Kollegiale Beratung und Supervision (KoBeSu)
Joachim Lange (Supervisior)


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Was ist Supervision

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Aktives Zuhören
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Aktives Zuhören im Rahmen der
Kollegialen Beratung und Supervision (KoBeSu)
 

Das aktive Zuhören ist die klassische Methode der Selbstklärungshilfe (Selbstaktualisierung), bekannt aus der Klientenzentrierten Gesprächstherapie nach Carl Rogers. Es ist eine wichtige Basis, um den Klärungsprozess eines Ratsuchenden / Klienten zu unterstützen. Im Rahmen der Kollegialen Beratung und Supervision (KoBeSu) wird durch das aktive Zuhören ermöglicht, dass eine ratsuchende Person ihre Sichtweisen umfassend darstellen kann. Nur ausgesprochene Vorstellungen sind einer Veränderung zugänglich.


Aktives Zuhören hat zum Ziel, dem Gesprächspartner bei der eigenen Entwicklung zu helfen bzw. bei der Klärung seiner Anliegen.

Das Aktive Zuhören muss durch die innere Haltung und Einstellung des Zuhörenden getragen werden.


Die Anwendung der bloßen Gesprächstechnik verfehlt das Ziel, der Gesprächspartner fühlt sich möglicherweise manipuliert, nicht ernst genommen oder gar fertig gemacht.
Die Übung der unten stehenden Gesprächstechniken steht zum erfolgreichen aktiven Zuhören, wie die isolierte Übung von Einwurf, Elfmeter etc. zum Fußballspiel.


Im Rahmen der Zusatzqualifikation wird in die Bestandteile des aktiven Zuhörens sorgfältig eingeführt. Die einzelnen Elemente werden wie "Vokabelübungen" geübt, um allmählich aus dem Training der Komponenten eine innere Haltung beim Berater entstehen zu lassen. Man versteht darunter eine Haltung, eine Einstellung der ratsuchenden Person gegenüber mit den Merkmalen der Echtheit/Ehrlichkeit, Anteilnahme/Interesse, Wertschätzung und Akzeptanz, die mit der Zeit erworben werden kann.

1. nonverbal
Zugewandte Körperhaltung, Blickkontakt, Kopf nicken, stimmige Gesten
kurze Äußerungen wie: "ja", "hmm", "aha"

2. Umschreiben / Paraphrasieren (Inhalt verstehen)
Wiederholen Sie mit Ihren eigenen Worten, was gesagt wurde. So merkt Ihr Gesprächspartner, ob alles richtig bei Ihnen angekommen ist und kann Missverständnisse korrigieren.
Beispiele für Satzanfänge:
"Habe ich dich richtig verstanden ..."
"Ich habe gehört, dass ..."
"Du meinst also ..."

3. Reflektieren (Emotionen verstehen)
Beim "Reflektieren" handelt es sich um eine "Gesprächstechnik" aus der von Carl Rogers entwickelten Gesprächspsychotherapie. Gefühle und Wünsche des Gesprächspartners sollen möglichst genau erfasst werden. Dieser (vermutete) Gefühlszustand und/oder Wunsch wird dem Gesprächspartner widergespiegelt.

Vorgehen:
Hören Sie aufmerksam zu. Versuchen Sie sich in die Situation und das Befinden Ihres Gesprächspartners hineinzuversetzen.
Welches Gefühl mag in ihr / ihm stecken?
Welcher Wunsch steckt hinter der Äußerung?
Jetzt formulieren Sie den vermuteten Wunsch / das Gefühl als Aussagesatz.

Beispiele für Gefühlsansprache: 
"Du bist verärgert."
"Das hat dich überrascht."
"Das nervt dich."
 
Beispiele für Wunschansprache: 
"Du möchtest vom Druck befreit sein."
"Du wünschst dir mehr Verständnis."
"Du möchtest das alleine machen."

also:
keine Fragen stellen (Fragen "verpflichten" Gesprächspartner zu einer Antwort)
Gesprächspartner direkt (Du, Sie) ansprechen
wenig sprechen, kurze Äußerung (Sie sind aktiver Zuhörer, nicht Redner)
sprechen Sie das vermutete Gefühl oder den vermuteten Wunsch an (vgl. Beispiele)
Gefühlszustand an das Satzende setzen (das zuletzt Gesagte ermöglicht Thema = Gefühl / Wunsch) 
keine Spekulationen oder psychologischen Schlussfolgerungen / Interpretationen


 
 





 
 












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