| Anlage ausgebrannt - was nun?
Mehr Anlagen im Binnenland... Planung gegen Wildwuchs Anlagen im Landkreis Friesland Offshore vor Borkum geplant Fischerei gegen Offshorepark Windpark Jever |
Sander Park nach Problemen wieder am Netz
AEOLUS II privatisiert Rotorblatt macht sich selbständig Verwaltungsgericht legt Windpark still 2,5 MW Nordex im Testfeld des DEWI aufgestellt Energieeinspeisegesetz (EEG) Anlagen in Schleswig-Holstein 1990-2000 Bau weiterer Anlagen (E112) |
Was geschieht mit ausgebrannten oder umgekippten Windrädern? Problematik beschäftigt die Juristen / Bezirksregierung lehnt erst Reparatur ab / Jetzt Genehmigung -m- Ost-Friesland. Solange der Wind bläst und die Maschine in Ordnung ist, funktioniert die Umwandlung von Wind in Strom. Was passiert allerdings, wenn eine Windkraftanlage abgebrannt oder umgekippt ist? Die Diskussion ist voll im Gange. Mit der Problematik beschäftigen sich Bauexperten und Juristen. Es geht um die Frage, ob der Turm ein Gebäude und der Generator eine Maschine ist. Jüngste Beispiele aus Hohewarf bei Moorsum (Landkreis Friesland), wo im September 1999 eine Windmühle in Flammen aufging, und der Fall der kürzlich umgekippten Wittmunder Windmühle sind Fallbeispiele, die in den kommenden Monaten gelöst werden müssen. ![]()
Zuerst hatte der Landkreis Friesland in Absprache mit der Bezirksregierung Weser-Ems die Baugenehmigung und auch die Reparatur, so wie es der Betreiber der Anlage vorsah, verweigert. Nach einem Widerspruch des Besitzers kommt die Bezirksregierung Weser-Ems nun zu einem neuen Ergebnis. Nach dem Paragrafen 69 des Niedersächsischen Baugesetzbuches sei es möglich, die Windmühle zu reparieren. „Ein entsprechender Bescheid wird in den nächsten Tagen herausgehen", berichtete Rainer Graalfs als Pressesprecher des Landkreises Friesland auf Anfrage unserer Zeitung. Die. Schwierigkeiten für die Bauexperten auf den Bauämtern sind indes noch nicht beseitigt. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass nach wie vor jeder Einzelfall geprüft werden muss. So wird es auch in Wittmund sein, wo eine Windkraftanlage umgekippt ist. Hier könnte sich beispielsweise anbieten, dass diese Windräder zusammengefasst werden, um aus drei kleinen Anlagen eine große zu machen. Das wäre sinnvoll, meinte auch Dr. Peter Ahmels als Vorsitzender des Bundesverbandes Windenergie. Sein Verband beschäftigt sich intensiv mit der Problematik und wird auf der Hannover-Messe am kommenden Freitag mit Juristen die Problematik erörtern. Die Experten wollen klären, ob der Turm eben ein Gebäude und die Turbine eine Maschine ist. Denn die gesetzlichen Grundlagen seien in diesem Punkt noch offen. Ahmels begrüßte im Gespräch mit unserer Zeitung die Sichtweise der Bezirksregierung. Nach wie vor fehlten bundesweite Maßstäbe für die Reparatur oder den Umbau bei Windrädern. Auch der Verpächter des Grundstücks freute sich, dass es weiterhin einen „sinnvollen Beitrag zur natürlichen Stromgewinnung" in Moorsum gebe. Im Extremfall hätte beispielsweise die Windkraftanlage in Moorsum abgebaut werden müssen. Die Kosten gehen in den fünfstelligen Bereich. Dr. Peter Ahmels empfahl allen Grundstücksverpächtern für Windräder, eine Bankbürgschaft" für den Rückbau der Anlage eintragen zu lassen. So lasse sich im Laufe der Betriebszeit die Summe für den Abbau aufbringen. Bekanntlich sind Windkraftanlage an der Nordseeküste durchaus gut im Boden verankert. Das Betonfundament kann mehr als 50 Kubikmeter umfassen. Allein der Abbau des Betonturmes kostet mehrere 10.000 Mark.
