"click it!" - Gute Seiten - Schlechte Seiten

Auf Initiative des Präventionsrates gegen Internetgefahren unter Mitarbeit der Stadt Buxtehude (Hr. Schorpp, Fr. Blaß), Lichtblick e.V. (Fr. Bergmann) , der Polizei Buxtehude (Fr. Hesebeck) und den Buxtehuder Schulen (Hr. Kleine (Gym. Süd), Fr. Tornow (HS Süd)) wurde das Präventionstheater "click it" der Gruppe Zartbitter aus Köln am 9. 10. in der Halepaghen-Schule und am 10. 10. 2007 im Forum Süd aufgeführt.

Zur Story / Konzeption

Dank der Spende der 

Mitarbeiter der Sparkasse Harburg-Buxtehude 

wurde das Theaterstück "click it

für alle 6., 7. und 8. Klassen Buxtehudes  

"erschwinglich".

V I E L E N    D A N K   !

 

(hat jemand noch Fotos vom Theaterstück? 
bitte an:
 Webmaster 
danke!)

 

Infostand auf dem Informationsabend für die Eltern (Betreut von der Stadtbibliothek)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den Schülern und Schülerinnen der 6.,7. und 8. Klassen wurde in dem Theaterstück verdeutlicht, dass das Internet ein "(scheinbar) rechtsfreier Raum" ist, in dem für sie durchaus auch Gefahren lauern.

Das Theaterstück  sowie die im Anschluss verteilte Broschüre bringt Regeln über das Chatten wie die folgenden interessant zum Ausdruck:

  • Gib niemals deinen wirklichen Namen, Adresse, Schuladresse, Telefon- oder Handynummer im Chat oder per Email weiter!
  • Anmeldebögen für den Chat solltest du nicht korrekt ausfüllen, sondern dir einen Fantasienamen und eine Adresse ausdenken - das ist kein Lügen sondern persönlicher Schutz!
  • Ein Passwort solltest du niemals Chatfreunden oder Emailfreunden anvertrauen. Einen Haustürschlüssel gibt man doch auch nur ganz wenigen Menschen.
  • Denk dir einen Nicknamen aus, der keine Hinweise auf deine eigene Person gibt und keine Täter und Täterinnen anlockt!
  • Im Profil solltest du niemals richtige Angaben machen. Du solltest z.B. deinen Namen und dein Geburtsdatum verändern und eine andere Stadt oder Straße als eigenen Wohnort angeben!
  • Im Chatraum solltest du niemals persönliche Informationen über Freunde, Freundinnen, Familienangehörige oder andere Menschen weitergeben.
    Chatfreunden solltest du längst nicht alles erzählen, was du deinen wirklichen Freunden erzählst.
  • Es ist clever, Chat- und Emailfreunden gegenüber misstrauisch zu sein und nicht alles zu glauben.
  • Chatfreunden gegenüber sollte man sehr vorsichtig sein.
  • Du solltest dich niemals ohne Begleitung eines Erwachsenen mit einem "Chatfreund" treffen. Es reicht nicht, deinen Freund oder deine Freundin mitzunehmen. Das erste Treffen sollte immer an einem Ort stattfinden, an dem sich auch andere Menschen aufhalten (z.B. ein Café).
  • Es ist clever, wenn du sagst, dass deine Eltern gleich kommen und auch den Computer benutzen - auch wenn das gar nicht stimmt.
    Miese Typen werden oft vorsichtiger, wenn sie befürchten, dass andere etwas mitbekommen.
  • Wenn du in dein Profil schreibst, dass du den Kontakt zu allen Personen sperrst (ignorierst), die dich mit Schweinkramgelabere oder Bildern nerven, wirst du vermutlich weniger belästigt.
  • Es ist nicht feige sondern mutig, sich selber einzugestehen, wenn einem etwas Angst macht. Bekommst du beim Chatten ein komisches oder unangenehmes Gefühl, so verlasse den Chatraum, rede mit Freundinnen oder Freunden darüber und hole dir Hilfe!
  • Du solltest kein Foto in dein Profil stellen und auch kein Foto an Chatpartner verschicken - auf keinen Fall ein Foto, auf dem du Unterwäsche, ein heißes Top, eine Badehose oder einen Badeanzug trägst.
  • Auch wenn du dich nicht an Absprachen mit deinen Eltern gehalten hast: Du hast keine Schuld, wenn du durch Chatfreunde sexuell belästigt wirst. Schuld haben immer die Täter und Täterinnen.
  Damit die Eltern mit diesem Problem nicht allein gelassen wurden schloss sich am 18.10.2007 ein Elterninformationsabend an. (siehe hierzu auch den Bericht des BT vom 22.10.2007)

