Finale NotePad

Einführung

Finale NotePad ist der kleinere Bruder des professionellen Notensatzprogramms Finale 2001 und ermöglicht, Notenmaterial in großer Vielfalt zur erstellen. Obwohl viele Funktionen des mächtigen Bruders nicht zur Verfügung stehen, stellt Finale NotePad ein Werkzeug dar, mit dem Aufführungsmaterial vom einfachen Song mit Liedtext über das Streichquartett bis hin zum umfangreichen Big Band Arrangement erstellt werden kann.  Aufgrund seiner einfachen und übersichtlichen Struktur ist NotePad gerade auch von Schülern schnell zu erlernen und deshalb für den Einsatz im Musikunterricht gut geeignet. Vor allem kommt das Notationsprinzip dem Einsatz im Musikunterricht entgegen:

NotePad läßt nur die Eingabe von Noten vom Taktanfang hin zum Taktende zu. Pausen müssen bewußt gesetzt werden und werden nicht – wie in Sequenzerprogrammen – automatisch erzeugt.

Außerdem hat NotePad einen Wiedergabeteil, der die eingegeben Noten in dem ausgewählten Instrumentenklang über die im Computer eingebaute Soundkarte abspielt. 

Die Installation unter Windows 98 SE

Das Programm wurde testweise auf zwei Rechnern

installiert und dabei tauchte jedes Mal dasselbe Problem auf: Bei der Installation von Finale NotePad auf einem Windows-Rechner wird zunächst die Fehlermeldung „Setup kann nicht in Zieldatei ‘Maestro-.PFB’ schreiben“ angezeigt.

Klickt man in diesem Dialog und in den folgenden auf die Schaltfläche „Ignorieren“ und installiert die Software erneut, so bleiben diese Fehlermeldungen aus und das Programm lässt sich problemlos installieren.  Anschließend müssen alle bereits bestehenden Dateien aus dem ersten Installationsvorgang ersetzt werden. Nach erfolgreicher Installation und Neustart des Computers wird das Programm über den im Startmenü befindlichen Punkt „Programme“ und „Finale NotePad“ aufgerufen.

MAC-Nutzer haben bei der Installation keine Probleme zu erwarten.

Um das Programm starten zu können, muss man eine Seriennummer eingeben. Dazu kann man sich auf die Homepage der Firma Klemm unter http://www.klemm-music.de einloggen und das Produkt registrieren lassen. Im Anschluss an die Registrierung wird die Seriennummer per E-Mail zugesandt. Einfacher ist aber folgender Weg: Windows-Nutzer können hier den universellen Code „WNNR-13243546“ eingeben, während Mac-User Folgendes eingeben sollten:

MNNR-13243546. Mitunter gibt es Probleme bei der Installation unter Windows 98. 

Die ersten Schritte

Zu Beginn des Programms fragt der „Dokument-Assistent“ nach Titel und Komponisten für das folgende Notenblatt. Nach der Eingabe erscheinen diese Namen an gewohnter Stelle auf dem Notenblatt.  Die Instrumente, die in der Partitur verwendet werden sollen, lassen sich bequem zusammenstellen. Sie müssen lediglich durch Anklicken und Hinzufügen von dem Auswahlregister auf der linken Seite in das freie Feld auf der rechten Seite gebracht werden.

 Die Instrumenten-Auswahl

 Im letzten Dialogfenster werden nun noch Tonart und Taktart festgelegt, bevor die Arbeit beginnen kann.

Die Grundfunktionen

Die Grundfunktionen für die Eingabe von Noten sind in Finale NotePad gut und übersichtlich gelöst.  Sie wählen lediglich den gewünschten Notenwert im Hauptmenü an und können dann die jeweilige Tonhöhe durch Anklicken im Notensystem festlegen.

Möchte man eine Note eingeben, zu der eine Hilfslinie erforderlich ist, so werden beim Verschieben der Maus über oder unterhalb des Notensystems sofort die jeweiligen Hilfslinien angezeigt. Bei einer Fehleingabe lässt sich die Note durch ein einfaches Anklicken des Notenkopfes ebenso leicht wieder entfernen. Dafür wird die Note in eine Pause umgewandelt.  Beim erneuten Klicken wird die Pause zu einer entsprechenden Note auf der angewählten Tonhöhe.Dieses Anwählen wird im Finale NotePad als „einfache Eingabe“ bezeichnet, die unter Optionen aktiviert werden muss. Leider kann man die Noten nicht anklicken und bei gedrückter Maustaste verschieben. Die Funktion würde die Eingabe erheblich erleichtern. So müssen bei jeder Fehleingabe die falschen Noten gelöscht und neu eingeben werden.

