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Schulprogramm der

Grundschule Bündheim

                                                                                   Stand: 01. Mai 2009
Steuerungsgruppe: R. Fischer, A. Hoffmann, T. Lichter, A. Netwall, H. Simanzig,
K-H. Bennat

 

Inhaltsverzeichnis                                                                                    

1.      Einführung                                                                    

2.      Leitsätze und Leitbild                                     

3.      Konkretisierung                                           

3.1              Informations,- Konferenz- und Kooperationssystem          

3.2             Einsatz von neuen Medien                                               

3.2.1        Medienkonzept                                                              

                Informationstechnologie für die Schülerinnen

                und Schüler                                                                   

3.2.1.2      Informationstechnologien für die Lehrkräfte                  

3.3             Schuleingangsphase                                                            

3.3.1              Ermittlung des sprachlichen Förderbedarfs                        

3.3.2             Kooperation mit vorschulischen Einrichtungen                     

3.3.3             Die Arbeit des Schulkindergartens                                    

3.4             Schullandheimaufenthalte, Projektwochen und Schulfeste    

3.4.1             Schullandheimaufenthalte                                                  

3.4.2            Projektwochen und Schulfeste                                           

3.5             Verlässliche Grundschule                                                

3.5.1             Organisatorischer Rahmen                                                

3.5.2            Zeitlicher Rahmen                                                             

3.5.3            Vertretungskonzept                                                         

3.6             Erziehung, Beratung und Förderung                                  

3.6.1             Erziehungsziele                                                                 

3.6.2            Elternarbeit                                                                     

3.6.2.1     Elternvertreter                                                             

3.6.2.2    Allgemeine Elternarbeit                                                

3.6.2.3    Förderverein                                                                   

3.6.3            Schulordnung                                                                    

3.6.4            Förderkonzepte und Förderpläne                                        

3.7             Kooperation mit den weiterführenden Schulen und

               außerschulischen Einrichtungen                                        

3.8             Fortbildungskonzept                                                         

4.      Schulspezifische Angebote                                   

4.1.             Sonderpädagogische Grundversorgung                                

4.2.            Familienfreundliche, individuelle Betreuung im Hort                

4.3.            Betreuung in der Verlässlichen Grundschule                        

4.4.            Außerschulische, musische Angebote                                  

4.5.            Angebote zur Entwicklung der Lesekompetenz                   

4.6.            Bewegte Grundschule                                                        

4.7.            Faustlos- für eine gewaltfreie Schule                                

4.8.            Schulversuch: Abbau frühkindlicher Reflexe                      

 

5.            Planungen zur Evaluation und zukünftige

    Arbeitsschwerpunkte                                     

5.1.             Jährliche Evaluation durch SEIS                                       

5.2.               Zukünftige Arbeitsschwerpunkte                                                 

 

1. Einführung

Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft, deshalb soll die Schule folgendes vermitteln:

moralische, kulturelle und religiöse Werte
soziale Kompetenz
umfassende Kenntnisse, mit denen Gegenwart und Zukunft beurteilt werden können
die Fähigkeit zum weiterführenden Lernen

  Bei der Erfüllung dieser Aufgaben sind Schulträger, Eltern, Lehrer und Kinder gleichermaßen gefordert.

  2. Leitsätze und Leitbild

-          Die Grundschule Bündheim ist für Kinder und Lehrer ein Haus, in dem sie sich wohlfühlen sollen.

-          Eltern, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler gestalten die tägliche Bildungs- und Erziehungsarbeit partnerschaftlich und in gemeinsamer Verantwortung.

-          Die wichtigste Aufgabe unserer Schule ist ein gut durchdachter, didaktisch- methodisch zielorientierter Unterricht.

Das Leitbild unserer Grundschule beinhaltet folgende Aussagen:

   Schule als Lebensraum

Wir wollen ein positives Lernklima schaffen.

Gegenseitige Wertschätzung

Wir achten und respektieren einander und arbeiten vertrauensvoll zusammen.
Wir unterrichten und erziehen mit Freundlichkeit, Geduld und Konsequenz.

Gute Bildungsgrundlage und Selbstvertrauen

Wir wollen in den ersten 4 Schuljahren eine gute Grundlage für den erfolgreichen Besuch der weiterführenden Schulen schaffen.
Wir wollen zu Leistungsbereitschaft, Selbstständigkeit, Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit erziehen.

Individuelle Förderung

Wir fördern die Stärken unserer Schülerinnen und Schüler, nehmen ihre Probleme ernst und unterstützen sie bei deren Bewältigung.

Bewegte Schule

Wir unterstützen das Lernen durch vielfältige Bewegungsanreize in Verbindung mit Musik und Rhythmus

Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Wir öffnen die Schule und nutzen außerschulische Lernorte

Fortbildung und Evaluation

Wir Lehrerinnen und Lehrer bemühen uns ständig um gemeinsame und fach-spezifische Weiterbildung.
Wir überprüfen jährlich unsere Schulqualität durch SEIS.

3. Konkretisierung

Die Grundschule Bündheim hat in den letzten Jahren ihre pädagogische Arbeit auf vielen Ebenen weiterentwickelt.

Die nachfolgenden Abschnitte beschreiben das dabei hilfreiche Informations- und Kooperationssystem aller Beteiligten und den Ist- Zustand der Vereinbarungen in verschiedenen pädagogischen Feldern und Lernbereichen.

3.1 Informations-, Konferenz- und Kooperationssystem

Die gemeinschaftliche Verantwortung von Eltern, Lehrkräften und pädagogischen Mitarbeitern verlangt, dass sich alle Beteiligten regelmäßig über Lernziele, Unterrichtsgestaltung, Unterrichtsprojekte und Erziehungsziele austauschen und die Schule evaluieren. Nur so gelingt eine Vernetzung aller an der Schule beteiligten Kräfte und eine Weiterentwicklung unserer pädagogischen Arbeit.