Foto: Mehrtens
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Zinsen bringen Wind-Branche frische Brise 1700 neue Anlagen - Mehr im Binnenland dpa Münster. Deutschlands Windbranche ist auf Wachstumskurs. Der Inlandsmarkt habe sich 1999 im Vergleich zum Vorjahr mit 3,9 Milliarden DM fast verdoppelt, teilte das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) an der Universität Münster mit. Das Auslandsgeschäft stagnierte bei 200 Millionen DM. „Vor allem das sehr attraktive Zinsniveau und die damit verbundenen niedrigen Finanzierungskosten haben entscheidend zu der positiven wirtschaftlichen Entwicklung im Inland beigetragen", sagte IWR-Leiter Norbert Allnoch. Insgesamt seien 1999 in Deutschland knapp 1700 Anlagen mit einer Leistung von 1600 Megawatt errichtet worden. Ende 1999 belief sich die Gesamtzahl aller Windenergieanlagen in Deutschland auf knapp 7900 (1998: 6200), die installierte Leistung erreichte 4400 (1998: 2860) MW. Erstmals lag nach Informationen des Bundesverbands Windenergie (BWE) der Ausbauschwerpunkt in Deutschland nicht wie bisher in den Küstenregionen. Der mit 62 Megawatt Leistung größte Windenergiepark Deutschlands wurde auf einer Braunkohlehalde in Brandenburg errichtet. Zwei Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland können laut BWE aus Windkraft gedeckt werden. Zusammen mit den angeschlossenen Wirtschaftszweigen liegt die Gesamtzahl der von der Windkraft abhängigen Arbeitsplätze bei 20 000. Die Bundesregierung will den Anteil regenerativer Energieträger an der Strom- und Wärmeerzeugung bis 2010 verdoppeln. Bis 2050, so das ferne Ziel, sollen es 50 Prozent sein. Für Windkraftanlagen - aber gegen Wildwuchs
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Offshore - Windpark kontra Fischerei Verband will gigantisches Turbinenfeld auf See verhindern / Rettung unmöglich. -lia- Borkum/Friesland. 208 Windkraftanlagen auf offener See vor der ostfriesischen Insel Borkum: Das gigantische Turbinenfeld, mit dessen Bau nach jetzigen Planungen in drei Jahren begonnen werden soll, ruft schon jetzt erste Gegner auf den Plan. ,,Von einem Windpark dieser Dimension geht ein großes Gefahrenpotential aus", sagte gestern Manuela Gubernator (Wangerland), Sprecherin der Niedersächsischen Muschelfischer GbR. Und der Geschäftsführer des Deutschen Fischereiverbandes, Lothar Fischer, fand noch deutlichere Worte: „Wir werden alles versuchen, den Offshore Park in dieser Größe - ein vergleichbares Projekt gibt es in ganz Europa nicht - zu verhindern. Solche Fanggebietsverluste können wir nicht hinnehmen, zumal südlich angrenzend an das Offshore - Areal von Naturschutzverbänden ein fischereifreies Meeresschutzgebiet geplant ist." Es könne von der Fischerei nicht hingenommen werden, dass das gesamte Gebiet - immerhin 8140 Quadratkilometer - für die Fischerei und die gesamte Schifffahrt gesperrt wird. „Und sollte doch einmal ein Schiff in dieses Areal hineingeraten, dann hat es keine Chance mehr, da wieder herauszukommen", meinte Fischer, nach dessen Meinung eine Rettung oder Bergung in diesem Areal von vornherein ausgeschlossen ist. So sei in dem Gebiet keine Luftrettung möglich. Bei dem ersten Anhörungstermin diese Woche in Hamburg habe das zuständige Flottenkommando der Marine deutlich gemacht, dass es mit einem Hubschrauber in eine solche Offshore - Anlage nicht hineinfliegen könne. Und, das gab auch Manuela Gubernator zu bedenken, eine Rettung auf dem Seewege würde bedeuten, dass eine Anfahrt von Borkum beziehungsweise Norderney anderthalb bis zwei Stunden dauern würde - bei guten Wetterverhältnissen. Für die Fischer alles gute Gründe, dem Offshore - Park den Kampf anzusagen. |
Windpark vor Borkum geplant -dpa- Borkum/Hamburg Die Pläne für den ersten großen Windpark auf See in der Deutschen Bucht nehmen Gestalt an. Im Bundesamt - Seeschifffahrt und Hydrografie in Hamburg kamen gestern die Firma·Prokon Nord Energiesysteme (Leer) Umweltschützer und· Behördenvertreter zu einer bundesweit ersten Antragskonferenz für einen Offshore - Windpark zusammen. Geplant ist, rund 40 Kilometer nördlich von Borkum zunächst zwölf Windenergieanlagen der Vier- bis Fünf - Megawattklasse zu errichten. Baubeginn soll im Frühjahr 2003 sein. Nach intensiver Auswertung der Pilotphase aus Sicht von Naturschutz und Technik sei dann der Ausbau auf 208 Anlagen geplant. Das entspricht einer 1000-Megawatt Leistung.