Die Eingabe von Triolen

Triolen werden in zwei Schritten erzeugt: Zunächst werden die in der Triole enthaltenen Noten in ihrem Grundwert eingeggeben. In einem zweiten Schritt wählt man mit dem Triolenwerkzeug die erste Note der Gruppe aus und tätigt im folgenden Dialog alle relevanten Einstellungen. Das Triolenwerkzeug entpuppt sich sehr schnell als ein X-tolen-Tools, mit dem auch kompiziertere Rhythmen erzeugt werden können.  Die Benutzung des X-tolen-Werkzeug verlangt ein wenig Einarbeitungszeit und erschließt sich nicht ohne Hintergrundwissen über rhythmische Zusammenhänge.  Die Arbeit mit dem Werkzeug ist vom musikalischen Denken her unlogisch, müssen doch zunächst u.U. längere Notenwerte in einen Takt eingegeben werden, als es der Takt grundsätzlich zulässt.  Erst in einem zweiten Schritt wird der Takt korrigiert.  Eine angeklickte Note wird immer als erste Note einer X-tole festgelegt, deren Notenwert ausschlaggebend für die nachfolgenden Noten ist: Um z. B. eine Achteltriole zu erzeugen, muss die erste Note folglich immer eine Achtelnote sein.

Es erscheint ein Dialogfenster, das die Definition der X-tole ermöglicht. Nach dem Schließen dieses Fensters tauchen über der Note einige Kästchen auf, die man verschieben kann. Hier lassen sich die Klammer, der Bogen und die Nummern der X-Tole definieren.  Diese drei Parameter können bei gehaltener STRGTaste gleichzeitig verschoben werden.

Die Eingabe von Triolen

Triolen werden in zwei Schritten erzeugt: Zunächst werden die in der Triole enthaltenen Noten in ihrem Grundwert eingeggeben. In einem zweiten Schritt wählt man mit dem Triolenwerkzeug die erste Note der Gruppe aus und tätigt im folgenden Dialog alle relevanten Einstellungen. Das Triolenwerkzeug entpuppt sich sehr schnell als ein X-tolen-Tools, mit dem auch kompiziertere Rhythmen erzeugt werden können.  Die Benutzung des X-tolen-Werkzeug verlangt ein wenig Einarbeitungszeit und erschließt sich nicht ohne Hintergrundwissen über rhythmische Zusammenhänge.  Die Arbeit mit dem Werkzeug ist vom musikalischen Denken her unlogisch, müssen doch zunächst u.U. längere Notenwerte in einen Takt eingegeben werden, als es der Takt grundsätzlich zulässt.  Erst in einem zweiten Schritt wird der Takt korrigiert.  Eine angeklickte Note wird immer als erste Note einer X-tole festgelegt, deren Notenwert ausschlaggebend für die nachfolgenden Noten ist: Um z. B. eine Achteltriole zu erzeugen, muss die erste Note folglich immer eine Achtelnote sein.

Es erscheint ein Dialogfenster, das die Definition der X-tole ermöglicht. Nach dem Schließen dieses Fensters tauchen über der Note einige Kästchen auf, die man verschieben kann. Hier lassen sich die Klammer, der Bogen und die Nummern der X-Tole definieren.  Diese drei Parameter können bei gehaltener STRGTaste gleichzeitig verschoben werden.

Das Bewegungswerkzeug

Eine weitere sehr nützliche Funktion ist das Bewegungswerkzeug.  Es befindet sich im Hauptmenü und ist in Form einer kleinen Lokomotive dargestellt.  Mit diesem Werkzeug lassen sich bequem einzelne Abschnitte aus der Partitur kopieren. Sie werden zunächst markiert und dann an die gewünschte Stelle in der Partitur geschoben. Eine Dialogbox fragt danach, wie oft der ausgewählte Abschnitt eingesetzt werden soll. Dieses Wergzeug kann nicht nur zum Kopieren, sondern auch zum Ausschneiden einzelner Teile genutzt werden. An dieser Stelle hat man die Option zu löschen und anschließend Pausen ent-stehen zu lassen oder die entstandene Lücke zu schließen.

MIDI-Daten?

Leider kann Finale Notepad weder Standard MIDI Files einlesen noch abspeichern. Diesen Nachteil muss in Kauf nehmen, wer mit der Freeware arbeiten möchte. Wer mit diesem Format arbeiten muss, der sie auf andere Freeware wie Logic Fun verwiesen.

Alles Weitere…

Dem Programm ist ein hervorragendes Handbuch als PDF-Datei beigefügt, das Windows-Nutzer über den im Start-Menü angelegten Ordner öffnen können und Apple-User im Ordner finden, in dem sich auch das Programm befindet. Um diese PDF Datei lesen zu können, muss ein Acrobat Reader auf ihrem Rechner installiert sein, der im Lieferumfang der dem Heft beigefügten CD-ROM  enthalten ist. Eine bedeutende Eigenschaft des kostenlosen Programms ist die Tatsache, dass Dateien, die in der Vollversion Finale 2001 (WIN und MAC) erzeugt wurden, ohne Einschränkungen in Finale NotePad weiter bearbeitet werden können. In diesem Fall fällt auch die Bechränkung der zu erzeugenden Stimmen auf die Zahl 8 fort. Aus diesem Grunde werden wir auf der beigefügten CD und auch auf folgenden Bibliotheken mit diversen Vorlagen anbieten.

   

Autor:

Justus Schneider