Pädagogisches Seminar 4
Joachim Lange



Stand: 
Januar 2012


Standort: sts-lg-soSeminare > PS 4 Inhaltsübersicht  > Beurteilungskriterien


PS 4 Inhalte
Unterrichten
- Hospitieren
- Planung
- Stundenbesprechung
- Kompetenzorientierung
- Did. Klassiker
- situative Planung
- Beurteilung
- Beurteilungsprobleme
Erziehen
Beurteilen
Mitwirkung
Personale Kompetenz




Beurteilung
Am Ende des vierzehnten Ausbildungsmonats werden die Leistungen der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst

   1. im pädagogischen Seminar von dessen Leiterin oder Leiter,
   2. in jedem fachdidaktischen Seminar von dessen Leiterin oder Leiter und
   3. in der Ausbildungsschule von deren Schulleiterin oder Schulleiter

mit einer Note bewertet. (vgl. APVO-Lehr § 10 Abs. 2 Satz 1)
Ziel des Vorbereitungsdienst ist es, dass die in der Anlage der APVO-Lehr genannten Kompetenzen in engem Bezug zur Schulpraxis erworben werden. (vgl. APVO-Lehr § 2 Satz 1)

Die Note der Schulleitung bezieht sich nur auf Aussagen zur schulischen Arbeit der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst, insbesondere auf die Mitarbeit in Konferenzen, Umgang mit Schülerinnen und Schülern, Teamfähigkeit, Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten und ggf. auf außerunterrichtliche Aktivitäten und Engagement in Schulprojekten im Rahmen der Eigenverantwortlichkeit der Schule.
(vgl.: DB zu § 10 Nr. 3 APVO-Lehr)

Der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst werden Kopien der jeweiligen Benotung mit Begründung ausgehändigt. Sie kann dazu eine Stellungnahme abgeben.
(vgl.: DB zu § 10 Nr. 4 APVO-Lehr)

Die Ausbildungsnote beim Lehramt für Sonderpädagogik wird wie folgt berechnet:

Beispiel:
Zunächst wird aus dem Punktwert der ersten sonderpädagogischen Fachrichtung und dem Punktwert der zweiten sonderpädagogischen Fachrichtung der Mittelwert gebildet (§ 10 Abs. 3 Satz 3). Dieser fließt als Punktwert der ersten fachdidaktischen Note in die Ausbildungsnote ein.
Note Pädagogik 2,0
Noten Fachdidaktik
Förderschwerpunkt A= 4,0
Förderschwerpunkt B = 2,0
3,0 (Mittelwert aus beiden Fachrichtungen)
Note erstesUnterrichtsfach
(Das zweite Unterrichtsfach wird nicht bewertet)
4,0
Note Schulleitung 3,0 (erst ab Einstellungstermin 1. 8. 2011)
Note schriftliche Arbeit 1,5
(Punktwert § 9 Abs. 3)
1,5
1,5 (doppelte Gewichtung § 10 Abs. 3 Satz 2)
Insgesamt: 15 : 6 = 2,5 (Punktwert)
Der Punktwert der Ausbildungsnote (hier: 2,5)
entspricht der Ausbildungsnote „befriedigend“ (3)"
(vgl.: DB zu § 10 Nr. 5 APVO-Lehr)

Das Ergebnis der Ausbildungsnote wird an die Prüfungsbehörde weiter geleitet, damit die Prüfung eingeleitet wird.
(vgl.: DB zu § 10 Nr. 6 APVO-Lehr)

Gemeinsame Unterrichtsbesuche,
bei denen der Ausbildende des pädagogischen Seminars und die oder der für das jeweilige Fach zuständige Ausbildende gemeinsam  einen Unterrichtsbesuch durchführen, werden nicht benotet.
 Allerdings wird der Unterricht besprochen wobei Qualität und Mängel des Unterrichts eingehend unter Berücksichtigung des Kompetenzzuwachses zu erörtern sind. (vgl.: DB zu § 7 Nr. 5.4 APVO-Lehr)

Die Anlage der APVO-Lehr benennt 5 Kompetenzbereiche, die im Vorbereitungsdienst erworben werden sollen. Es sind dies die Kompetenzbereiche:
  1. Unterrichten
  2. Erziehen
  3. Beurteilen, Beraten und Unterstützen, Diagnostizieren und Fördern
  4. Mitwirken bei der Gestaltung der Eigenverantwortlichkeit der Schule und Weiterentwickeln der eigenen Berufskompetenz
  5. Personale Kompetenzen
Diese fünf Bereiche werden noch in rund 60 Unterpunkte untergliedert.

