Interkulturelle Bausteine für Schulprogramme
 

In diesem Fortbildungsprojekt wurden in ausgewählten Schulen des Sekundarbreichs I Maßnahmen im interkulturellen Bereich gefördert, die Bestandteil der jeweiligen vorhandenen oder zu entwickelnden Schulprogramme werden sollen. Delegierte der beteiligten Schulen wurden in einer Folge von Kursen und Arbeitstagungen befähigt, den Prozeß der  Entwicklung von interkulturellen Aspekten ("Bausteinen" ) ihrer Schulprogramme zu unterstützen und begleiten. Die Prozesse und die Ergebnisse der Arbeit an den Schulen werden dokumentiert und als Anregung und Reflexionshilfe anderen Schulen in einer Veröffentlichung des NLI zur Verfügung gestellt. 
An dem Projekt nahmen die folgenden Schulen teil:
 

Anschriften und Delegierte der Schulen

Kurse und Arbeitstagungen:

Teil I: Interkulturelle Bildung im Schulalltag: Bestandsaufnahme, Zielklärung und Beispiele 
In einem ersten Schritt werden die grundsätzlichen Aspekte der Interkulturellen Bildung und des Verfahrens der Entwicklung von Schulprogrammen (siehe Sichtwechsel, Kap. 3) geklärt. An einer Schule (Herder-Schule, Bad Pyrmont) mit einem ausgesprochen interkulturellen Profil werden Ergebnisse und Entwicklungsprozesse der Schulprogrammarbeit erkundet und ausgewertet. Über das Kennenlernen von Instrumenten der Schulentwicklung werden erste Planungsschritte für die eigenen Schulen konzipiert. Im Kurs werden 

             -  die niedersächsische Konzeption einer Interkulturellen Bildung vorgestellt 

             -  in Schulprogramme als Instrument der Schulentwicklung eingeführt 

             -  eine Unesco-Projekt-Schule erkundet 

             -  Instrumente zur Bestandsanalyse und Zielklärung erprobt 

             -  Planungsverfahren auf die eigene Schulsituation angewendet. 

Bad Pyrmont, 28. bis 30.06.99 


Teil II: Projekt- und Teamentwicklung für eine interkulturelle Schulentwicklung
Die Entwicklung interkultureller Aspekte in einer Schule läßt sich immer als Projekt begreifen, das  innerschulisch geplant, moderiert und evaluiert werden muß. Im Kurs werden dafür bestimmte Basisqualifikationen vermittelt, die sich auf Projektmanagement und Teamentwicklung beziehen. Dabei wird auch die eigene Rolle als Delegierte, Planer, Moderatoren, Vermittler an den Schulen zu reflektiert. 

28. und 29.10.1999, Hannover 


Teil III: Arbeitstagung zur Projektplanung und -reflexion 
In dieser Arbeitstagung ging es um die schulspezifischen Projektplanungen und Reflexion der bisherigen Aktivitäten. Die  interkulturellen Bausteine müssen textlich präzise gefasst werden, die Umsetzung in der Schule muss geplant werden, Möglichkeiten einer Zwischenevaluation werden ausgewählt. 

27.03.2000, Verden 

Teil IV: Projektmanagement und -evaluation
In dieser Arbeitstagung werden die Projekte an den Schulen hinsichtlich der Zielsetzungen, Ressourcen,Einbettung in das Schulprofil und klängerfristige Planung reflektiert. Es werden Evaluationsmöglichkeiten an den Schulen konzipiert.

13. - 15.09.2000, Wolfenbüttel
Teil IVa: Bausteine-Anregungen
Einführung in das Arbeiten mit "Das sind Wir II", Möglichkeiten der Nutzung des Internets für Partnerschaften, Interkulturelle Bildung und Exkursionen, Arbeit mit der Handreichung "Sichtwechsel"

12. - 13.12.2000, Hannover

 

Teil V: Schulkooperation und Projektdokumentation
In diesem Kurs wurde ein Schulkooperations-Szenario am Beispiel Bosnien-Herzegowina in Zusammenarbeit mit der Projektgruppe "Eine Welt in der Schule" an der Universität Bremen entwickelt und eine gemeinsame Exkursion geplant.  Projektergebnisse und Entwicklungsprozesse der beteiligten Schulen sollen textlich und visuell in Hinblick auf eine printmäßige und elektronische Veröffentlichung des NLI konzipiert und erörtert werden. Regionale Präsentationen sollen andere Schulen anregen, ähnliche Vorhaben einzugehen. Für diese Maßnahmen sollen gemeinsam Konzepte entwickelt werden. 

16. bis 17.02.2001, Wolfenbüttel

 

Teil VI: Schulpartnerschaften: Exkursion nach Sarajevo/ Bosnien und Herzegowina
Eine Gruppe des Fortbildungsprojekts führte die Exkursion nach Sarajevo durch, um die Möglichkeiten von Schulpartnerschaften konkret zu erkunden. 23. bis 28. 05. 2001 
Dokumentation der Exkursion nach Sarajevo


Teil VII: Auswertung der Exkursion nach Sarajevo/ Bosnien und Herzegowina und Redaktion des Abschlussberichts zu den interkulturellen Bausteinen
Die Exkursion nach Sarajevo wird im Hinblick auf neue Formen der Partnerschaft ausgewertet und weitere Beiträge für eine Unterrichtseinheit zusammengestellt. In der Redaktionsphase werden die Beiträge der Schulen erörtert. Siehe dazu einen Entwurf der Gliederung der 
Abschlussdokumentation.
Es werden Überlegungen zur Intensivierung der interkulturellen Schulentwicklung als Konsequenz des Fortbildungsprojekts im Sinne einer Disseminationsstrategie angestellt.

27. - 29.08.2001, Hannover 

 
  Projektteam: Harald Kleem, Dieter Schoof-Wetzig 

 
 

Interkulturelle Bildung

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