Kollegiale Beratung und Supervision (KoBeSu)
Joachim Lange (Supervisior)


Standort: sts-lg-soWeitere Veranstaltungen > KoBeSu Ablauf



Anfangsseite KoBeSu

Was ist Supervision

Theoriehintergrund

Verfahrensablauf
Exkurs:
Aktives Zuhören
Exkurs:
Konfrontationsmethoden
Kontakt:


Der Verfahrensablauf der
Kollegialen Beratung und Supervision (KoBeSu)

Das Verfahren der Kollegialen Beratung und Supervision (KoBeSu) besteht aus meist zwei Phasen:

   1. Phase: Sicherheit und Vertrauen
      (Explikation der Subjektiven Theorien)
   2. Phase: Skepsis und Konfrontation
      (Modifikation der Subjektiven Theorien)

Erste Phase "Sicherheit und Vertrauen"
In der ersten Phase, der Phase "Sicherheit und Vertrauen", geht es darum, dass die ratsuchende Person ihre persönlichen Sichtweisen der Dinge, der Problemlagen die sie bewegt, ausspricht. Die ratsuchende Person berichtet also, während die Gruppenteilnehmer zuhören.

Nun berichtet die ratsuchende Person nicht nur einfach monologisch in den Raum hinein, sondern die Gruppenteilnehmer versuchen durch AKTIVES, anteilnehmendes Zuhören, den Klärungsprozess der ratsuchenden Person zu unterstützen. Für die ratsuchende Person bedeutet dieses Vorgehen, dass die ausgesprochenen Sichtweisen und Einstellungen, also ihre SUBJEKTIVEN THEORIEN einer Bearbeitung zugänglich gemacht werden. Die Subjektiven Theorien werden dargelegt, sie werden in ihren Bezügen und Strukturen (der ratsuchenden Person) deutlich.

Das aktive Zuhören ist der eigentlich kritische Bereich. Diese Gesprächsform muss intensiv geübt werden, um zu einer Haltung zu werden. Die Gefahr beim aktiven Zuhören ist, dass es als Technik verstanden wird, losgelöst von eigenen Grundhaltungen und Gefühlen.

Innerhalb der Zusatzqualifikation findet die Einführung in das aktive Zuhören an einem Samstag mit 6 Stunden Übungszeit statt.

=> Exkurs zum Aktiven Zuhören

Im Beratungsprozess der ersten Phase hat etwa nach einer Stunde die ratsuchende Person von ihrem Anliegen vollständig berichtet. Es folgt eine Pause von etwa einer halben Stunde, bevor die zweite Phase beginnt.


Zweite Phase: Skepsis und Konfrontation
Während das Ziel der ersten Phase darin besteht, dass die ratsuchende Person ihre subjektiven Sichtweisen darlegen - explizieren - kann, besteht das Ziel der zweiten Phase darin, der ratsuchenden Person Skepsis entgegenzubringen und sie zu konfrontieren. Damit soll die ratsuchende Person die Möglichkeit erhalten, ihre Subjektiven Theorien zu überprüfen und ggf. zu (ver)ändern. Damit die Konfrontationselemente auf der Sachebene bei der ratsuchenden Person ankommen und auf der Beziehungsebene ein sorgsamer Umgang gepflegt wird, erfolgt die Phase der "Skepsis und Konfrontation" sehr stark ritualisiert:

Vor Beginn der zweiten Phase fragt der Moderator der jeweiligen Sitzung, ob die ratsuchende Person noch etwas zu berichten hat, was sie in der ersten Phase vergessen hat. Ist das nicht der Fall, schlägt der Moderator den Eintritt in die Phase der "Skepsis und Konfrontation" vor. Da die ratsuchende Person immer, also auch jetzt selbstbestimmt handelt, muss sie der zweiten Phase zustimmen.

Der Moderator berät sich mit der Gruppe, welche Konfrontationsmethode der ratsuchenden Person vorgeschlagen werden soll und schlägt der ratsuchenden Person diese Methode vor. Auch hier hat die ratsuchende Person die Möglichkeit, die vorgeschlagene Konfrontationsmethode abzulehnen.

Wenn beispielsweise die ratsuchende Person mit der Methode "auftauchende Bilder und Assoziationen" einverstanden ist, berichten die Gruppenmitglieder reihum von ihren Bildern und Assoziationen während der ersten Phase.
Folgt dann beispielsweise die Methode "Behalten und Loslassen", wird die ratsuchende Person reihum die Frage gestellt:
"Was möchtest Du von deinem Problem behalten und was möchtest du los lassen?"
Mit dieser Fragestellung wird die Ambivalenz von Problemen behandelt.

Beide hier aufgeführten Konfrontationsmethoden und auch alle weiteren müssen sich konkret aus dem Zusammenhang der Problemlage der ersten Phase ergeben. Sie haben hier lediglich Beispielcharakter und keine grundlegende Verfahrensbedeutung.

Durch diese Bearbeitung in einer Sitzung erfährt die ratsuchende Person sowohl Verständnis als auch skeptische Sichtweisen zur geäußerten Problemlage, was letztlich zur Modifikation der eigenen Sichtweisen mit beiträgt.

=> Exkurs zu Konfrontationsmethoden


 
 





 
 












Rentenversicherung