Neben den durch das Schulgesetz festgelegten Mitwirkungsmöglichkeiten der Eltern in den verschiedenen Konferenzen versucht die Schule, sie vielfältig in das Schulleben mit einzubeziehen. (siehe 3.6.2 Elternarbeit)

Die Schule sichert sich auf diese Weise die Nutzung der bei Eltern vorhandenen pädagogischen Kompetenz und erweist sich als offene Schule.

Der Konferenzplan wird jährlich im Voraus terminiert und bei Bedarf modifiziert.

Ungeachtet der pädagogischen Verantwortung der einzelnen Lehrkraft bemühen sich alle Kolleginnen und Kollegen um regelmäßige Kooperation untereinander. Die Teamarbeit erleichtert die Arbeit des Einzelnen und sichert die Parallelität und Vergleichbarkeit der Leistungsanforderung innerhalb einer Jahrgangsstufe. Deshalb erfolgt die Unterrichtsplanung und Unterrichtsvorbereitung in gemeinsamen Besprechungen von Lehrkräften der Parallelklassen.

3.2 Einsatz von neuen Medien

In den vergangenen Jahren wurden an der Grundschule Bündheim bereits etliche Maßnahmen ergriffen, um die Arbeit mit Medien und die Medienbildung im unterrichtlichen Kontext zu verankern.

Durch die schnelle Weiterentwicklung der technischen Möglichkeiten und die bessere Verfügbarkeit der Technik wechselten dabei immer wieder die Akzentsetzungen.

3.2.1 Medienkonzept

3.2.1.1 Informationstechnologien für die Schülerinnen und Schüler

Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)

Bei der Einführung der informationstechnischen Grundbildung geht es um den Einsatz des Computers in unserer Schule. Alle Schülerinnen und Schüler sollen die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in typischen Anwendungszusammenhängen nutzen, Grundstrukturen und Funktionen kennen lernen und sich mit der Bedeutung der Technologie für den Einzelnen und für die Gesellschaft auseinandersetzen.

Lernen mit neuen Medien

Beim „Lernen mit neuen Medien“ steht die Nutzung von Unterrichtssoftware zum Lehren und Lernen in den Fächern Rechtschreibung und Mathematik ab Klasse 1 im Vordergrund. Zurzeit sollen die Schülerinnen und Schüler den Umgang mit der Lernsoftware Alfons (Rechtschreib- und Mathematikprogramm),der Lernsoftware GUT (reines Rechtschreibprogramm), der Lehrbuch begleitenden Software Welt der Zahl 1 – 4, Piri 2-4 und der Software zum Leselehrgang Fara und Fu erlernen.

Integrative Medienerziehung

Durch „integrative Medienerziehung“ wird an der GS Bündheim versucht, Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen, selbstständig die Herausforderungen der Informationsgesellschaft zu bewältigen. Der integrative Ansatz umfasst alle Medien, vom Buch bis zum Computer, und fordert eine Zusammenführung verschiedener Bereiche wie die regelmäßige Nutzung unserer Schülerbücherei ab Beginn des 2. Schuljahres sowie der Informations- und Kommunikationstechnologien. Hierzu gehört auch, dass die Schülerinnen und Schüler in den Pausen selbstständig die Computer in den einzelnen Klassen nutzen können, um zu lernen bzw. im Internet für Unterrichtszwecke zu recherchieren.

Der Schwerpunkt liegt hierbei beim selbstständigen Arbeiten und zu-nehmend selbstgesteuerten Lernen.

3.2.1.2 Informationstechnologien für die Lehrkräfte

Um die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, selbstständig die an unserer Schule vorhandenen Medien zu nutzen, ist es zwingend erforderlich, dass alle Lehrkräfte die von den Schülerinnen und Schülern geforderten Kompetenzen selbst beherrschen. Um dies zu erreichen, werden regelmäßig schulinterne Fortbildungen angeboten, bei denen die Teilnahme für alle verpflichtend ist.

Außerdem sollen alle Lehrkräfte die Office- Programme „Word“ und „Powerpoint“, sowie das jeweilige Zeugnisprogramm anwenden können.

3.3  Schuleingangsphase

3.3.1 Ermittlung des sprachlichen Förderbedarfs

Ein Jahr vor der Einschulung findet die Sprachstandsfeststellung in den Kindergärten des Einzugsbereiches der Grundschule Bündheim statt. Durchgeführt wird sie von den Lehrkräften der Grundschule unter Mitwirkung von Erzieherinnen der jeweiligen Kindertagesstätte. Den sprachlichen Fähigkeiten der Kinder stufenweise angepasst versuchen die Kollegen förderbedürftige Kinder zu ermitteln. Diese erhalten in der Grundschule ein Jahr lang sprachliche Förderung vor der Einschulung, damit sie den Anforderungen des Erstunterrichts gewachsen sind.

3.3.2 Kooperation mit vorschulischen Einrichtungen

 Die Schule bestellt Kitabeauftragte, die für die Kooperation zu den vorschulischen Einrichtungen verantwortlich sind.