Elterninformationsabend

LINKS (rechtliche Bemerkung zu den Links):

Klicksafe.de gefördert von der EU: Alles über das Internet: Möglichkeiten, Gefahren und Schutz
Informationen zum Thema Kinderschutz im Internet
Surftipp: Lernplattform gegen sexuelle Gewalt (Tipp von SaN e.V.)
Regeln beim Chatten und Surfen  
Polizei Hamburg:   Jugendarbeit: Sicherheit von Kindern und Jugendlichen in Chaträumen (Flyer)
Internetverantwortung - Leitfaden für Schulen
Jugendschutz im Internet
Material der Landesmedienanstalt zum Jugendschutz im Internet (pdf)
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: http://www.bzga.de/   E-Mail: poststelle@bzga.de
Pro Familia: http://www.profamilia.de/topic/home 

Damit Eltern ihre Kinder beim sicheren Umgang mit dem Internet begleiten können, empfehlen wir die o.g. Seite Klicksafe.

Der Internetzugang kann ebenfalls auf dem Heimrechner durch entsprechende Kinderschutzsoftware oder (besser noch) durch Benutzerverwaltungen auf der Providerseite "geschützt" werden. Die meisten Provider bieten (z.T. kostenlos) solche Kinderschutz Zugangssoftware an.

Nach der Installation auf dem Heimrechner muss sich dann jeder Nutzer der ins Internet will mit Benutzernamen und Kennwort anmelden, sodass der Provider "weiß" wie alt der entsprechende Nutzer ist. Ob also die Eltern im Internet einkaufen oder die elfjährige "Lisa" im Internet recherchieren will. Über Positivlisten, Negativlisten und heuristische Filter lässt der Provider das Kind nur auf entsprechende Seiten. Außerdem erlaubt der Filter Einstellungen für bestimmte Bereiche: So können die Eltern Surfzeitbudgets festlegen, Download-, eMail-, Chat- oder Newsgroupnutzung einzeln erlauben oder verbieten und über Positiv- oder Negativlisten ausdrücklich zusätzliche Bereiche verbieten oder freigeben.

Buxtehuder Tageblatt - TNachrichten - 22.10.2007
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Martin Kleine (rechts) erläuterte technische Möglichkeiten.
Foto: Maerten
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Sicherheit im Internet - auch für Eltern


Arbeitsgruppe „Sicherheit im Internet“ informiert über Gefahren für Kinder beim Chatten

Buxtehude (mae). Alle Buxtehuder Schüler der sechsten bis achten Klassen haben Anfang der vergangenen Woche das Präventionstheater „Click it!“ gesehen (das TAGEBLATT berichtete), das über Gefahren und Sorglosigkeit im Internet aufklärte. Die Organisatoren boten nun den Eltern die Gelegenheit, sich über Gefahren für Kinder im Internet zu informieren und auszutauschen.

