|
||
| Pädagogisches Seminar 4
Joachim Lange Stand: Oktober 2010 |
||
| Standort: sts-lg-so > Seminare > PS 4 Inhaltsübersicht > Kommunikationssperren | ||
|
Kommunikationssperren
Thomas Gordon, Schüler von Carl Rogers, zählt 12 Kommunikationssperren auf. Gordon nennt die Kommunikationssperren auch "Die Sprache der Nicht-Annahme: die zwölf Straßensperren auf dem Weg zur Kommunikation". Diese Sprachmuster haben die Eigenschaft, weiterführende Gespräche zu blockieren oder zu verlangsamen. Sie behindern oder unterbinden völlig die Kommunikation: 1. Befehlen, anordnen, auffordernDiese Fomulierungen sind besonders störend für eine Kommunikation, wenn der andere das Problem hat: Bittet Sie beispielsweise eine Schülerin oder eine Kollegin um ein Gespräch, um Ihnen ihr Problem zu schildern, so können Sie dieser Person bei deren Klärung helfen: Sie hören aktiv zu, indem Sie das Gesagte inhaltlich zusammenfassen und rückmelden, Sie zeigen nonverbal eine zugewandte Körperhaltung und geben gelegentlich eine emotionale Rückmeldung, wenn Sie die vermuteten Wünsche und Gefühle ihres Gesprächspartners widerspiegeln. In diesem Fall werden Kommunikationssperren ihren Gesprächspartner so blockieren, dass der Klärungsprozeß abbricht. In problemfreien Situationen tut es der Beziehung zu Ihren Schülern oder Kolleginnen meist keinen Abbruch, wenn sie Kommunikationssperren einsetzen. Dann können Sie ruhig Anweisungen geben, belehren, Ratschläge erteilen, Lösungen anbieten, Fragen stellen, urteilen oder ironisch werden. Wenn Sie achtsam sind, merken Sie durch Hinweise und Signale, dass möglicherweise ein Schüler oder ein Kollege ein Problem bekommt. Dann schalten Sie sofort auf aktives Zuhören um und unterlassen Kommunikationssperren. Arbeitsauftrag:
In welche der zwölf Kategorien paßt häufig ihr eigenes Lehrerverhalten? |
|
|