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Am 4. April 2008
haben wir uns um 20:20 Uhr zum Nachtwächterumzug vor der ev. ref. Kirche in
Uelsen getroffen. Bis die Nachtwächter da waren, haben wir uns ausgetobt und
gespielt. Als alle Kinder angekommen waren, sind wir über die Straße gegangen.
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Anschließend haben
wir aufgeregt vor dem alten Rathaus auf die Nachtwächter gewartet. Wir waren
gespannt, wie die Nachtwächter aussehen und was sie uns erzählen würden.
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Nachdem die
Nachtwächter aus dem Gebäude gekommen sind, haben sie die Gesetze von 1804
vorgelesen. Für die Bewohner von Uelsen waren früher folgende Zeiten wichtig:
Nr. 1: Das Horn
bläst um 21:00, 0:00 und 3:00 Uhr
Nr. 2: Die Ratel
wird um 22:00 Uhr und um 4:00 Uhr gespielt.
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Die drei
Nachtwächter sorgten früher mit diesen Instrumenten für Ruhe und Ordnung. Sie
hatten immer das Blashorn und die Ratel dabei, damit sie die Leute warnen
konnten. Außerdem gab es noch die Öllampe, die die Nachtwächter nachts in der
Dunkelheit brauchten.
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Die Nachtwächter
haben uns den Goldenen Becher gezeigt und folgende Geschichte dazu erzählt: „Der
Goldene Becher wurde im Jahre 1840 in Gölenkamp auf dem Spöllberg ausgegraben.
Er war aus purem Gold. Bauer Pamann hatte ihn gefunden. Der Bauer dachte, der
Becher sei aus Kupfer. Für 1 Taler verkaufte er ihn einem Mann. Der Mann
schnitt eine Ecke heraus und ließ ihn untersuchen. Es stellte sich heraus, dass
der Becher aus purem Gold war. Als der Bauer das mitbekam, wurde er zornig. Er
ging zum Fürsten und erzählte ihm die Geschichte. Der Fürst kaufte den Becher
für 227 Taler ab. Seitdem steht der echte Becher in Steinfurt im Museum. Wir
haben leider nur die Kopie angefasst. Die Uelser würden den Goldenen Becher
gerne noch einmal in Uelsen haben.
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Die Nachtwächter
gab es früher, weil sie auf die Menschen aufpassten. Sie mussten sie vor
Bränden warnen und aufwecken. Die Feuerwehr übernimmt diese Aufgabe heute und
die Nachtwächter müssen nicht mehr durch die Straßen gehen. Als es keine
Nachtwächter mehr gab, war es für die Uelser komisch, weil sie ohne diese
vertrauten (aber ganz schön lauten) Geräusche nicht ruhig schlafen konnten. Das
fanden wir ganz schön merkwürdig, weil wir bei diesem Lärm (von dem Horn) nicht
schlafen könnten.
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Wir sind um die
reformierte Kirche gelaufen und haben einen eingravierten Wetterhahn im
Kirchengestein gesehen. Leider konnte man den Hahn nicht so gut erkennen, weil
es so dunkel war. Zum Glück hatte Myrthe eine Taschenlampe dabei. So konnten
wir den Wetterhahn besser sehen.
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Als wir ein Stück
durch Uelsen gelaufen sind, haben wir uns vor ein Garagentor gesetzt und
gespannt zugehört, wie einer der drei Nachtwächter uns eine sehr alte Sage
erzählt hat:
„Die Leute damals
dachten, dass nur mit der Goldenen Wiege ihr Leben einen Sinn hätte. In diesem
Jahr waren sehr viele Räuber unterwegs. Deshalb machte sich der Pastor sehr
große Sorgen um die Wiege. Er vergrub sie in Uelsen. Kurze Zeit später starb er
an der Pest. Bis heute weiß niemand, wo sie vergraben ist."
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Als wir ein Stück
durch Uelsen gelaufen sind, haben wir uns vor ein Garagentor gesetzt und
gespannt zugehört, wie einer der drei Nachtwächter uns eine sehr alte Sage
erzählt hat:
„Die Leute damals
dachten, dass nur mit der Goldenen Wiege ihr Leben einen Sinn hätte. In diesem
Jahr waren sehr viele Räuber unterwegs. Deshalb machte sich der Pastor sehr
große Sorgen um die Wiege. Er vergrub sie in Uelsen. Kurze Zeit später starb er
an der Pest. Bis heute weiß niemand, wo sie vergraben ist."
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