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| Pädagogisches Seminar 4
Joachim Lange Stand: Oktober 2010 |
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| Standort: sts-lg-so > Seminare > PS 4 Inhaltsübersicht > Nachrichtenquadrat | ||
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Das
"Quadrat der Nachricht"
Dieses Kommunikationsmodell wurde von dem Hamburger Psychologen "Schulz von Thun" 1977 und 1981 erstmals vorgestellt. Es geht darum, "was jemand von sich gibt bzw. das, was beim anderen ankommt", so schreibt von Thun. Aussagen einer Person nennt v. Thun eine "Nachricht". Diese Nachricht enthält vier verschiedene Aspekte oder vier verschiedene Seiten, die gleichzeitig seelisch wirksam sind.
Der Sender der
Botschaft sendet also gleichzeitig auf vier Kanälen mit "vier
Schnäbeln". 1.
Sachinhalt 2.
Selbstkundgabe 3.
Beziehungshinweis 4.
Appell Das Modell ermöglicht die Sichtweise, daß ein und dieselbe Äußerung mehrere Botschaften gleichzeitig enthält, wobei meist nur der Sachinhalt ausgesprochen werden soll, während die drei anderen Aspekte zwischen den Zeilen stehen. Schulz von Thun nennt folgendes Beispiel: In einem Auto fahren eine Frau (am Steuer) und ein Mann (als Beifahrer) auf eine Ampel zu. Der Mann sagt zur Frau: "Du, da vorne ist grün." Mit dem
Sach-Ohr der Frau gehört, ist diese Nachricht einfach: "Die
Ampel zeigt weder gelb noch rot, einfach grün." Die Frau antwortet in dem Beispiel mit: "Fährst Du oder fahre ich?" So hört sie wohl mit dem Beziehungsohr und wehrt sich mit ihrer Ablehnung gegen die Bevormundung. Gegen den Sachinhalt der Botschaft wird sie nichts haben. Für
Lehrkräfte ergeben sich alltäglich Situationen, in
denen sie sich angegriffen fühlen, besonders wenn Nachrichten
der Schüler mit dem Beziehungs-Ohr oder Appell-Ohr aufgenommen
werden. Etwa ablehnende Schüleräußerungen
wie: "So'n Scheiß
mach ich nicht!" "Schon wieder das gleiche." treffen besonders, wenn
die
Lehrkraft mit diesen Ohren hört. Arbeitsauftrag:
Literatur: Friedemann Schulz von Thun: Miteinander reden, Band 1: Störungen und Klärungen |
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