Pädagogisches Seminar 4
Joachim Lange


Standort: sts-lg-soSeminare > PS 4 Inhaltsübersicht  > Gespräch über den Ausbildungsstand


PS 4 Inhalte
Unterrichten
Erziehen
Beurteilen ...
Mitwirkung
Personale Kompetenz
- Arbeitsaufträge
Klassengespräch
- Lehrerverhalten

Auswertungsphase
- Visualisieren Strukturieren
- Üben im Unterricht
- Feedback
Gruppenarbeit
- Zeitmanagement
     
- GüA




Gespräch über den Ausbildungsstand 

Die APVO-Lehr regelt: 
"§ 10 Gespräch über den Ausbildungsstand, Ausbildungsnote

(1) Zwischen dem achten und zehnten Ausbildungsmonat führen die Ausbildenden mit der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst gemeinsam ein Gespräch über den Ausbildungsstand und beraten sie zum weiteren Verlauf der Ausbildung."

In den Durchführungsbestimmungen zur APVO-Lehr heißt es weiter:
"Zu § 10 (Gespräch über den Ausbildungsstand, Ausbildungsnote):

1. Die Leiterin oder der Leiter des Studienseminars kann an dem Gespräch über den Ausbildungsstand teilnehmen. Der festgestellte Ausbildungsstand und ggf. die Hinweise auf die Konsequenzen (Entlassung durch Verwaltungsakt wegen Nichteignung) sind aktenkundig zu machen. Ein Exemplar ist der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst auszuhändigen."

Das Gespräch über den Ausbildungsstand findet gemeinsam mit den Ausbildenden statt, die an der Prüfung und Notengebung beteiligt sind. (Förderschwerpunkt 1, Förderschwerpunkt 2, erstes Unterrichtsfach, Pädagogisches Seminar) Das zweite Unterrichtsfach ist nicht vertreten.

Das Gespräch folgt aufgrund des engen zeitlichen Rahmens von ca. 45 min einem grob festgelegten Ablaufplan:
  1. Vorgespräch der Ausbildenden (ohne LiV, Dauer ca. 15 min)
  2. Beginn des Gesprächs mit LiV:
    LiV legt fest, ob und wann von den Ausbildenden eine Trendaussage zur Note der Ausbildenden (keine Ausbildungsnote) gemacht werden soll
  3. Stellungnahme LiV und Kurzstellungnahme FSL (parallel Sammlung von Gesprächspunkten für das anschließende gemeinsame Gespräch )
  4. Gemeinsames Gespräch über die genannten Schwerpunkte
  5. Zusammenfassung durch eine/-n FSL bzw. durch die/den LiV
Um ein gemeinsames Gespräch aller Beteiligten zu ermöglichen, ist es günstig, wenn die LiV mit einer kurzen und prägnanten Rückschau auf den eigenen Lernweg beginnt. Sinnvoll sind unbedingt Schwerpunktsetzungen, um in der gemeinsam zur Verfügung stehenden Zeit (ca. 30 min) wichtiges und wesentliches besprechen zu können. Es kann eben nicht alles noch Mal zusammen gefasst werden. Durch die Rückschau auf den eigenen Lernweg nennt die LiV ihr wesentliche Punkte, die zum Gesprächsgegenstand werden.

Es fördert den Gedankenaustausch und das gemeinsame Gespräch, wenn die LiV sich auf das GüA (schriftlich) vorbereiten. Die eigene Entwicklung soll betrachtet und auf der Basis der bisherigen Beratungen reflektiert werden. 
Bei der Vorbereitung dieser Stellungnahme können die Kompetenzbereiche der APVO-Lehr Berücksichtigung finden. Die folgende Auflistung nennt stichwortartig Beispiele der Kompetenzbereiche und sollte nicht als verbindlich angesehen werden. Günstig ist es, die Liste als Anregung zu verstehen, um die eigenen Arbeitsschwerpunkte herauszuarbeiten und Weiterentwicklungen zu benennen.
Dabei soll auch die Ausbildung in der sonderpädagogischen Förderung an allgemein bildenden Schulen als Reflexionspunkt angesprochen werden.

Rückblick und Ausblick auf die eigene Ausbildung:

Erreichtes - Eigene Stärken - Schwierigkeiten und Lösungsmöglichkeiten für aufgetretene Probleme - Ziele für die weitere Arbeit - Ausblick

Unterrichten:
- Planung: fach, sach-, schülergerecht und lernwirksam
- Durchführung: fach, sach-, schülergerecht und lernwirksam
- Reflexion: Lernwirksamkeit, Nachhaltigkeit, Optimierung, Kooperation mit Kollegen

Erziehen:

- Gestaltung der Lehrer-Schüler-Beziehung
- Unterstützung der Schüler bei der individuellen Entwicklung und Wertehaltung
- Konstruktiver Umgang mit Konflikten
- Kooperation mit allen am Erziehungsprozess Beteiligten

Beurteilen, Beraten und Unterstützen, Diagnostizieren und Fördern:
- Schülerleistungen beurteilen
- Beratungsbedarf erkennen und Möglichkeiten der kollegialen Beratung nutzen
- individuelle Lernvoraussetzungen der Schüler beobachten, analysieren und fördern

Mitwirken bei der Gestaltung der Eigenverantwortlichkeit der Schule und
Weiterentwickeln der eigenen Berufskompetenz:

- Schulentwicklung wahrnehmen
- im Rahmen schulrechtlicher Bestimmungen handeln
- Berufskompetenz weiterentwickeln
- Ausbildungsschwerpunkte dokumentieren sowie zusätzliche Kompetenzen

Personale Kompetenzen:
- professionelles Konzept der eigenen Lehrerrolle entwickeln
- Verantwortung für sich und die Arbeit übernehmen
- kollegial, teamorientiert, bereit zu konstuktiver Kritik, Konfliktbewältigung

Zur weiteren Orientierung lohnt sich ein Blick in die APVO und in die Durchführungsbestimmungen zur APVO. Für einzelne Aspekte ist die Lektüre folgender Materialien hilfreich:

- Grundlagenpapier des Studienseminars: Kriterien für "Guten Unterricht"
- Grundlagenpapier des Studienseminars: Absprachen zum ausführlichen schriftlichen
Unterrichtsentwurf
- Seminarpapiere einzelner FSL zum Erwartungshorizont bezogen auf die Ausbildung

 
 
 
 

Counter