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Sander Windpark: Alle Flügel dran In diesen Tagen gehen alle zwölf Anlagen ans Netz -m- Dykhausen. Der Blickfang von der Autobahn und vom Ems-Jade-Kanal ist wieder komplett; Nach einigen technischen Problemen ist der Sander Windpark jetzt dabei, wieder vollständig ans Netz zu gehen . |
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Oldenburger Verwaltungsgericht legt Windpark auf Norderney still Auswirkungen auf andere Windparks sind noch nicht abzusehen / Prüfung bei der Bezirksregierung -hom- Oldenburg Wangerland. Die Folgen der einstweiligen Anordnung der Oldenburger Verwaltungsrichter für die Betreiber und Hersteller von Windkraftanlagen ist noch nicht abzusehen. Wie gestern bekannt wurde, hat das Verwaltungsgericht in einer mündlichen Verhandlung einen Windpark auf Norderney aus Sicherheitsgründen stillgelegt. Hintergrund der Verhandlung war ein Unfall im Mai. Bei einem Sturm hatte sich der Rotorkopf einer der vier Anlagen aus seiner Verankerung losgerissen. Ein Metallteil durchschlug die Wand eines Hauses, das in rund 100 Meter Entfernung zu den Anlagen stand. Menschen wurden damals zum Glück nicht verletzt. Doch die Frage nach der Sicherheit von Windkraftanlagen stellte sich erneut Die Oldenburger Verwaltungsrichter gingen nun auf Nummer sicher und verfügten, dass der Betrieb der Anlagen zunächst eingestellt werden muss. Die Konsequenzen dieser Anordnung für andere Windparks in Ost-Friesland sind noch nicht abzusehen. „Zunächst wird die Entscheidung keinen Einfluss auf die Planungen von Windparkanlagen haben“, sagte die Sprecherin der Bezirksregierung Weser-Ems, Herma Heyken, im Gespräch mit dem Jeverschen Wochenblatt. Für die Sicherheit sei die Bezirksregierung direkt nicht zuständig, sondern die Betreiber und Hersteller der Anlagen. Dennoch würden natürlich auch Sicherheitsbelange bei der Bezirksregierung mit überprüft. Doch jetzt müsse abgewartet werden, bis ein endgültiges Urteil vom Verwaltungsgericht gefällt werde. Dann werde sich zeigen, ob bei Planungen von Windparks über Mindestabstände oder andere Faktoren neu nachgedacht werden muss, sagte Sprecherin. |
Die Aufnahme machte Herrn Heikens
Weit über 100000 DM Schaden richtete der erste Herbststurm diesen Jahres (Orkan mit Windstärke 12) in Utgast an, wo ein Rotorblatt abbrach und völlig zerfetzt am Boden lag. Am gleichen Tag mussten in Schleswig Holstein in einem Dorf Anwohner ihre Häuser verlassen, weil die Rotorbremse einer alten Windkraftanlage versagte und die Steuerung der Rotorblätter außer Kontrolle geriet. |
Prototyp soll 2,5 Megawatt Strom erzeugen. Bewegung kommt in das Testfeld des Windenergie-Instituts GmbH in Utters nahe Sengwarden. Nachdem man mit dem Aufbau des 85 Meter hohen Windgenerators vom “N-80“ der Firma Nordex bereits im vergangenen November beginnen wollte, haben Spezialisten mit Hilfe eines 100 Meter hohen Spezialkranes den 85 Meter hohen Turm der Anlage aufgebaut und jetzt auch die drei Rotoren montiert. Diese haben einen Durchmesser von 80 Metern, erläuterte der stellvertretende Institutsleiter, Henry Seifert. Nach Fertigstellung der Anlage werden von diesem Prototyp 2 Megawatt Strom erzeugt. Weiter führte Seifert aus, dass dringend neue Testfeldstandorte im Wilhelmshavener oder Ostfriesischen Raum gesucht werden. Foto: Dietmar Bökhaus |
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28.12.2000 Windkraft stürmt Norden dpa Kiel. Die neunziger Jahre waren in Schleswig-Holstein das „Jahrzehnt der Windkraft“: Der Anteil des Windstroms am gesamten Stromverbrauch des Landes stieg von 0,1 Prozent im Jahr 1990 auf 13,6 Prozent 1999. Das teilte die Landesregierung am Mittwoch in Kiel mit. 1990 hatten 237 Windmühlen insgesamt 13,3 Millionen Kilowattstunden erzeugt. Neun Jahre später kamen 1866 Windkraftanlagen bereits auf fast 1,8 Milliarden Kilowattstunden. |
