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Standort: sts-lg-so > Weitere Veranstaltungen
> Segeln auf einem Traditionssegler
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Vorbereitung
auf Klassenfahrten mit behinderten und nichtbehinderten
Schülerinnen und Schülern auf
Traditionsseglern
Nachbereitungstreffen
1 Allgemeines1.1 Das Schiff:
1.2 Die Kosten (2005)Eingezahlt werden müssen € 220,00 (Überschuss selbstverständlich zurück), das setzt sich zusammen aus
1.3 Der Tagesablauf (könnte so aussehen, hängt auch vom Skipper und von Wind und Wetter ab)
2 PädagogischesKlassenfahrten auf Großseglern haben mittlerweile in der pädagogischen Arbeit einen festen Platz. Sie geben Gelegenheit zu unmittelbarem Naturerleben, vermitteln Einsichten in Organisation und Regelung der Seewege, lassen ein historisches Transportmittel aktiv erleben. Darüber hinaus stellen sie hohe Anforderungen an Organisations- und Gruppenfähigkeit, fördern Einsicht in die Notwendigkeit von arbeitsteiliger Kooperation und geben direkten Anlass zu Unterrichtsveranstaltungen z.B. in den Fächern bzw. Lernfeldern Biologie, Geschichte, Geographie, Hauswirtschaft, Sachunterricht, Technik, Sport, Welt- und Umweltkunde, etc. An Schulen werden solche
Klassenfahrten
noch wenig unternommen, obwohl unbestritten ist, dass gerade behinderte
und
von Behinderung bedrohte Schülerinnen und Schüler auf
Großseglern
wichtige Erfahrungen machen und ihr Selbstwertgefühl
stärken können.
Die meisten Lehrkräfte kennen Segeln als Freizeitsport nicht
und scheuen
oft den vermuteten Aufwand, befürchten mangelnde eigene
Kompetenz und
ihnen unbekannte Gefahren.
Um Lehrkräften im Vorbereitungsdienst Gelegenheit zu geben, diese pädagogisch wertvolle Form von Klassenreisen zu erproben, bieten wir am Studienseminar Lüneburg für Anwärter des Lehramtes Grund- Haupt- und Realschule wie für Anwärter des Lehramtes für Sonderpädagogik dazu eine weitere Veranstaltung nach DB zu § 6 APVO-Lehr Nr. 2.5.. Diese umfasst:
3 VorbereitungAuch wenn zunächst die Vorfreude bzw. gespannte Erwartung auf die Reise im Vordergrund steht, ist doch eine gewissenhafte Vorbereitung und eine Nachbereitung für dass Gelingen einer solchen Fahrt und für die mögliche Wiederholung mit behinderten Schülerinnen und Schülern später in der Schule sinnvoll. Im übrigen gibt es an Bord so wahnsinnig viel auch wieder nicht zu tun – im Gegensatz zum manchmal sportlichen Segeln auf Jollen und Yachten werden die Segel auf Großseglern doch eher selten bedient, zum Steuern reicht eine Person (und zwei zur moralischen Unterstützung), wenn´s der Skipper nicht selber tut. Zumindest das Essen muss immerhin zubereitet werden – meistens haben alle ziemlichen Hunger (die legendäre Seeluft). Die Vorbereitung umfasst im wesentlichen drei Aspekte: Organisation, Lernen auf dem Schiff und die Gruppendynamik (die im übrigen stark von den beiden ersteren beeinflusst wird). 3.1 Organisation
3.2 Lernen (Auswahl) Ein Schiff, insbesondere ein Segelschiff ist ein ganz außergewöhnlicher „außerschulischer Lernort“. Im Gegensatz zum Beispiel zum Besuch eines Museums muss die Gruppe immer wieder aktiv werden, um das Schiff in Bewegung u bringen oder in Bewegung zu halten, Fragen entstehen unmittelbar im erleben von Situationen (wie heißt das Teil, an dem ich ziehen soll gleich noch mal?, wann sind wir da? warum segeln wir nicht schneller? wird das Wetter besser/schlechter? woher wissen wir, in welche Richtung wir segeln müssen? etc). Außerdem ist der historische Bezug leicht herzustellen: Dieses Schiff hat vor 100 Jahren tatsächlich Menschen und Güter in Europa transportiert, welche und wohin? Es bieten sich daraus eine Reihe von Lernfeldern an, die über das Schiff (und seine Mannschaft) alle miteinander verknüpft sind.
3.3 Psychologisches An Bord eines Schiffes, insbesondere eines Segelschiffes herrschen besondere Regeln. Selbst wenn derartige Segeltörns nicht um Kap Hoorn gehen und in der Regel jeden Abend ein Hafen angelaufen wird, wird die Situation bestimmt von zwei Faktoren: erstens kann keiner runter, solange das Schiff auf See ist und zweitens sind Schiff und Besatzung mehr oder weniger weitgehend der Natur, also den Wetterbedingungen ausgeliefert. Dazu kommt ein weiteres: Der Skipper trägt alleine die Verantwortung für Schiff und Mannschaft und hat auch deshalb immer das letzte Wort. Für alle Beteiligten, besonders aber natürlich für Kinder und Jugendliche und hier wieder besonders für viele behinderte solche ist die Tatsache, „sich nicht mehr auf dem gewohnten festen Boden zu befinden“ etwas Außergewöhnliches. Es ist in aller Regel auch etwas, was sich auf die Gruppendynamik auswirkt. Dazu gehört auch der Gegensatz „Urlaub – Ernstfall“, dazu gehört, dass man/frau die Segel halt nur gemeinsam hochkriegt, dazu gehört neue Regeln kennen- und akzeptieren lernen etc.
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