Im Dom zu Osnabrück


 
Am 19. Januar 2005 fuhren die Jungen und Mädchen der 1 b und ihre Lehrerinnen mit dem Bus nach Osnabrück, um den großen Dom mit seiner schönen Krippe zu besichtigen.
Wo wohnt der Bischof? Wo arbeiten seine Angestellten? Diese Fragen beantwortete Frau Krämer bei der Ankunft auf dem Domplatz.
Herr Kray, der Domküster, begrüßte uns und begann mit seiner Führung durch das Gotteshaus.
Die Kinder waren beeindruckt, als sie erfuhren, dass diese große Kirche schon über 1000 Jahre alt ist. Ihr Gründer war der Kaiser Karl der Große, der an dieser Stelle zunächst eine Holzkirche errichten ließ.
Heute war es im Inneren der Kirche mollig warm, in früheren Zeiten gab es keine Fensterscheiben und keine Heizung, so dass es im Winter hier eisig kalt war. Deshalb gefror früher das Wasser im Taufbecken. Stand eine Taufe an - der Täufling wurde dabei dreimal ganz unter Wasser getaucht - musste durch ein Feuer unter dem Becken das Wasser zunächst geschmolzen und erwärmt werden.
Ein Loch im Steinfußboden einer Kirche! Wozu? Diese Frage wollten die kleinen Entdecker natürlich beantwortet haben. Der Küster erklärte:" Geweihtes Wasser wird nach dem Gebrauch nicht in einen Abfluss geschüttet, sondern in dieses Loch gegossen, so dass es im Boden versickern kann."
 
Nun ging es die breite, steile Treppe im kleinen Domturm empor. Das war früher der Aufgang für die Adeligen zur Empore, auf der sie ihre Plätze während Gottesdienstes hatten.
Heute ist hier die Orgel, und die Kinder sahen nun aus der Nähe die große Domrosette.
 
 
"Ein Jahr lang brauchte früher ein Handwerker, um so eine Verzierung aus dem Stein herauszuarbeiten", erklärte Herr Kray den aufmerksamen Erstklässlern.
Diese Säulen in der Sakristei sind auch über 1000 Jahre alt.
Am Schluss unseres Rundgangs versammelten wir uns an der schönen Krippe und betrachteten die großen, bunten  Holzfiguren.

Bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten, zündeten einige Kinder stellvertretend für die ganze Klasse Kerzen an. 
Gemeinsam sangen wir an der Krippe das Lied: 
Halte zu mir, guter Gott, heut' und jeden Tag!
Halt' die Hände über mich, was auch kommen mag!
 
 
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