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Günstige
Bedingungen für Gruppen-/Team-Arbeit
In einem
Team/Gruppe läßt sich erfolgreicher arbeiten, wenn
die Gesamtverantwortung für das Gelingen der
Team-/Gruppensitzung auf mehrere Personen verteilt wird. Dabei werden
einzelne Verantwortungsbereiche ausgegliedert und die Aufgaben an
unterschiedliche Gruppenmitglieder verteilt. Wichtig ist, dass durch
ein Rotationsprinzip
die verschiedenen Aufgaben gleichmäßig verteilt
werden. So tragen
mehrere Gruppenmitglieder die Verantwortung für einen
überschaubaren
Bereich. Die Einzelaufgabe ist überschaubar und
überfordert nicht.
Zugleich kann sich jedes Gruppenmitglied entlastet fühlen,
nicht für
vieles verantwortlich zu sein. Das Rotationsprinzip ist wichtig, um
möglichen Hirarchiebildungen vorzubeugen.
Folgende
Aufgabenverteilungen sind sinnvoll:
- Gastgeber
- sorgt
für günstige äußere
Rahmenbedingungen
- Moderator
- fühlt sich für den Ablauf der Gruppenarbeit
besonders verantwortlich, moderiert die Gruppe, versucht den
Arbeitsprozess zu strukturieren und ergreift immer wieder Initiative.
- Zeitwächter
- achtet auf das Einhalten der Zeiten (auch Pausenzeiten), achtet
darauf,
mit der Zeit ökonomisch umzugehen, erinnert ab und zu an die
noch zur
Verfügung stehende Zeit. Stützt insgesamt die
Chairperson.
- Logbuch
- hält das von der Gruppe Erarbeitete fest. Stellt ggf. die
Arbeitsergebnisse vor. Notiert Beschlüsse und Vereinbarungen
des Teams / der Gruppe und trägt dadurch zur
Kontinuität und Verbindlichkeit der gemeinsamen Arbeit bei.
- Persönliches
Protokoll - In Ergänzung zum Logbuch schreibt der
persönliche Protokollant seine subjektiven, auch emotionalen
Eindrücke von dem Treffen auf und liest sie zu Beginn der
nächsten Sitzung vor. Damit ruft er den anderen Personen die
vergangene Sitzung viel deutlicher in Erinnerung als durch ein
reguläres Protokoll. Außerdem unterstützt
er dadurch die Praxis
der Selbstkundgabe in der Gruppe.
- Wadenbeißer
- achtet auf die Einhaltung gemeinsam verabredeter
(Gesprächs-) Regeln.
- Fragen-
und Problemspeicher - Der Verwalter merkt sich Themen und
Probleme, die nicht behandelt werden konnten und bringt sie in
angemessenen Abständen in Erinnerung. (keine Rotation)
Die Aufgabenverteilung
läßt sich durch Piktogramme stützen. So
wird deutlich, dass einige Gruppenmitglieder aus ihrer Funktion
Beiträge bringen. Das entlastet möglicherweise die
Beziehungsebene. Beiträge aus ungeliebten Funktionen, wie
Zeitwächter und Wadenbeißer erscheinen dann nicht
als Nörgelei an der Gruppenarbeit. Ihre Erinnerung an
Absprachen entspricht ihrer Funktion.
Es müssen
nicht immer alle Aufgaben verteilt werden. Wichtig sind in erster Linie
die Moderation und eine Form Arbeitsergebnisse festzuhalten und ggf.
der Gastgeber. Die anderen Aufgaben sollten jedoch nicht aus dem
Blickfeld verschwinden.
Störungen
haben Vorrang
Störungen
hindern einzelne Gruppenmitglieder an erfolgreicher Mitarbeit. Deshalb
ist es günstig, Störungen
anzumelden und zu bearbeiten. Ein Hilfsmittel dazu kann beispielsweise
ein
roter Punkt sein. Störungen können in einer Person
liegen (müde,
Zigarette fehlt), von außen kommen (Lärm, Zugluft)
oder zwischen
Personen sein (Mißverständnisse, Kränkung).
Je ausführlicher die betroffenen Personen über ihre
Störung berichten, desto größer sind die
Chancen für eine angemessene Lösung.
Beziehungsebene
entlasten
Die Beziehung zwischen
Menschen ist sehr empfindlich. Verletzungen, Kränkungen,
Missverständnisse können das Arbeits-Klima
vergiften.
Im Sinne von
Konfliktvorbeugung ist die Selbstkundgabe der Gruppenmitglieder
wichtig. Dies kann durch Blitzlichter, Sprechsteinrunden und
Persönliche Protokolle erfolgen. Deutlich
werden dabei Hintergründe und persönliche
Sichtweisen, die das
Verständnis füreinander fördern.
Selbstkundgabe wird
auch über die TZI-Regeln: „Sprich per ich und nicht
per man!“ und „Wenn Du Fragen stellst, dann
erläutere Deinen persönlichen Hintergrund
dazu!“ erreicht.
Rückmeldungen
können verletzen! Fragen Sie, ob Ihre
Rückmeldung erwünscht ist. Beschreiben Sie
so genau wie möglich. Vermeiden Sie Interpretationen. Geben
Sie die
Rückmeldung dosiert. Wenn Sie eine Rückmeldung
erhalten, versuchen
Sie erst zuzuhören, dann ggf. von Ihren Gefühlen zu
sprechen, die
durch die Rückmeldung ausgelöst wurden, erst dann
gehen Sie auf
den Inhalt ein.
In Auseinandersetzungen
folgen Sie bitte der Handlungsregel: Verstehen vor
Konfrontation. Also erst zuhören und den
Gesprächspartner in persönlichen und subjektiven
Bezügen (einschließlich Gefühle) verstehen
und respektieren, dann konfrontieren.
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