Projekttage "Unsere Umwelt"
Montag, 4.Juli 2005:
Dem Müll auf der Spur
Nach einem gemeinsamen Frühstück schwärmten alle Klassen aus, um in verschiedenen Sammelgebieten dem Müll zu Leibe zu rücken.
Abmarschbereit: Mit Bollerwagen zum Transportieren der vollen Müllsäcke und Eimern zum Sammeln des Mülls ging es los.
Die Erstklässler machten sich auf den Weg zum Wittenwald und zum Bürgerpark. Die mitgebrachten Eimer füllten sich schnell und wurden in die großen, blauen Müllsäcke ausgeleert.
Nach zwei Stunden waren einige Säcke gefüllt - die Kinder fanden sogar einen Autokindersitz im Unterholz - und der Rückweg zur Schule wurde angetreten.
Hier wartete schon der Förderverein auf die hungrigen Kinder. Er spendierte Würstchen vom Grill, die sich alle nach getaner Arbeit im Schatten der Bäume gut schmecken ließen.


 
 
Am Dienstag und Mittwoch, den 5. und 6. Juli, waren alle Klassen in und außerhalb der Schule aktiv. 
"Hallo Bach" hieß es für die ersten und zweiten Schuljahre an einem Vormittag.
Sie fuhren zur "Nackten Mühle", einem Lernstandort in Osnabrück. Hier gibt es verschiedene Angebote für die einzelnen Altersgruppen. Unsere Schülerinnen und Schüler machten sich mit dem Leben im Bach vertraut.
Der Vormittag begann mit einem Aufwärmspiel und einem anschließenden Picknick, bei dem jeder sein mitgebrachtes Frühstück verzehrte. Danach wurden die Kinder in Gruppen eingeteilt. 
Bekleidet mit Gummistiefeln gingen diese
"Forscherteams" unter der Leitung eines Mitarbeiters ans Entdecken und Untersuchen.
Mit Küchensieben, die als Käscher benutzt wurden, fingen die Kinder viele verschiedene Bachbewohner ein. Vorsichtig wurden diese in mit Bachwasser gefüllte Schalen gesetzt, um sie später genauer zu betrachten. Dafür bekamen immer zwei Kinder ein Lupenglas mit einem Bachbewohner. In einem Tierprotokoll wurde das Aussehen der Lebewesen in Wort und Bild festgehalten, so dass die Kinder abschließend das Tier anhand von Zeichnungen und Tabellen bestimmen und seinen Namen notieren konnten: Da gab es Wasserskorpione, Flohkrebse, Wasserasseln, Schlammschnecken, Rollegel, Schlammröhrenwürmer und kleine Fische. Allen hat diese Art von "Lernen" außerhalb der Schule viel Spaß gemacht! 


 
Auf den Spuren von Christo
Warum packt man Geschenke eigentlich ein? Dies war die Ausgangsfrage der 3b, mit der sie sich beschäftigten, bevor sie auf den Spuren des Verpackungskünstler - Ehepaares Christo und Jeanne-Claude wandelten. Geschenke einpacken - warum? Darauf hatten die Kinder eine Menge Antworten: Damit man jemanden überraschen kann, weil es schön aussieht, weil das Auspacken Spaß macht, damit man nicht sofort sieht, was im Geschenk ist, um Aufmerksamkeit zu erregen . . .
Und was hat das mit den Künstlern Christo und Jeanne-Claude zu tun? Sie dachten sich vor Jahren eine neue Form von Kunst aus, denn sie verpacken ganze Häuser, berühmte Gebäude, Brücken und Landschaften. Einmal haben sie sogar eine Insel mit rosafarbener Folie umwickelt. In Deutschland haben die beiden vor zehn Jahren den Reichstag in Berlin verhüllt. Sie tun dies, weil es ihnen Freude macht. Die schönen Stoffe lassen die Häuser mal ganz anders aussehen. Viele Menschen schauen sich auf der ganzen Welt ihre verhüllten Gebäude an und sprechen miteinander darüber. Alle Materialien, die Christo und seine Frau verwenden, bezahlen sie selbst. Außerdem sind ihre Materialien immer umweltfreundlich, denn sie werden nach jeder Aktion recycelt.
Und was hat das alles mit unseren Projekttagen zu tun? Wir haben uns überlegt, wie wir die alten Zeitungen, die wir für das Papierschöpfen benötigen, verwenden können, ehe sie zerrissen werden. Was lag näher, als einmal die Natur in unserer Umgebung zu verpacken. Auf unserem Schulhof fanden sich viele zu verpackende Objekte: Büsche, Baumstämme, Findlinge. . . 
Nach der großen Pause packten wir alles wieder aus, um keine Spuren oder bleibenden Schäden in der Natur zu hinterlassen. Doch für so manchen Gesprächsstoff in der großen Pause hatten unsere Kunstobjekte gesorgt.

Mit dem Fahrrad zum WABE-Zentrum - Klaus-Bahlsen-Haus
Das WABE-Zentrum wurde 2004 als neuartiges Informationszentrum rund um die Erzeugung und Verarbeitung von ökologischen Lebensmitteln eröffnet. Standort ist das Waldhof-Gelände des landwirtschaftlichen Bioland-Versuchsbetriebs der Fachhochschule Osnabrück. Hier bieten landwirtschaftliche Betriebe der Region ihre Erzeugnisse an. Knackiges Obst und Gemüse, leckere Milcherzeugnisse und Käse sind Teil der Produkte. WABE steht für Waldhof - Aktion - Bildung - Erleben und symbolisiert außerdem die wabenähnliche Form der drei  Gebäudeteile.
Die Viertklässler machten sich an einem der drei Projekttage auf den Weg dorthin. Nach dem Frühstück mit heißem Kakao und Tee in frischer Luft und bei strahlendem Sonnenschein begann der Rundgang. Die Kinder erfuhren, was zur ökologischen Landwirtschaft gehört und konnten Nahrungsmittel unmittelbar erleben.
Welche Getreidesorten gibt es? Wie sehen sie  aus? Hier konnten die Schülerinnen und Schüler alles Wissenswerte darüber lernen und die Körner den entsprechenden Pflanzen zuordnen.
Schafe ohne dichten Schafspelz - hier bekamen die Kinder sie zu sehen.  Langhaarige, braune Wollschweine können keinen Sonnenbrand bekommen und ließen sich gerne streicheln.
Auch im Kartoffelacker durfte "gebuddelt" werden. Die Kinder staunten über die roten, blauen und violetten Kartoffeln, die zum Vorschein kamen.
Zu Hause konnten sie gleich ausprobieren, wie die verschiedenen Sorten schmeckten, denn jeder bekam zum Abschluss eine Tüte mit den "Erdäpfeln" überreicht.


 
 
Aus ALT wird NEU
Im Rahmen des Umweltprojektes verarbeitete die 4a ausgediente Dosen, Schachteln, Flaschen, Kronkorken und Ähnliches zu neuen OBJEKTEN. Dabei entstanden z.B. ROBOTER in verschiedenen Größen und Formen, eine PUPPENSTUBE, ein 3-D-BILD und eine SEILBAHN.
Puppenstube
Seilbahn
Roboter
Die fertigen Arbeiten wurden in der Schule ausgestellt und nicht wenige Kinder staunten, was aus Abfall gebastelt werden kann.
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