Beurteilungskrieterien werden explitzit nicht genannt. Das bedeutet, dass die unten genannten Kriterien noch so lange Bestand haben, bis eine Überarbeitung stattgefunden hat. Bei den Beurteilungskriterien wurden die 10 Merkmale guten Unterrichts berücksichtigt.

Beurteilungskriterien 

Unterrichtsplanung
sachlogisch aufgebauter Unterricht
geeignete Lernziele
sinnvolle Lernschritte
Berücksichtigung der Lernvoraussetzungen
Berücksichtigung der SsInteressen
Stimmigkeit der Ziel-, Inhalts- und Methodenentscheidungen
 

Unterrichtsdurchführung
klare Strukturierung des Lehr-Lernprozesses
Interesse für die Sache wecken
geeignete Problemstellung
Methodenvielfalt
Intensive Nutzung der Lernzeit (Ss aktiv)
intelligentes Üben
zeitlicher Verlauf
Ergebnissicherung / geeigneter Stundenabschluss

Lehrer- Erzieherverhalten
sinnstiftende Gesprächsführung
Methoden-  / Medieneinsatz (keine Materialschlacht)
Regeln, Rituale (Vereinbarungen)
lernförderliches Unterrichtsklima
individuelles Fördern (Orientierung am Lernstand der Ss, Hilfen, Impulse, Selbständigkeit; Vermittlung von Lernstrategien)
Umgang mit Arbeitsergebnissen
Schülerfeedback
Transparenz in Leistungserwartungen

Reflexion
in Schwerpunkten reflektieren:
Erreichung der Lernziele 
Mitarbeit der Schüler
Lehrerverhalten - Schülerverhalten 
Methoden / Medien
Phasen(abweichungen)
Entwicklung tragfähiger Alternativen
Stärken und Schwächen des Unterrichts selbständig erkennen und würdigen

Mitarbeit im Seminar / in der Schule
regelmäßige Teilnahme und aktive Mitgestaltung - Verantwortung übernehmen 
Teamarbeit / Elternarbeit
einbringen eigener Ideen und für die Gruppe wichtiger Informationen
Teile der Gruppenarbeit übernehmen

Gesamtnote der Staatsprüfung:
In der Ausbildungsnote sind die Leistungen vor der Prüfung erfasst:
+ (Note Pädagogisches Seminar) 
+ (Mittelwert aus Note beider Förderschwerpunkte)
+ (Note erstes Unterrichtsfach)
+ (Note der Schule)
+ (2x Notenpunkte der schriftlichen Arbeit)
Summe dividiert durch 6 = Punktwert der Ausbildungsnote

Am Prüfungstag werden beispielsweise erreicht:

Prüfungsunterricht I 3,0 (Punktwert)
Prüfungsunterricht II 3,5 (Punktwert)
Mündliche Prüfung 2,0 (Punktwert)
Prüfungsnote: 8,5 : 3 = 2,8 Note „befriedigend“ (3)

Beispiel der Gesamtnotenberechnung:

Ausbildungsnote 4,8 (Punktwert), Note „mangelhaft“ (5)
Prüfungsnote 2,8 (Punktwert), Note „befriedigend“ (3)
insgesamt 7,8 : 2 = 3,8 (Punktwert), Gesamtnote "ausreichend"

(vgl.: DB zu § 19 APVO-Lehr)
Für die Bewerbung wird die Note der Staatsprüfung 3fach, die des Universitätsabschlusses einfach gewichtet.



 
 
 
 
 

Counter