Kooperationskalender

April                                       Info- Abend in der Kita zur

Sprachstandsfeststellung und zur Einschulung

Mai (1 Jahr zuvor)                   Sprachstandsfeststellung       
Mai                                         Test zur vorzeitigen Einschulung
Mai/Juni                                 „Schleichtag“ Orientierungstag der
                                                 Lernanfänger in der Schule             
Juni/Juli                                 Projektwoche für zukünftige Schulkinder:

Räumliche und zeitliche Strukturen kennen lernen, persönliche Verbindungen zur zukünftigen Klassenlehrerin knüpfen (Organisation Kitabeauftragte)

Juni/Juli                                 Kinder- Lehrerinnen- Treffen in den

Kitas: Einladung der künftigen KlassenlehrerInnen

Juni/Juli                                 Projektwoche: zukünftige Schulkinder

werden zu verschiedenen Projekten eingeladen

Mai/Juni                                 Elternabend für die Eltern der Lernan-
                                                 fänger (persönlicher Brief an die Kinder)
Juni/Juli                                 Schulfest (alle zwei Jahre) Besuch und

evtl. aktiver Beitrag der zukünftigen Schulkinder

Juni/Juli                                 Info- Nachmittag für Austausch

zwischen ErzieherInnen und LehrerInnen (Organisation KlassenlehrerInnen)

Sommerferien
August                                    Beginn der Sprachförderung
August                                     Einschulungsfeier (Einladung an die Kitas)
November                               Hospitationstermine für ErzieherInnen:

Infos über die Entwicklung der Kinder

Ende November                       Info- und Austausch-Nachmittag mit

den Erzieherinnen in der Schule (Feedback über die gemeinsame Arbeit und die Einschätzung der Kinder, Erarbeitung gemeinsamer Kompetenzen, die die Kinder für einen erfolgreichen Übergang zur Schule benötigen. Austausch über Förderpläne (Organisation KlassenlehrerInnen)

Die weitere persönliche Entwicklung der Kinder auch in den höheren Klassen fragen die Kitabeauftragten bei den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern ab und können in den jeweiligen Besprechungstreffen darüber berichten.

Das gesamte „Brückenjahr“ über kommen zukünftige Schulkinder aus dem Kindergarten Bündheim innerhalb des Projektes „Book-Buddy“  in die Schule. Kinder des 3. und 4. Schuljahres lesen den Kindergartenkindern einmal wöchentlich etwas vor.

Weiterhin laden die Schulkinder im Zusammenhang mit dem Sachunterricht Kindergartenkinder zu den Ergebnissen ihrer Projekte ein.

Gleichermaßen können die „kleinen Forscher“ aus den Kitas ihrerseits Schulkinder zu verschiedenen Projekten einladen.

  Die Kooperation mit den Kindertagesstätten umfasst auch die Teilnahme an gemeinsamen Fortbildungen zu folgenden Themen:

Schulfähigkeit
Grundlage des Schriftspracherwerbs
Kitafeste
Schulfeste und Projektwochen
ADS/ ADHS
Abbau frühkindlicher Reflexe
Logopädie
Kinesiologie
LRS und Dyskalkulie
etc.

3.3.3 Die Arbeit des Schulkindergartens

  Kinder, die dem Alter nach schulpflichtig sind, aber die Anforderungen der 1. Klasse noch nicht erfüllen können, besuchen den SKG unserer Schule. Hier werden sie ein Jahr lang gezielt auf die Schule vorbereitet.

Die Kinder sollen hier lernen, sich in einer Gruppe angemessen zu verhalten.

(Auf andere Rücksicht zu nehmen, aber auch eigene Wünsche zu äußern und durchzusetzen.) Sie sollen Freunde gewinnen und sich in der Gruppe wohlfühlen.

Dazu gehört auch, dass sie die Sprache der Lehrer und Mitschüler ausreichend verstehen und sich selbst gut ausdrücken können.

Sie sollen lernen, sich längere Zeit mit einer Arbeit zu beschäftigen.

Sie sollen mit Stiften, Schere und Kleber sachgerecht umgehen lernen.

Selbstständiges An- und Umziehen und Achten auf die eigenen Sachen wird ebenfalls trainiert.

Sie lernen, sich in der Schule und der näheren Umgebung (Schulweg, Spielplatz, Wildpark, Einkaufsmöglichkeiten, Feuerwehr, Post, Bahnhof…) zurechtzufinden. Sie sollen einen Mengenbegriff von mindestens 6 entwickeln und erste logische Überlegungen selbst anstellen können.

Lesen und Schreiben steht nicht auf unserem Lehrplan, wohl aber vorbereitende Übungen:

Im SKG wird:

gemalt, gebastelt, geknetet,

gesungen und musiziert,

erzählt und zugehört,

es werden Bücher vorgelesen und angeschaut,

gezählt, gedacht,

gebacken und gekocht,

gefeiert, getanzt, gelacht,

geturnt

schon am PC geübt

und viel gespielt.

Es wird die Schule und deren Umgebung erkundet und dabei auf das Verhalten auf unseren verkehrsreichen Straßen trainiert.

  Ausgestattet ist der Klassenraum mit Gruppentischen, Bau- und Puppenecke, Empore, Küchenzeile, Planschbecken, Werkbank und Computern.

Die Leiterin unseres SKG ist Sozialpädagogin.

3.4 Schullandheimaufenthalte, Projektwochen und Schulfeste

3.4.1 Schullandheimaufenthalte

Alle zwei Jahre werden für alle 3. und 4. Klassen zeitgleich Schullandheimaufenthalte auf der Insel Borkum durchgeführt. Die Fahrt dauert 5 Tage und die Unterbringung erfolgt seit 20 Jahren in der Anlage des TuS Borkum;

die Fahrt stärkt das Wir- Gefühl der Schule
die Fahrt ist eingebunden in den Sachunterricht, insofern werden fachliche Inhalte des Sachunterrichts handlungsorientiert vor Ort aufbereitet
soziale Kompetenzen werden im Zusammenleben angestrebt.

Die 1. und 2. Klasse unternehmen und gestalten in Zusammenarbeit mit den Eltern in vielfältiger Art und Weise  Tagesfahrten, Wandertage, Besichtigungen, Jugendherbergsaufenthalte und Unterrichtsgänge.

3.4.2 Projektwochen und Schulfeste

Jährlich findet eine Projektwoche, abwechselnd im Herbst und im Sommer, statt. Den Kindern wird innerhalb der Projektwoche die Möglichkeit gegeben, ihre Interessen und Neigungen in selbstständiger Auseinandersetzung mit einem Inhalt ihrer Wahl zu verfolgen und auszutauschen.

