Eingangsbereich der GHS
Gerhart-Hauptmann-Realschule
- Hannover -

Schulgeschichte

17. September 2009: 50 Jahre Gerhart-Hauptmann-Realschule

1959 erhielt die Mittelschule II (für Mädchen) mit Frau Ehrke eine neue Schulleiterin.

Ostern 1959 wird die Mittelschule II auf Beschluss des Rates der Stadt Hannover Koedukationsschule. In die 5. Klassen können jetzt auch Jungen aufgenommen werden. 101 Jungen aus den Klassen 6, 7 und 8 der Werner-von-Siemens-Schule wechseln in unsere Schule über, die zu diesem Zeitpunkt noch in der Sophienschule untergebracht und hier seit Jahren zu Gast war.

Nach den Sommerferien im Jahr 1959 bezieht die Mittelschule II das neue Schulgebäude in der Herrmann-Bahlsen-Allee. Der Schulneubau entsteht auf einem Grundstück, dass der Stadt Hannover von der Firma Bahlsen ("Bahlsens Apfelgärtchen") für Schulneubauten zur Verfügung gestellt wurde.

Am 17. September 1959 wird in einem Festakt in der Aula von Herrn Oberbürgermeister Holweg der Schulneubau seiner Bestimmung übergeben und der Mittelschule II (für Mädchen) auf Beschluss des Rates der Stadt Hannover der Name "Gerhart-Hauptmann-Schule" verliehen.

1959 beträgt die Schülerzahl 706 (560 Mädchen und 146 Jungen). Für anfänglich 22 Klassen (15 Mädchenklassen, 5 gemischte und 2 Jungenklassen) stehen lediglich 18 Klassenräume zur Verfügung.

"Unterbringungsschwierigkeiten gab es damals aber nicht, da durch die gute Besetzung mit Lehrern (32 Lehrer/innen - 21 Damen - 11 Herren) voller Fachunterricht erteilt und alle Fachräume benutzt werden konnten, so dass genügend freier, wenn auch nicht eigener Klassenraum zur Verfügung stand."

In den Jahren 1960 bis 1962 findet ein Schüleraustausch mit der Withywood School, einer Comprehensive School in Bristol statt.

Im Sommer 1968 werden 6 Klassen und 1969 weitere 4 Klassen unter Leitung des Konrektors in das Gebäude der Gottfried-Keller-Schule ausgelagert.

1969 beträgt die Schülerzahl 973 in 30 Klassen.

...

Schulleiterinnen und Schuleiter seit 1959

Frau Charlotte Ehrke (1959 - 1971)
Frau Ruth Rahmeyer (1972 - 1975)
Herr Lothar Eichhorn (1977 - 1994)
Herr Hans-Siegfried Kalinke (1994 - 1999)
Herr Günther Hoppe (1999 - 2005)
Herr Klaus Ihl (seit 2007)

Stellvertretende Schulleiterinnen und stellvertretende Schulleiter seit 1959
Herr Kirschke
Herr Frost (bis 1967)
Herr Hans-Ulrich Dumont (1968 - 1970)
Herr Heinrich Preuß (1971 - 1987)
Frau Gudrun Semmelroggen
Frau Tolle
Herr Klaus Ihl (1996 - 2002)
Frau Brigitte Naber (2004 - 2007)
Herr Günther Seemann (seit 2007)


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Festschrift zum 100. Jahrestag der Gründung 1874

(herausgegeben im April 1974)

 

Haupteingang
1. Umschlagfoto: 1974 Hermann-Bahlsen-Allee 3
Köbelingerstr. 50
2. Umschlagfoto: 1874 Köbelingerstraße 50

Zum 100. Jahrestag ihrer Gründung
überreicht das Kollegium der Gerhart-Hauptmann-Schule
Eltern, Schülern und Freunden
diese Erinnerungsgabe.

Hannover, April 1974

Herausgeber: Das Kollegium
Fotos: U. Tschaskalik, RL

SchulhofAm 13. April 1874 wurde im Hause der Städt. Handelsschule, Köbelingerstraße 50, die Stadttöchterschule III eröffnet, zunächst mit einer Klasse 8 und 43 Schülerinnen. Diese so genannten STADTTÖCHTERSCHULEN waren die Vorläufer der hannoverschen Realschulen. Bereits ein Jahr später zog man um in die Ferdinandstraße 27, weil eine zweite Klasse hinzukam. 1882 hatte die Schule schon 290 Schülerinnen, und so baute der Magistrat 1883 ein Doppelschulhaus in der Ludwigstraße, in das man ein Jahr später einzog. Die Stadttöchterschule IV zog mit in den Neubau und wurde mit unserer Vorläuferin, der Stadttöchterschule III, zusammengelegt.

