Kollegiale Beratung und Supervision (KoBeSu)
Joachim Lange (Supervisior)


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Was ist Supervision

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Was ist Supervision?

In vielen Köpfen wird der Begriff "Supervision" als Aufsicht und Kontrolle verstanden. Damit sind Befürchtungen verbunden, dass die Persönlichkeit auseinandergenommen, bloßgestellt und analysiert wird. Dies geschieht vorwiegend vor dem Hintergrund, dass der Begriff "Supervision" aus der frühen Sozialarbeit stammt. Damals war tatsächlich Kontrolle gemeint: Der Supervisor kontrollierte die Ehrenamtlichen in der Sozialarbeit.

Heute ist Supervision eine Sonderform von Beratung im beruflichen Bereich und wird als permanente, berufsbegleitende Weiterbildung verstanden.

Supervision hat u.a. zum Ziel den Berufsalltag aus der Distanz zu reflektieren, die Berufsbelastungen besser bewältigen zu können und neue Handlungsmöglichkeiten für schwierige Situationen zu entwickeln.
Themen die am Häufigsten bearbeitet werden: Ärgernisse, Umgang mit schwierigen Schülern (Angst, Wut, Verzweiflung), Bewertung, Verhältnis zur Leitung, Verhältnisse im Kollegium, Umgang mit Klassen/Gruppen und Selbstwertthemen. Bei Berufsanfängern geht es oft um das Gefühl der Ohnmacht.

Wichtig ist die Unabhängigkeit der ratsuchenden Person vom Supervisior. Ein Abhängigkeitsverhältnis ist ungünstig, da die ratsuchende Person so nicht genügend Vertrauen zum Supervisor aufbauen kann. Im Rahmen der Zusatzqualifikation ist dies ein kritischer Punkt, da Fachseminarleiter eingesetzt werden, die gleichzeitig ja auch ausbilden und bewerten.
Um die Situation zu entschärfen, leiten zwei Fachseminarleiter die Zusatzqualifikation.
So können Fallbesprechungen von demjenigen Fachseminarleiter begleitet werden, der nicht an der Ausbildung beteiligt ist.
Im wöchentlichen Wechsel üben die Gruppen mal mit und mal ohne Fachseminarleiter. So ist es möglich auch ohne Fachseminarleiter belastendes anzusprechen.
Schließlich können auch die einzelnen Teilnehmerinnen für sich entscheiden ein „zu heißes Eisen“ nicht an zu sprechen.


 
 





 
 












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