Berichte von der Frankreichfahrt 5.-15. Oktober 2007
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Ankunft

Im April 2007 hatten siebzehn Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Buxtehude-Süd französische Austauschpartner der Partnerstadt Blagnac zu sich aufgenommen. Und nun sollten die deutschen Schüler zehn Tage bei ihren Austauschpartnern des Lycees Saint-Exupery in Blagnac verbringen.

Am Freitag, den 5.10.07 war es dann soweit. Nach einer kurzen Nacht (wir trafen uns schon um 06:15 Uhr an der Schule) wurden wir mit Taxis zum Hamburger Flughafen Fuhlsbüttel gebracht. Dort angekommen, warteten wir alle aufgeregt auf den Flug um 10:15 Uhr nach Toulouse. Aber wie es auch nicht anders sein konnte bei einer so aufregenden Reise, hatte eine der Schülerinnen ihren Personalausweis vergessen und konnte nur mit Hilfe eines kurzfristig organisiertem Ersatzpersonalausweis einchecken.

Als schließlich alles geklärt war, saßen alle siebzehn zusammen mit Frau Haase und Herrn Samland im Flugzeug. Nach einer minimalen Verzögerung und zwei Stunden in der Luft landeten wir heil und pünktlich um 12:30 Uhr am Flughafen von Toulouse. Dort wurden wir freundlich von den französischen Austauschpartnern und deren Lehrern in Empfang genommen.

Daraufhin wurden wir mit einem Bus zum Lycee Saint-Exupery gebracht, wo schon ein leckeres Buffet auf uns wartete. 

        

Jana

Lycée Saint Exupéry

Das Lycée Saint Exupéry ist die französische Austauschschule vom Gymnasium Buxtehude Süd in Blagnac. Sie wurde nach dem Piloten und Autor des „Kleinen Prinzen“ (französischer Originaltitel: <<Le petit prince>>) Antoine de Saint Exupéry benannt. Das Lycée ist erst vier Jahre alt, daher ist auch die Architektur sehr modern. Es besteht aus drei großen Gebäuden mit Unterrichtsräumen, einer Kantine und einer Sporthalle, deren Anordnung an die eines Dorfes erinnern soll. Zusätzlich befindet sich auf dem Schulgelände ein Internat und große Werkstätten für Technikkurse der Berufsschüler. Denn da sich in Blagnac auch AIRBUS befindet, können am Lycée die Auszubildenden an Flugzeugmodellen, die von Firmen bereitgestellt werden, arbeiten. Außerdem wurde für diesen Zweck von der Schule ein relativ aktuelles Flugzeugtriebwerk für 1500 Euro im Monat erworben. Auch wird das Schulgelände von einem Flugzeug geziert, welches ein Scheich aus Arabien der Schule vermacht hat. Das Flugzeug war nicht mehr funktionstüchtig, und musste daher auf dem Straßenweg zum Lycée gebracht werden.

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                                                                                                                         Carina S. und Lisa K.

Albi

(Besuch des Museums Toulouse- Lautrec und der Kathedrale St. Cécile)

Am Montag, den 8.10.2007, haben wir mit unseren französischen Austauschpartnern einen gemeinsamen Ausflug nach Albi gemacht. Diese Stadt liegt in nordöstlicher Richtung von Toulouse und etwa 1,5 Stunden mit dem Bus entfernt. Wie auf den Fotos zu sehen, ist die Lage von Albi sehr schön, was besonders von den umliegenden Flüssen und den alten Brücken unterstrichen wird.

Da dies ein mit der Besichtigung von Cordes verbundener Tagesausflug war, erhielten wir hier auch ein Lunchpaket von der Schule.

