einer kleinen
Feierstunde wurde den Schulen jetzt vom Koordinator für Jugend und politische
Bildung des niedersächsischen Kultusministeriums, Knuth Erbe, offiziell der
Titel verliehen.
„Sie gehören nun einem deutschlandweiten Netzwerk gegen Rassismus und Ausgrenzung mit über 500 Schulen und über fast 300000 Schülern an. Bleiben Sie weiter am Thema und starten Sie immer wieder neue Projekte“, sagte Erbe. Verbunden mit der Auszeichnung war die Übergabe einer Urkunde und ein Schild, damit die Schulen auch zukünftig Schülern und Besuchern stolz diese Auszeichnung präsentieren können.
Die Schüler hatten den Handballweltmeister Holger Glandorf gebeten, für diese Aktion die Patenschaft zu übernehmen. Dieser Aufgabe kam der Spieler der HSG Nordhorn – übrigens als Speditions- und Logistikkaufmann ein ehemaliger Berufsschüler der KBS – sehr gern nach.
In der Feierstunde freuten sich über 200 Schüler der GBS und KBS – Mitglieder der Schülervertretung und die Klassensprecher – über den erfolgreichen Abschluss des von den Schülern initiierten und durchgeführten Projekts. Über 80 Prozent aller Mitglieder der Schulgemeinschaft hatten eine Erklärung unterzeichnet, sich im Schulalltag aktiv gegen Rassismus und Diskriminierungen einzusetzen. Verbunden damit waren mehrere Projekte zu den Themen Fremdenfeindlichkeit, Radikalismus und Zivilcourage. Die beiden Schulleiter Dieter Stefan und Bernhard Ruelmann sprachen den Schülern den Dank für einen engagierten und vorbildlichen Einsatz für dieses nun bereits europaweit durchgeführte Projekt aus.
Von Lehrerseite wurde das Projekt von den SV-Beratungslehrern unterstützt. Die Schulpastorin der GBS, Silke Kuck, freute sich über die Auszeichnung: „Das Schild ,Schule ohne Rassismus’ ist ein Wegweiser, kein Ortsschild. Zukünftig muss uns allen die persönliche Herausforderung bewusst sein, angesichts von Diskriminierungen und Vorurteilen für breite gesellschaftliche Veränderungen zu arbeiten.“
Für die Schüler machte die Wirtschaftsassistentin für Fremdsprachen, Deborah Rusche-Marmouq, eine der Hauptakteurinnen der SV, deutlich: „Uns war schnell klar, dass dieses Projekt einen wichtigen Beitrag zu einer toleranten und gewaltfreien Welt leisten kann, in der das Leben und Lernen Spaß machen und Vielfalt und ein friedliches Miteinander möglich sind.“