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Aus der Geschichte der Volksschule Bawinkel

Die Chronik der Schule Bawinkel berichtete, dass bereits vor 1597 eine katholische Schule bestand. Zu der Zeit wird ein Küster mit Namen Evert von Hatlinge erwähnt. Die Schülerzahl wird damals gering gewesen sein. Die Gemeinde Bawinkel bestand im Jahre 1550 nur aus 5 Vollerben, 15 Halberben und 33 Brinkbesitzern.

Der katholische Lehrer wurde in der Oranierzeit von einem reformierten Lehrer abgelöst.

Die alte Schule lag in der Nähe der alten Kirche, beim Altmannschen Hause, das später von Bauer Wielage angekauft wurde. Das Schulgebäude soll in einem schlechten Zustand gewesen sein. Es wurde im Laufe der Zeit auch viel zu klein, weil in Folge der vielen neuen Ansiedelungen die Einwohnerzahl des damals kleinen Bawinkels schnell wuchs.

Nach der Oranierzeit wurde wieder ein katholischer Lehrer in Bawinkel angestellt, Lehrer Thole aus Lingen. Eine Lehrerwohnung fehlte, er wohnte beim Fabrikanten Altmann im Dorfe.

Der Organistendienst wurde mit der Lehrerstelle verbunden. Der Küsterdienst aber wurde davon getrennt.

Im Jahre 1827 wurde in unmittelbarer Nähe der neuen Kirche eine neue Schule samt Lehrerwohnung erbaut, weil die alte zu klein und baufällig war. Es wurde nun auch die Sommerschule eingeführt, bislang gingen die Kinder nur im Winter zur Schule. Die Schülerzahl, die sich aus den Kindern von Bawinkel, Plankorth und Duisenburg zusammensetzte, war bereits bis zu 130 und später auf 150 angewachsen.

Im Jahre 1886 wurde in Plankorth eine Schule gebaut - für Duisenburg und Plankorth.

Von 1851 - 1891 war Lehrer H. Oldiges als Lehrer und Organist in Bawinkel tätig. Sein Nachfolger war H. Sommer, der von 1891 -1929 als Hauptlehrer, Organist und Chorleiter wirkte.

1913 erfolgte ein Erweiterungsbau der Bawinkeler Schule, wodurch ein zweites Klassenzimmer und eine Lehrerwohnung geschaffen wurden.

1914 wurde eine zweite Lehrkraft angestellt: Lehrerin A. Kohne. 1920 kam eine dritte Lehrkraft hinzu.

1924 wurde mittels einer Beihilfe der Regierung eine Kochschule eingerichtet, die während des Weltkrieges von den einquartierten deutschen Soldaten benutzt wurde.

1926 wurde auch in Groß Bawinkel eine Schule gebaut.

In Bawinkel verblieben somit noch 90 Schüler.

1930 bekam die Schule elektrisches Licht. 1935 folgte die Anschaffung von einem Rundfunkgerät und eines Schmalfilmgerätes.

1936 wurde auf einem nahegelgenen Acker ein Schulgarten angelegt.

Die Jahre 1939 bis 1945 standen im Zeichen des 2. weltkrieges. Die Schüler aus Bawinkel mussten an verschiedensten Aktionen teilnehmen: Pflichtprogramme, Sammelaktionen und Sportfeste.

Der Schulplatz und das Schulgebäude wurde manchmal als Quartier für Soldaten genutzt.

Mit der Einführung des neunten Schuljahres war die Schülerzahl in den 60er Jahren auf über 180 angestiegen. Es wurden weitere Lehrkräfte und mehr Platz gebraucht.

1961 wurde eine neue Schule gebaut. Der Unterricht wurde hier am 3. April 1962 aufgenommen.

Ende 1966 war die Schülerzahl auf über 230 angestiegen. Somit war 1967 ein Erweiterungsbau nötig.

1969 wurde die Schule in Plankorth geschlossen. In den 1971 und 1972 folgten Schließungen der Schulen in Groß-Bawinkel, Duisenburg, Bramhar und Klosterholte.

Alle 381 Schüler mussten von da an in Bawinkel unterrichtet werden.

Die Schule wurde 1971 durch eine Turnhalle erweitert.

1972 besuchten 407 Kinder die Schule in Bawinkel. Es mussten Behelfsklassenräume in der alten Schule und im Pfarrheim in Anspruch genommen werden.

Nach dieser Zeit sank die Schülerzahl stetig.

Vom 1.August 1973 an besuchten die Bawinkler Kinder die Klasse 5 der Orientierungsstufe in Lengerich. Die Klosterholter Schüler gingen ab Klasse 5 nach Haselünne zur OS.

1977 gab es letztmalig eine Entlassung eines 9. Schuljahres aus der Bawinkler Hauptschule.

Danach war die Bawinkler Schule ausschließlich Grundschule mit 180 Schülern für Kinder aus den Ortsteilen Duisenburg, Plankorth, Groß-Bawinkel, Bawinkel sowie aus den Ortsteilen Klosterholte und Lotterfeld aus der Gemeinde Haselünne.

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