Zunächst besuchten wir die Ausstellung der Gemälde von Henri de Toulouse- Lautrec, wo sich mit Hilfe eines Guides auf Deutsch die Möglichkeit bat, zu vielen Bildern einen Kommentar zu der Erschaffung, den Beweggründen und dem Leben des Künstlers zu hören. Im obersten Stockwerk befand sich der alte Gehstock von Toulouse- Lautrec, zu dem eine interessante Anekdote erzählt wird: Der berühmte Maler war angeblich Alkoholiker und musste einen Entzug machen, während dem er seiner Malerei nicht weiter nachgehen konnte. Anschließend schickte seine Mutter ihm immer einen Cousin mit, damit dieser ihn im Auge behielt. Da Toulouse- Lautrec aber seine beiden „Leidenschaften“ beibehalten wollte, beziehungsweise nicht anders konnte, ließ er sich einen hohlen Gehstock zum geheimen Alkoholaufbewahrungsort umfunktionieren.


Die Brücken von Albi über dem Tarn


Frau Haase vor dem Kirchenportal der
Sainte- Cécile

Anschließend hatten wir noch genügend Zeit, um die Stadt selbstständig zu erkunden und letztendlich auch die alte Kathedrale zu bewundern und gegebenenfalls eine Kerze anzuzünden.

Danach fuhren wir weiter nach Cordes.

 

Katharina und Lena

Cordes-sur-ciel

Am Montag, den 08.10.2007, sind wir nachmittags in die Stadt Cordes-sur-ciel gefahren, die sich in der Region Midi-Pyrénées befindet. 

Der Name, welcher übersetzt etwa „Cordes zum Himmel“ bedeutet, entstand aus dem Eindruck, dass der auf einem Hügel gelegene Ort bis zum Himmel reicht. Daher erwartete uns auch zunächst der steile und anstrengende Aufstieg. Auf dem Weg sahen wir viele gotische Häuser und enge Gassen, welche die mittelalterliche Stadt unter anderem auszeichnen. Kleine Läden drängten sich aneinander und wir bemerkten, dass Cordes bislang noch ein kleiner Geheimtipp für Besucher war. 

Endlich oben angekommen hatten wir einen Platz erreicht, der bei gutem Wetter eine wundervolle Aussicht bietet. Leider blieb uns dies verwehrt, da Nieselregen und somit auch schlechte Sicht herrschte. Anschließend hatten wir etwa eine Stunde Zeit, um das Dorf selbst zu erkunden. Dies endete bei vielen von uns in dem Besuch einer gemütlichen Crêperie, in der wir uns mit Eis und echt französischen Crêpes verwöhnen ließen. Und danach blieb uns nur noch der Weg bergab, zurück in den Bus.

 

Lena M., Frauke

Toulouse

Am Dienstag, den 9. Oktober haben wir eine Stadtführung durch Toulouse gemacht. Gezeigt wurde uns das Capitol (Das Rathaus von Toulouse), in dessen Prachtsaal die scheinbar marmornen Säulen in Wirklichkeit aus Gips bestehen und die Decke und Wände mit Gemälden verschiedener Künstler bemalt sind. Anschließend sahen wir die Jakobinerkirche, deren innerer Aufbau untypisch ist für eine Kirche, da sich der Altar in der Mitte der Kirche befindet und das Schiff längs statt quer geteilt ist.

Zuletzt schauten wir uns die Wallfahrtskirche Basilique de Saint Sernin an, vor der der Bischof Der heilige Saturnin den Märtyrertod starb und in der einige Reliquien ausgestellt werden. Zudem liegt die Kirche auf dem Jakobsweg.

Anschließend durften wir die zahlreichen Shoppingmöglichkeiten von Toulouse nutzen und die Stadt auf eigene Faust erkunden.

         

Prachtsaal im Capitol                                              Jakobinerkirche

Lena B.

Soirée Franco-Allemande

Am Abend des 9.10.07 fand ein gemeinsamer Abend der deutschen und französischen Austauschpartner und deren Familien statt. Außerdem anwesend waren die betreuenden Lehrer und die Schulleiter beider Schulen.