Neues Gesetz beflügelt die Windenergie 2000 gingen 1496 Turbinen neu ans Netz dpa Berlin/Osnabrück. Beflügelt durch das Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien ist die Windkraft in Deutschland im vergangenen Jahr stark ausgebaut worden. Bundesweit gingen nach Angaben des Bundesverbandes WindEnergie (BWE) 1496 Turbinen mit einer Gesamtleistung von 1668 Megawatt neu ans Stromnetz. Für 2001 sei mit einer ähnlichen Leistungszunahme zu rechnen, berichtete BWE-Präsident Peter Ahmels am Montag in Berlin. Mit einer Gesamtkapazität von 6113 Megawatt ist Deutschland weiter Weltmeister in der Produktion von Windkraft - mit großem Abstand vor den USA mit rund 2500 Megawatt. Die Branche bringt es nach Angaben des Verbandes mit Sitz in Osnabrück mittlerweile auf einen Umsatz von annähernd vier Milliarden DM. Deutschlandweit sind rund 30 000 Menschen in der Windkraft-Branche beschäftigt. Mit den jetzt installierten Anlagen könnten in einem normalen Windjahr rund 11,5 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt werden, rund zweieinhalb Prozent des heimischen Strombedarfs, erläuterte Ahmels. Marktführer auf dem Markt für Windenergie bleibt nach BWE-Angaben Enercon. Allein 27,4 Prozent der neu installierten Leistung stammten von dem Unternehmen aus Aurich in Ostfriesland. Die meiste Windkraft-Leistung ist in Niedersachsen zu finden — fast 1750 Megawatt. Auf Platz zwei liegt Schleswig-Holstein. Ende 2000 drehten insgesamt 9375 Windkraft-Anlagen ihre Rotoren im Wind. Dabei gehe der Trend hin zu größeren Anlagen, sagte Ahmels. Die ersten Offshore-Anlagen, also Windparks, die vor der Küste im Meer gebaut werden, sollen 2004 oder 2005 realisiert werden. Derzeit seien zehn Parks für die Nord- und vier für die Ostsee geplant. Nach dem seit April 2000 geltenden „Erneuerbare Energien Gesetz“ (EEG) müssen die Energieversorger und somit die Verbraucher mehr für Ökostrom zahlen. Für Windkraft sind dies zwischen 12,1 und 17,8 Pfennig. |
Stadt Jever -Bekanntmachung- Bauleitplanung der Stadt Jever; hier: Bebauungsplan Nr.68 „Windenergie und Modellflugplatz“ 1. Aufstellungsbeschluss gemäß § 2 Abs. 4 des Baugesetzbuches (BauGB) 2. frühzeitige Bürgerbeteiligung gemäß § 3 Abs. 1 BauGB Zu 1. Der Rat der Stadt Jever hat in seiner Sitzung am 18. Mai/14. Dezember 2000 die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 68 „Windenergie und Modellftugplatz“ beschlossen (Aufstellungsbeschluss). Zu 2. Im Zuge des Aufstellungsverfahrens führt die Stadt Jever jetzt die frühzeitige Bürgerbeteiligung gemäß § 3 Abs. 1 BauGB durch. Ziel und Zweck der Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 68 ist die Festsetzung von Sondergebieten „Windenergie und Modellflugplatz“ im nordöstlichen Bereich Jevers. Erste Planentwürfe nebst Begründung liegen vor. Die Planungen werden im Bauamt der Stadt Jever, Am Kirchplatz 11, 2. Obergeschoss, Zimmern 41 und 43, bekannt gegeben; es besteht Gelegenheit zur Äußerung |
und Erörterung, und zwar während der Dienstzeiten in
der Zeit vom 26. Februar bis 16. März 2001 (einschließlich).Der
Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 68 ist in nachfolgend abgedrucktem
Planausschnitt besonders gekennzeichnet
:
26441 Jever, den 24. Februar 2001 |
Die Fundamente sind fertig! |
Anschlusskabel liegen im Verankerungssegment. |
Am 8. April 2002 warten alle auf die Turmteile und das Maschinenhaus der Vestas V80, das nur bei Windstille aufgebaut werden kann, weil der 70m hohe Turm sonst beim Aufstellen zu stark schwingt. Das Montieren des riesigen Rotors mit 80m Durchmesser könnte scheitern. |
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