Dies geschieht in folgenden Bereichen:

- Naturwissenschaften
- Musik
- Kunst
- Geschichte
- Sprache
- Sport
-Tanz
-Theater

Die Schule arbeitet während dieser Zeit mit vielen außerschulischen Einrichtungen und Eltern zusammen, die eigenständige Projekte anbieten.

Höhepunkt und Abschluss der Projektwoche vor den großen Ferien bildet das Schulfest. Hier haben die Kinder die Möglichkeit, die Arbeitsergebnisse der einzelnen Projektgruppen der Öffentlichkeit vorzustellen.

Auch präsentieren sich bei diesem Fest die Schulband, der Chor, die Theater-und Tanzgruppe.

3.5 Verlässliche Grundschule

Unsere Grundschule wird seit Beginn des Schuljahres 2004/2005 als Grundschule mit verlässlichen Öffnungszeiten geführt. Dies ermöglicht uns, ein vielfältiges und zuverlässiges pädagogisches Konzept für die Arbeit mit Kindern zu entwickeln und durchzuführen.

Durch den festen zeitlichen Rahmen gewährleisten wir den Familien einen problemlosen Übergang von den Kindertagesstätten zur Grundschule und einen geregelten Familienalltag. Kinder brauchen feste Gewohnheiten und Rituale, damit sie stark und selbstsicher werden.

Wenn sie ein positives Selbstwertgefühl entwickeln, können sie sich problemloser den Lerninhalten zuwenden.

3.5.1 Organisatorischer Rahmen

dreizügige Grundschule
ca. 240 Schülerinnen und Schüler
der Anteil ausländischer Schülerinnen und Schülern beträgt ca. 6%
10 Lehrerinnen, 3 Lehrer, 1 Sozialpädagogin, 1 Lehramtsanwärter und 3
 pädagogische Mitarbeiterinnen
12 Klassenräume, 1 Textilraum, 1 Werkraum, 1 Musikraum,1 Schülerbücherei, 1 Computerraum, 3 Gruppenräume
1 Lehrerzimmer, Verwaltungsräume für Schulleiter, Konrektor und
Sekretärin
1 Turnhalle
2 Horträume, 1 Raum für den Schulkindergarten
großer Schulhof mit kleinen Fußballfeldern, 2 Tischtennisplatten
große Wiese mit Laufbahn, Sprunggrube, Turn- und Klettergeräten,
gemeindeeigenes Hallenbad in näherer Umgebung für den Schwimm-
unterricht

3.5.2 Zeitlicher Rahmen

Der reguläre Unterricht findet in der Zeit von 8.00- 12.00 Uhr für die Klassen 1 und 2 und den Schulkindergarten statt. Die Klassen 3 und 4 beginnen um 8.00 Uhr und haben um 13.00 Uhr Unterrichtsschluss.

Für die 1. und 2. Klasse bestehen unterrichtsergänzende Angebote in der Zeit von 12.00- 13.00 Uhr.

Die Betreuung der Kinder bei den unterrichtsergänzenden Angeboten erfolgt durch ausgebildetes Fachpersonal nach einem abgestimmten Konzept für alle Betreuungs-gruppen und findet in der Regel in den Klassenräumen der Kinder statt.

Für die 3. und 4. Klassen wird in der Zeit von 7.40-7.58 Uhr ein Förderunterricht in den Fächern Deutsch und Mathematik angeboten. In der Zeit der unterrichts-ergänzenden Angebote erhalten förderbedürftige Schüler der 2. Klasse zweimal wöchentlich Förderunterricht in Deutsch und Mathematik. Darüber hinaus können Familien ihre Kinder in der Zeit von 6.30 Uhr bis 8.00 Uhr in den Horträumen der Schule gegen Entgelt betreuen lassen.

Nach Unterrichtsschluss wird eine entgeltliche Hortbetreuung von 13.00-15.00 Uhr in der Schule oder von 13.00- 18.00 Uhr in der KITA Schlewecke angeboten.

 

  Hortbetreuung                        6.30- 8.00 Uhr                    in der Schule

  Frühaufsicht

      7.40- 7.58 Uhr

     Förderunterricht

  1. Stunde

      8.00- 8.54 Uhr

    (54 Min.= 1,2 Schulstunden)

  Pause

      8.54- 9.00 Uhr

 

  2. Stunde

      9.00- 9.45 Uhr

 

  Pause

      9.45- 10.15 Uhr

    Frühstück, Bewegung

  3. Stunde

     10.15- 11.00 Uhr

 

  Pause

     11.00- 11.15 Uhr

 

  4. Stunde

     11.15- 12.00 Uhr

 

  Pause

     12.00- 12.15 Uhr

 

  5. Stunde (Klasse 3 u.4)
            oder

unterrichtsergänzende Angebote

     12.15- 13.00 Uhr

 

    12.00- 13.00 Uhr

 

 

Anmeldung erforderlich

Hortbetreuung                        13.00- 15.00 Uhr            in der Schule

       oder                                 13.00- 18.00 Uhr            in der KITA

3.5.3 Vertretungskonzept

Seit dem Schuljahr 2004/2005 ist die Grundschule Bündheim eine verlässliche Grundschule. Der Unterrichtsausfall durch Erkrankungen, Sonderurlaub oder Fort- und Weiterbildung ist durch folgende Maßnahmen zu vermeiden:

1.            Kurzfristiger Ausfall

                     Aufteilen der Klasse auf die Parallelklassen der Klassenstufe 1./2. und

                       3./4.

          In jeder Klasse ist eine Gruppenaufteilung vorhanden. Die   

          organisierende Lehrkraft ordnet die Gruppen den einzelnen Klassen 

          zu.   Es werden unterrichtsfreie Lehrerinnen und Lehrer angerufen und  

                    sofort für Vertretungsunterricht eingesetzt.