Nachdem beide Schulleiter ein paar Worte an die Anwesenden gerichtet hatten, unterschrieben sie einen ausgearbeiteten Vertrag, der die Partnerschaft beider Schulen besiegeln soll.

 

Daraufhin zeigten die französischen Schüler verschiedene Dokumentationen von ihrem Aufenthalt in Buxtehude. Zu sehen waren eine Powerpoint-Präsentation und ein Video.

Auch an musikalischer Darbietung sollte es nicht mangeln. Drei verschiedene Musikacts gaben ihr Bestes um uns zu entertainen.

Nach diesem Programmpunkt stürzten sich alle zum Buffet und genossen die präparierten Appetithäppchen.

Zum krönenden Abschluss wurden Viola und Verena mit Kuchen, Gesang und T-Shirts beschenkt um ihren 17. Geburtstag perfekt zu machen.

Alles in allem: Ein gelungener Abend!

Carry und Benita

Carcassonne

 La Cité de Carcassonne

 

Am   11. Oktober 2007  sind wir gemeinsam mit unsere französischen Austauaschschülern nach Carcassonne gefahren. Die Busfahrt hat ca. eineinhalb Stunden gedauert. Als wir dort ankamen, haben wir  an einer Führung teilgenommen. Die Führerin hat auf Französisch über die Geschichte der Stadt  berichtet, doch wir hatten zum Glück Herrn Samland dabei, der es uns  auf Deutsch übersetzen konnte. Wir haben also erfahren, dass die Cité ( Alt- oder Oberstadt ) von Carcassonne im 1. Jahrhundert v. Chr von den Römern gegründet wurde und heute zu den am vollständigsten erhaltenen Festungsstädten Europas zählt.

Eine Besonderheit ist, dass Carcasonne  von zwei Mauern umgeben ist. Die äußere Festungsmauer wurde auf Veranlassung  von Ludwig IX im 13. Jahrhundert erbaut. Sie umfasst die gesamte innere Mauer.

Als  die Altstadt, die über 52 Türmen verfügt,  im 19. Jahrhundert von Eugène Viollet-le-Duc restauriert wurde, galt sie zur damaligen Zeit   als die größte Baustelle innerhalb Europas. 1997 wurde Carcassonne dann von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Nach unserer Führung hatten wir noch ca. eine Stunde Freizeit, in der wir die vielen kleinen Geschäfte, Souvenirläden, Cafés und Restaurants aufsuchen konnten.

Danach sind wir weiter ans Mittelmeer gefahren.

Henrike

Der Abreisetag - 15.10.2007

Der letzte Tag war angebrochen. In einigen Stunden würden wir wieder in Deutschland sein und unser Alltag hätte uns wieder.

Mit gemischten Gefühlen verabschiedeten wir uns von unserem Zuhause in Frankreich und unseren Gastfamilien. Sie wünschten uns eine angenehme Heimreise und wir dankten ihnen für ihre Gastfreundlichkeit. Auch wenn die Verständigung nicht immer leicht war, wurde für uns alles getan, um den Aufenthalt so schön wie möglich zu gestalten.

Anschließend hatten wir noch zwei Stunden Unterricht im Lycée und eine Stunde mit unseren deutschen Lehrern, in der wir ihnen eine Rückmeldung über den Aufenthalt gaben. Mit unseren Austauschpartner ging es dann per Bus zum Flughafen von Touluse. Nach der Gepäckabgabe picknickten wir noch kurz und dann mussten wir uns schweren Herzens verabschieden. Ein letztes Mal „Tschüss“, die letzten „Bisous“ – sogar noch ein paar Tränen flossen – und dann ging es zurück nach Deutschland, wo unsere Familien uns mindestens genauso freudig wieder aufnehmen würden wie unsere Gastfamilien.

Das Flugzeug hob ab und wir sagten: „Au revoir, la France!“

Viele neue Eindrücke, Erfahrungen und auch Vokabeln nehmen wir mit und werden sicherlich auch in Zukunft davon profitieren.

Melora & Svenja