„Hands On! Einführung in die Welt der Tontechnik“


Am 06.09.2004  fand – nach dem großen Erfolg in den beiden Vorjahren – bereits der dritte Workshop für Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 10 bis 13 zur Thematik „Tontechnik“  statt.

Auf Einladung des Fachbereiches Musik wurde der Workshop erneut von Walter G. Hauschild, seines Zeichens ausgebildeter Tontechniker, Musiker und Inhaber von Busker Music, durchgeführt.

Der Erfolg der Vorgängerkurse im Oktober 2002 und September 2003 hatte sich in der Schülerschaft derart herumgesprochen, dass aufgrund der Begrenzung auf 20 Personen die endgültigen Teilnehmer unter den vielen Interessenten ausgelost werden mussten.

Pünktlich um acht Uhr waren alle 20 Teilnehmer im Musikraum 0.22 versammelt, um nach einer kurzen Einführung eine Vielzahl technischer Geräte aus dem Transporter von Walter G. Hauschild entgegenzunehmen um damit fünf voneinander unabhängige Gruppenarbeitsplätze für die Praxisphase einzurichten. Doch vorweg unternahm der Referent eine detaillierte Einführung in den Umgang mit der professionellen Studiotechnik – pro Arbeitsplatz stand jeweils ein hochwertiges Mischpult mit Mikrofon, ein digitaler Harddiscrecorder, ein Equalizer und ein Multieffektgerät zur Verfügung. Zusätzlich bekam jeder Teilnehmer einen Studiokopfhörer. Bevor es dann richtig losgehen konnte, musste das komplette Audio-Equipment erst einmal richtig von den Gruppenmitgliedern verkabelt werden.

Besonderes Lob verdient an dieser Stelle der Workshopleiter, der es mit pädagogischer Professionalität verstand den Schülerinnen und Schülern die komplexen technischen, musikalischen  und künstlerischen Zusammenhänge der Tontechnik und Musikproduktion nahe zu bringen. Seine klar gegliederten ziel- und produktorientierten Arbeitsaufträge wurden von den Teilnehmern mit höchster Konzentration umgesetzt. Durch die freundliche, von Anekdoten aus dem Musiker- und Tontechnikerleben gespickte Art des Vortrags wurde die Arbeitsatmosphäre trotz des hohen Anspruchs an die intensive und konzentrierte Mitarbeit von den Schülern als sehr angenehm empfunden.
Auch Schülerinnen und Schüler, die ansonsten als eher still und zurückhaltend gelten, wurden derart motiviert, dass sie sich in den kleinen Arbeitsgruppen aktiv und kritisch mit einbringen konnten.

Nach der Theorie im ersten Teil des Workshops ging es im zweiten Abschnitt um die praktische Umsetzung des soeben Gelernten.
Jede Arbeitsgruppe bekam die Aufgabe eine eigene Musikaufnahme mit bis zu acht Kanälen auf dem Harddiscrecorder mit Klangeffekten zu versehen und auf zwei Stereokanäle abzumischen. Die Gruppenarbeitsergebnisse wurden anschließend allen Teilnehmern vorgestellt, im Plenum kommentiert und konträr diskutiert. Dabei wurde weder mit ehrlichem Lob gespart, noch mit angemessener Kritik. Somit bekamen die Teilnehmer sofort direktes Feedback zu ihren praktischen Arbeitsergebnissen.

Zum Abschluss wurde noch kurz das Berufsbild des Tontechnikers thematisiert, sowie dessen Ausbildungsmöglichkeiten. Vielleicht hat ja der eine oder andere Teilnehmer an diesem Tag seinen Traumberuf kennengelernt?

Erstmalig bekamen die Teilnehmer in diesem Jahr ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme an dem Workshop; nur einer der zwanzig Schüler wurde dabei den hohen Ansprüchen an produktive Gruppenarbeit und Pünktlichkeit nicht gerecht.

 Ulrich Noack


Senden Sie E-Mails mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Web-Site an: info@emaos.de
Copyright © 1999 E-M-A Gymnasium online