                       Es werden pädagogische Mitarbeiterinnen angerufen und sofort zur

Beaufsichtigung eingesetzt. Die Klassen- und Fachlehrerinnen und -lehrer der Parallelklassen tragen die Verantwortung.

                       Doppelbesetzungen werden aufgelöst.

2.           Langfristiger Ausfall

2.1.    Es wird ein Vertretungsplan erstellt, in dem die pädagogischen Mitarbeiterinnen zum Einsatz kommen. Allerdings können diese grundsätzlich nur zur Aufsicht eingesetzt werden. Die Verantwortung liegt bei den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern der Parallelklassen.

2.2.       Einsatz von „Feuerwehrlehrkräften“

2.3.       Abordnungen von anderen Schulen

Die Vertretung zu 2.3 kommt bei vorhersehbaren längerfristigen Ausfällen von  Lehrkräften zur Anwendung.

3.6 Erziehung, Beratung, Förderung

  3.6.1 Erziehungsziele

In der Grundschule erwerben die Schülerinnen und Schüler wichtige Grundlagen für das selbstständige, eigenverantwortliche Denken und Handeln und gewinnen Erfahrungen im menschlichen Miteinander.

Unsere Grundschule vermittelt unseren Schülerinnen und Schülern grundlegende Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Sie setzt dabei die Bildungs- und Erziehungsarbeit der Kindertageseinrichtungen im Elementarbereich fort.

Dies umfasst:

·          sprachliche Grundsicherheit in Wort und Schrift

·          Lesefähigkeit

·          mathematische Grundfähigkeiten und -fertigkeiten

·          erste fremdsprachliche Fähigkeiten

·          Anbahnen von Wissen in naturwissenschaftlichen Bereichen

·          musisch- ästhetische Ausdrucks- und Gestaltungsformen

·          Umgang mit Medien

·          Schaffung der grundlegenden psychomotorischen Komponenten

Wir entwickeln gemeinsam eine eigene altersangemessene Form des Zusammenlebens und Arbeitens.

Diese erfordert entsprechende Regeln, die im täglichen Zusammenleben in der Schule erprobt und geübt werden müssen.

Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, sich selbst zu behaupten, eigene Standpunkte zu vertreten, aber gegebenenfalls persönliche Wünsche zurückzustellen.

Unsere Grundschule führt die Schülerinnen und Schüler in einem individuellen, fortschreitenden Prozess zu den genannten Zielen.

3.6.2 Elternarbeit

3.6.2.1 Elternvertreter

Alle zwei Jahre werden die Elternvertreter gewählt. Sie haben in den

Klassenkonferenzen
Fachkonferenzen
in der Gesamtkonferenz
und im Schulvorstand

Mitbestimmungs-, Beratungs- und Gestaltungsrechte.

3.6.2.2 Allgemeine Elternarbeit

An der Grundschule Bündheim wird eine intensive und kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule angestrebt. Aus diesem Grund ist eine regelmäßige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern/Erziehungs-berechtigten in den Gremien der Schule selbstverständlich.

Ebenso selbstverständlich sind regelmäßige Elternabende, die der Information und Diskussion über wesentliche Angelegenheiten der Klasse und Schule dienen.

Mehrmals im Jahr finden zudem Elternsprechtage statt, die allen Erziehungs-berechtigten die Gelegenheit zum persönlichen Austausch bieten. Bei kurzfristigem Gesprächsbedarf stehen die Lehrerinnen und Lehrer sowie die Schulleitung telefonisch oder in vereinbarten Einzelgesprächen zur Verfügung.

Bei akuten Problemen der Schülerinnen und Schüler im Bereich Lernen oder Verhalten nehmen die Lehrkräfte zeitnah Kontakt zu den Eltern auf und bieten Beratung an.

Um den regelmäßigen Informationsfluss zwischen Elternhaus und Schule weiter zu verbessern, wird auf Beschluss der Gesamtkonferenz zum Schuljahr 2009/2010 für alle Kinder verpflichtend ein Schultagebuch eingeführt.

Die Eltern unterstützen die pädagogische Arbeit der Schule in besonderer Weise durch:

Leseförderung als „Lesemütter/väter“
Beteiligung an den Projektwochen
Unterstützung bei Wander- und Rangertouren

 

  3.6.2.3 Förderverein

  Der Förderverein der Grundschule Bündheim wurde am 14.02.2002 gegründet. Er verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke zur Förderung der Erziehung und Bildung von Schülerinnen und Schülern der Grundschule Bündheim.

Ziele und Aufgaben

Der Förderverein übernimmt nicht die Aufgaben des Schulträgers zur sächlichen Ausstattung der Schule, sondern will nur ergänzend eintreten.

Es sollen insbesondere Schullandheimaufenthalte, Tagesfahrten und Arbeitsgemeinschaften finanziell unterstützt werden.

Auch will der Verein bei der Beschaffung zusätzlicher Unterrichtsmaterialien, sowie Sport- und Spielgeräte behilflich sein.

  Mitgliedschaft

Mitglied kann jeder werden, insbesondere die Erziehungsberechtigten der Schülerinnen und Schüler und die Lehrkräfte der Grundschule Bündheim.

3.6.3 Schulordnung

Unsere Schule ist ein Ort, an dem viele Kinder und Erwachsene fast täglich einen großen Teil des Tages miteinander verbringen.

Damit sich in dieser Zeit alle wohlfühlen und in Ruhe arbeiten können, müssen wir uns an Regeln für unser Zusammensein halten.

Deshalb haben wir uns folgende Regeln für alle vereinbart:

1. Wertschätzen

2. Verhalten drinnen

3. Verhalten draußen

4. Umgang mit Sachen

5. Ordnung

6. Pünktlichkeit

1. Wertschätzen

Wir begegnen uns freundlich und grüßen uns.
Wir gehen rücksichtsvoll miteinander um, helfen uns gegenseitig und behandeln die anderen so, wie wir selbst behandelt werden möchten. Deshalb benutzen wir auch keine Schimpfwörter.
Wir lassen andere Kinder in Ruhe spielen. Wenn wir mitspielen möchten, sagen wir es.
Wir schlagen, boxen, treten, spucken nicht, weil man einen Streit so nicht klären kann.