Die Arbeitsgruppe „Gefahren und Sicherheit im Internet“ des Buxtehuder Präventionrates setzt sich aus vielen Beteiligten zusammen. Auf dem Elternabend wurde das Thema daher aus den unterschiedlichsten Richtungen beleuchtet. Neben der Aufklärung stand im Mittelpunkt, was Eltern konkret tun können, um ihre Kinder zu schützen. Harm-Paul Schorpp, Jugendschutzbeauftragter der Stadt Buxtehude, stellte zunächst einige Daten über das Mediennutzungsverhalten von Kindern vor. Über 95 Prozent aller Kinder zwischen 12 und 19 Jahren bewegen sich regelmäßig im Internet, viele davon meist allein. Aus der dort herrschenden Anonymität entsteht nicht nur ein gemindertes Unrechtsbewusstsein, sondern auch eine Sorglosigkeit, die Kinder schnell in Gefahr bringen kann, sagt Meike Hesebeck, Präventionsbeauftragte der Buxtehuder Polizei.
Renate Bergmann von der Beratungsstelle Lichtblick und Harm-Paul Schorpp besprachen mit den Eltern daher im Anschluss an die Präsentation, was Eltern tun können, um ihren Kindern die Notwendigkeit zur Vorsicht vermitteln zu können. Dazu gehöre beispielsweise die gemeinsame Anmeldung bei Chatprogrammen, damit private Daten nicht ins Internet gelangen.
Martin Kleine, Lehrer am Gymnasium Süd, stellte währenddessen die technischen Möglichkeiten vor, die viele große Anbieter von Internetanschlüssen mittlerweile bieten, um Kinder vor Gefahren im Internet zu schützen.
Im Hinblick auf die Arbeit in der Schule riet er aber davon ab, Kindern den Umgang mit dem Computer ganz zu verbieten, der vermeintlich einfachste Schutz. Schließlich habe die Technik längst Einzug ins tägliche Leben gehalten und jeder müsse den Umgang mit Computern lernen können, um nicht benachteiligt zu sein. Den Gefahren kann also niemand entkommen, die richtige Erziehung kann mit Hilfe der Technik aber angemessenen Schutz bieten.

Artikel erschienen am: 22.10.2007

 

Buxtehuder Tageblatt - Nachrichten - 12.10.2007
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Internet und Handy: Gewalt ist präsent

Nach Theater: Schüler berichten vom Chatten

Himmelpforten (je). „Es ist erstaunlich, wie viele Kinder schon Pornos oder Gewaltfotos auf den Rechner oder auf das Handy geschickt bekommen haben“, sagt Sozialpädagogin Nike Koch-Paul von der Porta-Coeli-Schule in Himmelpforten. Sie und Schulleiter Hubert von der Lieth appellieren dringend an Eltern, sich für das Chatten ihrer Kinder zu interessieren.

270 Schüler und Schülerinnen der Jahrgänge sechs bis neun erlebten kürzlich die Vorstellung „Click it“ des Zartbitter-Theaters aus Köln. „Wir sind davon ausgegangen, dass nicht alle Jugendlichen über die Gefahren beim Chatten aufgeklärt sind. Und das hat sich in den Nachgesprächen bewahrheitet“, berichtet Koch-Paul.
Die Schüler seien bei dem Stück begeistert mitgegangen. „Ihre Lebenswelt war getroffen, man fand sich wieder und konnte mit Silvio, der im Chat einer Betrügerin aufgesessen ist, mitfühlen und mitleiden.“
Durch die realitätsnahe Darstellung sei deutlich geworden, dass die Bedrohung durch den Missbrauch im Internet für jeden Nutzer immer präsent ist.

Häufig mit Pornos konfrontiert
Als die Schauspieler die Jugendlichen nach eigenen Erfahrungen im Chat befragten, berichteten sie, wie oft sie mit Porno- oder Gewaltfotos konfrontiert werden. Entsetzte Eltern, so mutmaßen die Lehrkräfte, reagieren eher hilflos und versuchen durch Verbote einen Riegel unter die Nutzung der Medien zu setzen.
Zum Abschluss der Veranstaltung wurden als Ansprechpartnerinnen in der Schule Beratungslehrerin Alt-Centner, Schulsozialarbeiterin Koch-Paul sowie sowie Renate Bergmann von Lichtblick vorgestellt.

Artikel erschienen am: 12.10.2007