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Schöpfung
Der
Anfang
vom Ende
war das
Wort
der
Schlange,
die
sagte:
„Ihr
werdet
sein wie
Gott.“
Besessen
von
seiner
Tüchtigkeit
verschmähte
der
Mensch
bald
Besinnung
und
Ruhe,
und in
den
Nächten
sowie am
Tage,
des
Sonntags
nicht
anders
als in
der
Woche
stampfen
Maschinen,
rauchen
die
Schlote.
Er
füllte
die Erde
und
unterwarf
sie,
auch
Pflanzen
und
Tiere,
auch
seinesgleichen.
Er
erkannte
nicht
mehr das
Ebenbild
Gottes
im
hungernden
Nächsten,
sondern
sah nur
den
Minderrassigen,
Untüchtigen,
weniger
Schlauen,
der drob
sein
Schicksal
reichlich
verdiente.
Er aber
schuf
die
Rindfleischkonserven,
die
blitzenden
Wagen
und
wahre
Wunder
vernichtenden
Waffen
wie ein
Zaun um
sein
Grundstück.
Die
unterworfenen
Vögel
und
Fische
erfreuten
sich
wenig
der
Herrschaft
des
Menschen.
Ihrer
Stätten
beraubt,
verschwinden
sie
klanglos.
An
Insektiziden,
bestimmt
für
Käfer
und
Raupen
verscheiden
die
Vögel.
Im
schmutzigen
Wasser
vergifteter
Ströme
ersticken
die
Fische.
Ein
dichterer
Schleier
verhüllt
schon
die
Sonne
aus
emsigen
Schloten…
Entbehrlich
indessen
erscheinen
dem
Städter
die
nächtlichen
Sterne,
da Neon
die
Nächte
taggleich
erhellt.
Noch
reift
auf den
Feldern
Korn und
Gemüse,
bedroht
zwar,
bestrahlt
auch von
Reaktoren,
von
Chemikalien
unlieb
bereichert.
Still
sterben
indessen
schon
Wälder
und
Bäume.
Es freut
sich die
Steppe,
es
jubelt
die
Wüste:
ich
wachse,
ich
siege! –
Wüsten
auch
wachsen
am
Grunde
der
Meere.
Vergiftetes
Wasser
und
Giftmüll
des
Wohlstandes
füllt
Ozeane.
Doch
immer
noch
harren
die
Wunder
der
Waffen
auf
ihren
Einsatz
– bis
einst
im
Gefühl
gottgleicher
Kräfte
jemand
es wagt
auszusprechen,
das
Himmel
und
Erde,
die
schützende
Sphäre,
zerreißt.
Und
Feuer
verbrennt
die
lebenden
Wesen,
und
Finsternis
lagert
über dem
Abgrund,
und
eisiger
Winter
erwürgt,
was noch
hell
blieb,
Die Erde
aber,
bleibt
wüst und
leer.
Katharina
Seidel
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