Ein Glasbläser zu Gast in der Katharinaschule
Herr Sommer aus Süddeutschland hatte viel Zerbrechliches mitgebracht: bunte Tierfiguren, kleine Vasen, bemalte Glaskugeln. 
Und nicht nur das: Er führte den Kindern am Mittwochmorgen sein Handwerk, die Kunst des Glasblasens, vor.

Die Kinder staunten zunächst ungläubig, als sie erfuhren, dass die Glasmasse aus Sand hergestellt wird.
Nachdem diese harte Masse durch die Hitze des Feuers weich und formbar wurde,
entstand unter den geschickten Händen des Glasbläsers aus einer einfachen Röhre nach kurzer Zeit eine kunstvolle gläserne Spitze für den Weihnachtsbaum.
Ein weiteres Beispiel seiner Kunst war ein stolzer Schwan, nach der Fertigstellung gefüllt mit gefärbtem Wasser.
Als Herr Sommer abschließend die Kinder fragte: "Wer von euch will denn nun Glasbläser werden?", rissen die Jungen und Mädchen die Arme begeistert in die Höhe, so hatte sie diese Kunst beeindruckt. Fazit: Der Nachwuchs in diesem Beruf ist gesichert!  :-)) 


 
Aus Glas

Manchmal denke ich mir irgendwas.
Und zum Spaß denke ich mir jetzt,
ich bin aus Glas.

Alle Leute, die da auf der Straße gehen,
bleiben stehen,
um einander durch mich anzusehen.

Und die vielen andern Kinder schrein:
"Ei wie fein!
Ich, ich, ich will auch durchsichtig sein."

Doch ein Lümmel stößt mich in den Rücken.
Ich fall' hin . . .
Klirr, da liege ich in tausend Stücken.

Ach, ich bleibe lieber, wie ich bin.

Josef Guggenmos

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