Ausbildungsseminar Lueneburg 2
Studienseminar Lüneburg für das Lehramt für Sonderpädagogik
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Informationen
- VORWORT


Diese Webseite ist nicht mehr aktuell.
Die Informationen müssen noch entsprechend der neuen Prüfungsverordnung (APVO-Lehr) überarbeitet werde
n
und sollen hier nur als Anregung dienen.
Gespräche über den Ausbildungsstand (GüA)
(Stand: September 2006)

Die Durchführungsbestimmungen zur PVO - Lehr II enthalten allgemeine Vorgaben für die Ausbildung:

"In der Ausbildung sind theoretische Überlegungen - ausgehend von den im Studium erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten der Auszubildenden und praktische Erfahrungen - sinnvoll miteinander zu verbinden." (DB zu §2)

Als Grundsätze für alle Bereiche der Ausbildung werden genannt:
"
Praxisorientierung, Situationsorientierung, Teilnehmerorientierung und Prozessorientierung

  • Mitverantwortung der Auszubildenden für die Gestaltung und die Ergebnisse der Ausbildung,
  • Entwicklung des beruflichen Selbstkonzepts der Auszubildenden." (DB zu §2)

Folgende Regelungen und inhaltliche Aussagen bilden die Grundlage und den formalen Rahmen für das Gespräch über den Ausbildungsstand:

"5. Gespräch über den Ausbildungsstand
5.1 Mindestens zweimal während des Vorbereitungsdienstes - möglichst im zeitlichen Abstand zu den Unterrichtsbesuchen führen die jeweiligen Ausbildenden gemeinsam mit der oder dem Auszubildenden ein Gespräch über den Ausbildungsstand und beraten sie oder ihn; dabei sollen die Kriterien der Beurteilung deutlich werden. Die Seminarleiterin oder der Seminarleiter kann daran teilnehmen. Der darin festgestellte Ausbildungsstand ist aktenkundig zu machen. Ein Exemplar ist der oder dem Auszubildenden auszuhändigen." (DB zu §9)

Darauf Bezug nehmend sind in unserem Studienseminar mit den Gesprächen über den Ausbildungsstand folgende Zielsetzungen verbunden:
  • Vergewisserung: Die Anwärterinnen und Anwärter verschaffen sich einen Überblick über das bereits Erreichte und über die eigenen Stärken und Fähigkeiten
  • Entwicklungsaspekte: Abklärung der Ausbildungsschwerpunkte für die weitere Ausbildung
  • Notentrend: Mit Bezug auf die zugrunde liegenden Beurteilungskriterien erfolgt eine Groborientierung über die zu erwartende Ausbildungsnote (nur 2. GüA)

Das erste Gespräch über den Ausbildungsstand findet in der Regel als Einzelgespräch mit den vier Ausbildenden statt. Durch die 1:1 - Situation ergibt sich ganz deutlich einen Gesprächscharakter. Der gegenseitige Austausch steht im Vordergrund und mündet in Absprachen über Schwerpunkte der weiteren Ausbildung. Ausgangspunkt für das Gespräch ist jeweils eine Rückschau und Selbstreflexion des/der Anwärter/-in, die auch schriftlich vorbereitet werden sollte.

Das zweite Gespräch zum Ausbildungsstand findet gemeinsam mit allen vier Ausbildenden statt und folgt aufgrund der besonderen Konstellation (enger zeitlicher Rahmen von ca. 45 min, Zeitpunkt liegt kurz vor dem Prüfungsdurchgang) einem grob festgelegten Ablaufplan:

  1. Vorgespräch der Ausbildenden (ohne LA, Dauer ca. 15 min)
  2. Beginn des Gesprächs mit SLA:
    LA legt fest, ob und wann von den Ausbildenden eine Trendaussage zur Ausbildungsnote gemacht werden soll
  3. Stellungnahme SLA und Kurzstellungnahme FSL (parallel Sammlung von Gesprächspunkten für das anschließende gemeinsame Gespräch )
  4. Gemeinsames Gespräch über die genannten Schwerpunkte
  5. Zusammenfassung durch eine/-n FSL bzw. durch die/den SLA


Es fördert den Gedankenaustausch und das gemeinsame Gespräch, wenn die SLA sich auf die GüA's (schriftlich) vorbereiten. Die eigene Entwicklung soll betrachtet und auf der Basis der bisherigen Beratungen reflektiert werden. Bei der Vorbereitung dieser Stellungnahme können u.a. folgende Schwerpunkte Berücksichtigung finden. Die Auflistung nennt lediglich Beispiele und Anregungen und sollte nicht als verbindlich angesehen werden:

Rückblick und Ausblick auf die eigene Ausbildung:

Erreichtes - Eigene Stärken - Schwierigkeiten und Lösungsmöglichkeiten für aufgetretene Probleme - Ziele für die weitere Arbeit - Ausblick

Planung von Unterricht:
Aspekte der schriftlichen Unterrichtsvorbereitung, Beachtung (sonder-)pädagogische Prinzipien, Aufbau des Unterrichts, Ziele, Strukturierung , Lerngegenstand, Methodenwahl, Differenzierungen, Individualisierung, Material/ Medien, didaktisch / methodische Begründung, Aspekte des Erziehens ( z.B. Selbstständigkeit, Umgang mit Medien usw.), Aspekte des Beurteilens ( u.a. Schülerverhalten, Lernstand), ...

Unterrichtsdurchführung:
Umsetzung wichtiger Planungselemente ( siehe oben ), Flexibilität, Schülerinteresse, Motivation, Lernfortschritte, Unterrichtsergebnisse, Schüleraktivitäten, Schwerpunktsetzung,...

LehrerInnenverhalten:
Schülerorientierung, LehrerInnenpersönlichkeit - Authentizität, Gesprächsführung, Regeln und Rituale, Lernhilfen, Förderung der Selbstständigkeit, Unterrichtsatmosphäre, Unterrichtsorganisation, Berücksichtigung des Aspektes Beraten (Erziehungs - und Schullaufbahnberatung, Beratungsmöglichkeiten einbeziehen),...

Reflexion des Unterrichts:
Analyse in Schwerpunkten, Beobachtungs- und Diagnosefähigkeit, Entwicklung von Alternativen, Offenheit, eigene Stärken erkennen, Umgang mit Anregungen und Hinweisen, ...

Mitarbeit in der Schule
Beiträge zum Schulleben, besondere Aufgaben und Fähigkeiten, Elternarbeit........

Sonderpädagogik außerhalb der Förderschule:
Inhalt und Dauer der Außenmaßnahmen, ...

Mitarbeit im Seminar:
Übernahme von Aufgaben, Engagement, ...

Allgemeine Anmerkungen:
Zuverlässigkeit, Zeit- u. Organisationsmanagement, Einhalten von Absprachen ...

Zur weiteren Orientierung lohnt sich ein Blick in die PVO und in die Durchführungsbestimmungen zur PVO. Für einzelne Aspekte ist die Lektüre folgender Materialien hilfreich:

- Grundlagenpapier des Studienseminars: Kriterien für "Guten Unterricht"
- Grundlagenpapier des Studienseminars: Absprachen zum ausführlichen schriftlichen
Unterrichtsentwurf
- Seminarpapiere einzelner FSL zum Erwartungshorizont bezogen auf die Ausbildung.