2. Verhalten drinnen

Wir drängeln und schubsen nicht beim Betreten des Schulgebäudes und  auf den Treppen.
Wir gehen ruhig in unseren Klassenraum und toben dort nicht.
Wir verzichten auf Ballspiele im Gebäude und werfen nicht mit Gegenständen.
Wir beschäftigen uns leise, wenn die Lehrkraft noch nicht da ist oder wenn zur Regenpause abgeklingelt wird.
Wir verlassen alle Räume, in denen wir gearbeitet und gespielt haben so sauber, dass andere dort sofort mit der Arbeit beginnen können.
Wir gehen sparsam mit Wasser, Strom und Heizenergie um.
Wir vermeiden Müll und sortieren den, der trotzdem anfällt.
Wir halten die Toiletten sauber und  benutzen sie nicht als „Spielplatz“.
Wir rennen nicht im Schulgebäude.

3. Verhalten draußen

Wir gehen in den Pausen auf den Schulhof, ohne im Schulgebäude zu  trödeln und im Treppenhaus zu spielen.
Wir bleiben im Klassenraum oder gehen hinein, wenn bei Regenwetter abgeklingelt wird.
Wir behindern oder verletzen andere Kinder nicht bei unseren Pausenspielen.
Wir spielen mit Softbällen nur auf der Wiese oder auf dem unteren Schulhof.
Wir werfen nicht mit Sand, Steinen, Kastanien, Ästen, Schneebällen oder anderen Gegenständen.
Wir schonen die Außenanlagen und lassen Blumen, Sträucher und Bäume wachsen.
Wir klettern nicht auf Bäume und brechen keine Zweige ab.
Wir betreten nicht die Flächen, die mit einem rot-weißen Band abgesperrt sind.
Wir beachten das Schild „Wiese gesperrt“ und halten uns dann nur auf  den befestigten Flächen auf.
Wir verlassen nie das Schulgelände während der Unterrichtsstunden und der Pausen ohne Erlaubnis einer Lehrkraft.
Wir benutzen die Laufbahn, die Sprunggrube und die Wiese hinter den Garagen nur während des Unterrichts.

4. Umgang mit Sachen

Wir behandeln unsere Schulsachen sorgfältig. Die ausgeliehenen Bücher werden eingeschlagen. Bei Beschädigung müssen sie ersetzt werden.
Wir gehen sorgsam mit dem Eigentum unserer Mitschüler um.
Wir beschädigen oder verstecken nicht die Kleidung, Ranzen, Turnbeutel und andere Dinge unserer Klassenkameraden.
Wir zerstören oder beschmutzen keine Gegenstände.

5. Ordnung

Wir bringen geliehene Spielsachen und Bücher nach Gebrauch wieder an ihren Platz.
Wir lassen Abfälle, Papier und unsere Sachen nicht herumliegen.
Wir bemalen nicht die Tische und beschmutzen die Wände nicht.
Wir räumen nach Unterrichtsschluss unseren Platz auf und stellen die Stühle auf die Tische.
Wir leeren regelmäßig die Mülleimer

6. Pünktlichkeit

Wir gehen pünktlich von zu Hause los, damit wir rechtzeitig vor Unterrichtsbeginn in der Klasse sind.
Wir gehen zügig in die Klasse, wenn die Pause zu Ende ist.

Wenn wir gegen die Regeln verstoßen, kann das diese Folgen haben:

angemessene Entschuldigung
Mitteilung an die Eltern
Aufschreiben von Gedanken zu dem Vorgang (oder eine Zeichnung)
Abschreiben eines passenden Textes
Schaden ersetzen oder wieder gutmachen
Ausschluss von „schönen“ Schulveranstaltungen bei Wiederholung oder

schlimmen Verstößen

Vereinbarung

Schülerinnen und Schüler, Eltern, und Lehrerinnen und Lehrer nehmen die Schulordnung schriftlich zur Kenntnis und versprechen durch ihre Unterschrift, dass sie die Regeln einhalten wollen.

3.6.4 Förderkonzepte und Förderpläne

Der Begriff des Förderns wird alltagssprachlich häufig als Defizitausgleich bezeichnet. Aus unserer Sicht beinhaltet der Begriff des Förderns jedoch mehr. Fördern bedeutet Kindern Lernangebote zu bieten, mit deren Hilfe sie Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln und entfalten können. Wir fördern Kinder ihren individuellen Fähigkeiten entsprechend im Rahmen des täglichen Unterrichts, aber auch außerhalb des Regelunterrichts durch vielfältige Angebote.

Begleitet werden die Fördermaßnahmen durch Förderpläne, die für jedes Kind schriftlich fixiert werden. Während dieser Zeit beobachten und dokumentieren die Lehrkräfte den Entwicklungsstand und die Entwicklungsfortschritte der Kinder (ILE).

  Wir fördern durch verschiedene Angebote und Maßnahmen.

1.     und 2. Klasse:

-    Lesemütter, wöchentlich 1 Unterrichtsstunde differenziertes Lesen 
- Binnendifferenzierung im Regelunterricht

  1. Klasse:

·          siehe 1.Klasse

·          Förderung durch Teamteaching in Mathe und Deutsch

·          Förderunterricht zweimal wöchentlich in Mathe und Deutsch

·          Chor und Band für musisch Begabte

  1. und 4. Klasse:

·          Book-Buddy-Vorlesetraining mit zukünftigen Lernanfängern

·          täglicher Förderunterricht in Deutsch und Mathe vor Schulbeginn

·          Unterrichtsbegleitende Förderung in Deutsch:

Rechtschreib- und Leseförderung, Silben schreiben und lesen

·          Computerlernprogramme stehen als weitere Lern- und Übungsprogramme in den Klassen zur Verfügung

·          In den im halbjährlichen Wechsel angeboten einstündigen Arbeitsgemeinschaften werden verschiedene Interessen der Kinder aus dem musischen, künstlerischen, sportlichen, technischen, sprachlichen, geschichtlich-geographischen und handwerklichen Bereich angesprochen.

