Ausbildungsseminar Lueneburg 2
Studienseminar Lüneburg für das Lehramt für Sonderpädagogik
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Seminare



Diese Webseite ist nicht mehr aktuell.
Die Informationen müssen noch entsprechend der neuen Prüfungsverordnung (APVO-Lehr) überarbeitet werde
n
und sollen hier nur als Anregung dienen.
Seminarcurriculum 
für die Arbeit in den Pädagogischen Seminaren

(Im Downloadbereich finden Sie das Seminarcurriculum als Word- Datei.)

Diese Zusammenstellung (Stand 9/2001) erfolgte nach einer Sammlung und Sichtung der bisher in den Pädagogischen Seminaren bearbeiteten inhaltlichen Schwerpunkte. Die Gliederung orientiert sich in weiten Teilen an den Qualifikationsmerkmalen der Ausbildung im Seminar, wie sie in der PVO-Lehr II aufgeführt sind. Es gibt verbindliche und nicht verbindliche Inhalte. In 18-Monaten Vorbereitungsdienst ist es möglich, viele dieser Themen zu bearbeiten, dennoch sind angesichts der Vielzahl der aufgeführten Bereiche klare Schwerpunkte zu setzen. Im Vordergrund stehen dabei die als verbindlich gekennzeichneten Inhalte. Seminarpläne im PS sollten genügend Raum für Wünsche und Anregungen der AnwärterInnen lassen. Die Bearbeitung der Fragen, die sich aus der sonderpädagogischen Praxis ergeben, ist das zentrale Anliegen unserer Arbeit. Für einige Themen ergeben sich von selbst zeitliche Festlegungen (z.B. Elemente des schriftlichen Unterrichtsentwurfs), bei anderen ist der Zeitpunkt für eine Bearbeitung im Vorbereitungsdienst beliebig. 
Inhaltliche Überschneidungen mit Schwerpunkten der Arbeit in den Fächern/Fachrichtungen können für die AnwärterInnen sinnvoll und bereichernd sein. Sie sollten aber über Absprachen mit den Fachseminaren vermieden werden, wenn es sich lediglich um einen “zweiten Aufguss“ handelt, also eine Wiederholung der Thematik unter weitgehend identischen Fragestellungen. Hilfreich wäre die Veröffentlichung der Seminarpläne an dem dafür vorgesehenen Seminarbrett.
Offen bleibt die Frage, ob dieses inhaltliche Curriculum noch durch einen groben Zeitplan ergänzt werden sollte. 

(Zur Erläuterung: Verbindliche Inhalte in normaler Schrift, nicht verbindliche Inhalte kursiv )

Unterrichtsbesuche
Checkliste für die Hospitation während der ersten Schulwochen (Schülerbeobachtungen, Schülerbeschreibungen), Stundenbesprechung, Reflexionskriterien, Inhalte und Schwerpunkte der Beratung, Problembereiche der Beurteilungspraxis, Seminarhospitationen und Hospitationsringe

Unterrichtsvorbereitung
Planung von Unterricht, Elemente des schriftlichen Unterrichtsentwurfs, Planung von Unterrichtseinheiten (in Absprache mit den Fachseminaren), Differenzierung und Individualisierung im Unterricht, Auseinandersetzung mit verschiedenen Didaktiken

Kommunikation / Kooperation / Beratung
Aktives Zuhören, Ich-Botschaften, Kommunikationssperren, Kommunikationsmodelle, Konfliktmanagement, TZI, NLP

Sonderpädagogischer Förderbedarf
Kind-Umfeld-Analyse, Diagnostische Instrumente (in Absprache mit den Fachseminaren), Verordnung zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs

Unterrichtsformen / Unterrichtsmethoden
Frontalunterricht, Gruppenunterricht, offener Unterricht, Handwerkszeug (z.B.: Tafelarbeit, Gesprächsführung, visualisieren und strukturieren, Zeit- und Stressmanagement)

allgemeine Schulpädagogik und Erziehung
Unterrichtsstörungen- Umgang mit schwierigen SchülerInnen, Unterrichtsprinzipien (fächerübergreifender Unterricht, Handlungsorientierung, Selbstständigkeit.....), Regeln und Rituale, Aufgaben als KlassenlehrerIn, 
Bewegte Schule- Bewegtes Lernen, Erlebnispädagogik

LehrerInnenpersönlichkeit ? LehrerInnenrolle
Grundhaltungen - Verhaltensweisen, kollegiale Beratung und Supervision

2. Staatsprüfung
Hausarbeit ( Themen, oft gestellte Fragen ) - Prüfungsablauf - Mündliche Prüfung 

Schulrecht

  • Grundlagen des Schulrechts: Schulrechtshierarchien / Rechts ? und Verwaltungsvorschriften /Auswahlsammlung zum Schulrecht Niedersachsen ? Basisreader ( Gesetze, Verordnungen, Erlasse)
  • Personalvertretungsgesetz ? meine Rechte als LehrerIn
  • Themenauswahl aus Teilgebieten möglichst in Zusammenhang mit der Bearbeitung entsprechender pädagogischer Fragestellungen: Aufsichtspflicht, Konferenzen, 
  • Hausaufgaben, Ordnungsmaßnahmen, Schulfahrten, Schülerrechte.


Beurteilen
Leistungsmessung und Beurteilung ( möglichst vor den ersten Zensurenkonferenzen), Zeugnisbestimmungen, Versetzungsordnung

Innovieren
Lernen unter einem Dach, Berufsfelder und Selbstverständnis von SonderpädagogInnen,
Prävention, Integrativer Unterricht, Kooperation, Förderzentrum, Mobiler Dienst., Unterrichtsarbeit an allgemeinen Schulen kennen lernen (Grundschule, ORST, Hauptschule, Gesamtschule), Möglichkeiten und Grenzen in der Anwendung ’Neuer Technologien’ im Unterricht (z.B.: Internetnutzung, Lernprogramme, PC als Hilfsmittel im Unterricht,...)

Elternarbeit
Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten: Gespräche, Hausbesuche, Sprechtage, Elternabende, Elternrechte

Grundlagenwissen in schulischen Kernbereichen
Erstlesen, Erstschreiben, Grundkenntnisse Mathematik ( jeweils nach Bedarf),
Vorstellung von Unterrichtsstunden aus verschiedenen Fächern und zu verschiedenen Themen

Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen
(Abstimmung der jeweiligen Inhalte mit den Fachrichtungsseminaren)