Unterricht

 

Rund 600 Schülerinnen benutzten nun die 16 (später 18) Klassenzimmer des Neubaues, der damals 197.649 Mark - Goldmark! - kostete. In jeder Klasse saßen in der „guten alten Zeit“ durchschnittlich 40 - 45 Schülerinnen, z. T. 50! Es gab die Unterrichtsfächer Religion, Deutsch, Französisch, Französische Konversation, Geschichte, Geographie, Naturkunde (Physik), Weltkunde, Rechnen, Schreiben (Schönschreiben!), Zeichnen, Singen, Handarbeiten, Weißnähen - verteilt auf die Klassenstufen 1 - 8.
1885 wurde Turnen Pflichtfach, ab 1893 kam Englisch hinzu und 1889 Stenographie. Die Stundenzahl betrug schließlich wöchentlich 18 (Klasse 8) bis 30 (Klasse 1).

Schulhof1912 wurde eine Vorklasse (Klasse 9) eingeführt. Stadttöchterschulen mit diesem Lehrprogramm gab es nur noch in Harburg und in Braunschweig. Hannover stand an der Spitze der Mädchenbildung in ganz Deutschland - eine pädagogische Pionierleistung! Die Mädchen der Abschlussklassen konnten in die oberen Klassen der Höheren Töchterschule (Lyzeum) aufrücken und von dort in ein Lehrerinnenseminar übergehen. Allerdings stand dieser Weg nicht allen Bevölkerungsschichten offen, denn das jährliche Schulgeld betrug bereits vor dem 1. Weltkrieg 120 - 200 Mark, und diese finanzielle Barriere verschwand auch erst nach dem 2. Weltkrieg. Aus den Erfordernissen der Industrialisierung und aus den erweiterten beruflichen Möglichkeiten entwickelte sich ein Schultyp zwischen Volksschule und Gymnasium.

 

KunstkursSchon seit 1911 konnten Mädchen aus Stadttöchterschulen in den mittleren Post- und Telegraphendienst gehen, in ein Lehrerinnenseminar, in städtische Verwaltungen, staatlich geprüfte Gärtner werden oder „technische“ Lehrerinnen. Es stiegen die beruflichen Möglichkeiten, vor allem aber stiegen mit Sicherheit die Heiratschancen der Abgängerinnen! Heute stehen einem Realschüler rund 300 Berufe offen und der Weg zum Abitur.

 

1927 wurden aus allen Stadttöchterschulen so genannte Mittelschulen; so hieß die Stadttöchterschule III ab 1930 „Mittelschule II für Mädchen“.

 

Sportfest im EilenriedestadionSie blieb bis zur Brandnacht vom 9. 0ktober 1943 in der Ludwigstraße. Das Schulhaus brannte nach diesem Bombenangriff bis auf die Kellermauern ab. Die Schülerinnen mussten evakuiert werden nach Neuhaus im Solling oder wurden nun im Hause der Sophienschule unterrichtet. Die Sophienschule hatte von 1919 - 1924 als Notquartier helfen müssen; 1953 - 1959 half sie noch einmal aus der Raumnot. 1950 begann in der Rumannstraße der Neubau der Mittelschule II.

Unterricht

 

 

 

1959 erhielt unsere Schule ihren Neubau in der Hermann-Bahlsen-Allee auf dem Grundstück von „Bahlsens Apfelgärtchen“, einer großen Obstbaumplantage. 1965 wurde sie Realschule für Jungen und Mädchen. 1968 bezog sie zusätzlich eine Zweigstelle für anfangs 6 und heute 12 Klassen im Hause der Gottfried-Keller-Schule. Mit 32 Klassen, 1014 Schülern und 54 Lehrern (Stichtag 1.9.1973) geht sie als z. Z. größte Realschule der Stadt in ihr Jubiläumsjahr.

Außenhof

 

 

 

Die Fotos im Innern des Heftes stellen Impressionen aus dem Schulleben dar. 

 

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