·          Der Schwimmunterricht wird nach Leistung differenziert erteilt und erfolgt in Doppelbesetzung im Silberbornbad.

 
3.7 Kooperation mit weiterführenden Schulen und außerschulischen

     Einrichtungen

  Im Rahmen der bestehenden Kooperationsvereinbarungen mit den weiterführenden öffentlichen Schulen in Bad Harzburg erfolgen gegenseitige Hospitationen im Unterricht sowie einmal jährlich ein Erfahrungs- und Informationsaustausch in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Es finden gemeinsame Projekte in einigen Fächern statt, wie z.B. Experimente in Chemie in der Realschule oder musikalische Auftritte gemeinsam mit dem Werner-von-Siemens-Gymnasium.

Die bereits erwähnte Zusammenarbeit erfolgt mit dem Werner-von-Siemens-Gymnasium, dem Niedersächsischen Internatsgymnasium, der Realschule sowie der Hauptschule in Bad Harzburg.

  Unsere Grundschule steht außerdem in regelmäßiger Kooperation mit folgenden außerschulischen Einrichtungen:

den Kindertagesstätten in Schlewecke, Bündheim und in der Bahnhofstraße
dem Regionalen Umweltzentrum Harz
der Feuerwehr, Polizei, Stadtbücherei, Heimatmuseum
diversen Sportvereinen
der Tanzschule Sander in Bad Harzburg
der „Kunterbunten Kinderkirche“ der St. Gregor Gemeinde als Anbieter der Hausaufgabenhilfe
der Firma Mann- und Hummel
der Erziehungsberatungsstelle des Landkreises Goslar
dem Amt für soziale Dienste

3.8 Fortbildungskonzept

Das gesamte Kollegium unserer Schule ist verantwortlich für die pädagogische Kompetenzerweiterung jedes Einzelnen. Die Lehrerinnen und Lehrer sind motiviert sich in ihren Fachbereichen regelmäßig fortzubilden. Eine Fortbildung pro Jahr ist für jeden Kollegen verpflichtend. Um viele Aspekte der Schule mit einzubeziehen, sollten externe sowie interne Fortbildungen alle schulischen Themenfelder umfassen. Die Gesamtkonferenz setzt zu Beginn eines Schuljahres die Fortbildungsschwerpunkte fest. Hierbei sollen die individuellen Interessen genauso berücksichtigt werden, wie die Belange der Schule.

In den Fachkonferenzen und –dienstbesprechungen wird regelmäßig aus den Fortbildungsveranstaltungen berichtet. Hier werden auch konkrete Umsetzungsmöglichkeiten erörtert.

Findet der Niedersächsische Grundschultag in zumutbarer Entfernung statt, ist die Teilnahme durch eine Delegation verpflichtend.

Alle 2 Jahre erfolgt eine Weiterbildung in lebensrettenden Maßnahmen (1.Hilfe).

4. Schulspezifische Angebote

Unsere Grundschule hat bisher eine Vielzahl von Innovationen angedacht und umgesetzt, die der Einrichtung ein spezielles Profil geben.

4.1 Sonderpädagogische Grundversorgung

Seit August 2008 haben wir an unserer Schule die sonderpädagogische Grundversorgung. Ein Förderschullehrer arbeitet innerhalb seiner Stundenverpflichtung von 8 Wochenstunden präventiv im 1. Schuljahr. Eine Förderung von Kindern mit festgestelltem Förderbedarf in den Bereichen Lernen und sozial-emotionaler Reife kann erst erfolgen, wenn das Stundenkontingent erhöht wird.

4.2 Familienfreundliche, individuelle Betreuung im Hort

Seit Jahrzehnten besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen unserer Grundschule und den Kindertagesstätten unseres Einzugsbereiches.

Durch die KITA Schlewecke können die Kinder vor und nach dem Unterricht betreut werden. Hierfür stehen in Räumen unserer Schule im Rahmen der Kooperation feste Betreuungszeiten zur Verfügung (6.30 Uhr bis 15 Uhr). Anschließend ist eine weitere Hortbetreuung in der KITA- Schlewecke möglich.

4.3 Betreuung in der Verlässlichen Grundschule

Seit 2004 wurde die bestehende Zusammenarbeit mit den Kitas durch die Einführung der Verlässlichen Grundschule optimiert. Die pädagogische Verzahnung erfolgt durch Einsatz der pädagogischen Mitarbeiterinnen, die zugleich Erzieherinnen in der kooperierenden Kindertagesstätte sind. Hierdurch wird die Qualität der Betreuung sichergestellt. Diese Arbeit der Erzieherinnen bildet einen wichtigen Baustein der Kooperation mit einer außerschulischen Einrichtung. Somit wird den Kindern der Übergang von der Kita zur Grundschule durch vertraute Personen erleichtert.

Gemeinsame Projekte (wie z.B. Feste, Hospitationen, Projekte, Schleichtage, Book- Buddy,...) unterstützen diesen Prozess.

Der Schulalltag der Kinder ( 1.-2. Klasse) beinhaltet 4 Stunden Unterricht und 1 Stunde unterrichtsergänzende Angebote. An diesen Angeboten nehmen nur Kinder aus den ersten beiden Schuljahrgängen teil. Die Anmeldung erfolgt immer vor dem neuen Schuljahr, somit kann eine optimale Planung der benötigten pädagogischen Mitarbeiter und der Gruppenzusammensetzung erfolgen. Die Betreuung erfolgt in altersgemischten Gruppen. Hierfür stehen den Gruppen feste Klassenräume zur Verfügung. Einmal in der Woche werden die Räumlichkeiten des Schulhortes genutzt, um den Kindern noch weitere Anreize für Spielmöglichkeiten zu geben, wie z.B.  

·         Gesellschaftsspiele

    Baueckenbereich
    Verkleidungsecke
    Bücherecke
    Wahrnehmungsregal
    Materialien für die kreative Gestaltung.

Zweimal jährlich findet mit den Klassenlehrerinnen der 1. und 2. Klassen ein Reflexionstreffen statt. Hier werden Informationen über Kinder ausgetauscht, verschiedene Angebote vorgestellt, Erfahrungsberichte erörtert sowie pädagogische Arbeitsinhalte geklärt.

Die unterrichtsergänzenden Angebote beinhalten folgende pädagogische Schwer-punkte:

    Kreativangebote zur Förderung der Grob- und Feinmotorik
    Ausleben des Bewegungsdranges durch verschiedene Spielaktivitäten im Freien
    Stärkung des WIR- Gefühls durch gemeinsame Erlebnisse,
    Förderung der sozialen Kompetenzen
    Individuelle Fähigkeiten jedes einzelnen Kindes erkennen und fördern

4.4. Außerschulische musische Angebote

Seit 2002 bietet unsere Schule für alle Kinder einen Chor an. Musikalisch interessierte Kinder werden  nachmittags und in den großen Pausen in einer Schulband gefördert. In Zusammenarbeit mit der Theatergruppe gestalten diese Kinder das Schulleben, wie z.B. die Einschulungsfeier, Schulfeste, Weihnachtsfeiern und kleinere Auftritte im soziokulturellen Umfeld der Grundschule.

4.5. Angebote zur Entwicklung der Lesekompetenz

Die Förderung der Lesekompetenz hat an unserer Schule einen großen Stellenwert:

    regelmäßiger Besuch der Klassen in der hauseigenen Bücherei
    Einsatz von Ganzschriften im Unterricht
    Wöchentlicher Einsatz von „ Lesepaten“ und Book- Buddys
    Klassenlesewettbewerb/ Schullesewettbewerb einmal jährlich für die Klassen 2-

4.6. Bewegte Grundschule  

Unsere Grundschule versucht dem Bewegungsdrang der Schülerinnen und Schüler bei Bedarf gerecht zu werden.  Hierbei stützen wir uns auf das Projekt „Leichter lernen durch Bewegung“.

Dies bedeutet in der täglichen Praxis:

    Bewegungspausen werden in den Unterricht integriert
    Bewegungsgeschichten und Spiele in den Klassenraum verlegt
    Entspannungsübungen und Fantasiereisen werden zur Erholung und Ruhe angeboten.

 

4.7. Faustlos- für eine gewaltfreie Schule

Seit 2005 wird das Gewaltpräventionsprogramm „Faustlos“ in einigen Klassen eingesetzt. Hierbei wird die soziale Kompetenz der Kinder gefördert, wodurch ein Vermeiden von Konflikten erreicht werden soll.

4.8. Schulversuch: Abbau frühkindlicher Reflexe

„The Institute of Neuro-Physiological Psychology" INPP erforscht die Auswirkungen fortbestehender frühkindlicher (primitiver) Reflexe als mögliche Ursachen von Lern- und Verhaltensproblemen. In Zusammenarbeit mit einem Kinderarzt und einer ausgebildeten Therapeutin  bieten wir einer Klasse mit Genehmigung der Landesschulbehörde in einem Modellprojekt täglich spezielle Bewegungsübungen an, die helfen sollen,  solche hemmenden Reflexe abzubauen.

Die dargestellten innovativen Projekte der letzten Jahre  unterliegen der regel-mäßigen Beobachtung und Anpassung.

5. Planungen zur Evaluation und zukünftige Arbeitsschwerpunkte

5.1. Jährliche Evaluation durch SEIS

Die Qualität unserer Schule lassen wir jährlich am Ende des 3. Schuljahrgangs durch SEIS überprüfen, um Maßnahmen für eine weitere Qualitätsentwicklung einleiten zu können.

5.2 Zukünftige Arbeitsschwerpunkte

Die Kolleginnen und Kollegen der Grundschule Bündheim werden weiter daran arbeiten, die Basiskompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu entwickeln.

Dieses sind:

·         die soziale Kompetenz durch Konfliktpräventions- und Bewältigungspro-gramme

·         die fachliche Kompetenz durch weitere Vernetzung der einzelnen Fächer

·         die Medienkompetenz

·         die Methodenkompetenz

Ferner sollen die Kontakte zu außerschulischen Einrichtungen, wie RUZ (Regionales Umweltzentrum), Stadtbücherei usw. ausgebaut werden.

Besondere  Leistungen der Schülerinnen und Schüler sollen in den Bereichen Sport, Deutsch, Mathematik und Kunst gewürdigt und die Arbeitsergebnisse repräsentativ ausgestellt werden.

Weiterentwicklungsmöglichkeiten für die Lehrerinnen und Lehrer wären:

·         Konfliktlösung im akuten Zustand durch kollegiale Hilfestellung

·         Neubearbeitung des Konzeptes zur „Gewaltprävention“ aus gegebenen, aktuellen Anlässen

·         kollegiale Kooperation in allen sozialen Bereichen

·         Weiterentwicklung des Fortbildungskonzeptes mit genauer Terminplanung

·         Weiterentwicklung des Konzeptes der Betreuung für die Klassen 1 und 2

·         Vertiefung der Zusammenarbeit mit dem Schulelternrat und dem Förderverein bei allen schulischen und außerschulischen Veranstaltungen.

Stand: Mai 2009