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Naxos

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Gestein und Bergbau
Rock and Mining

Naxos gehört zum Attisch-kykladischen Kristallin, einem heterogen aufgebauten, alpidischen Komplex mit tektonischer und metamorpher Überprägung (DÜRR 1986).

Die Insel Naxos gleicht geologisch einem elliptischen Gewölbe aus metamorphem Schiefer und Marmor. Im nordwestlichen Zentrum der Insel befindet sich ein Migmatit-Kern, um den sich die Marmor und Glimmerschiefer legen. Im Süden und Osten der Insel herrscht Marmor vor, unterbrochen von Glimmerschiefer- und Gneisschichten. Im Westen schließen sich Granodiorit sowie tertiäre oder quartäre Konglomerate, Fanglomerate und Alluvien an.

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Abbildung: Geologische Karte von Naxos
(Quelle: Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz, NNA 1999)
Figure: Geological Map of Naxos
(Source: Alfred Toepfer Academy for Nature Conservation, NNA 1999)

Den größten Flächenanteil nimmt der Marmor in Form von kalzitischem und dolomitischem Marmor ein. Marmor läßt sich gut bearbeiten und ist deshalb von Bildhauern seit jeher geschätzt, auch wenn der naxische Marmor aufgrund seiner groben kristallinen Struktur eher als minderwertig angesehen wird. Marmor wurde auf Naxos schon im Altertum verarbeitet und ist bekannt durch seine Monumentalstatuen aus dem 6. Jahrhundert vor Christus (Kuros von Melanes und Apollon). Heute findet Marmor hauptsächlich als Baumaterial (Fußbodenbeläge, Fenster- und Türportale, Marmorputz, Schotter für den Haus- und Straßenbau) auf der Insel Verwendung und wird in großen Mengen im Tagebau abgebaut. Ein Teil des abgebauten und nicht auf der Insel weiterverarbeiteten Marmors wird in großen Blöcken nach Athen exportiert. Der Exportanteil liegt zur Zeit bei circa 5000 Tonnen pro Jahr. Das Hauptabbaugebiet mit großen Steinbrüchen liegt nahe der Ortschaft Kinidaros. Der Abtrag ganzer Kuppen und Hänge der markanten Inselberge in dieser Region stellt einen erheblichen Eingriff in den Naturhaushalt und das Landschaftsbild dar. Kleinere Steinbrüche, in denen der minderwertigere Marmor für den Straßenschotter gewonnen wird, sind z.B. an der Straße zwischen Naxos-Chora und Chalki und bei Filoti zu finden, aber auch überall an den Straßen im Marmorgebiet.

Tradition hat auf Naxos auch der Schmirgelabbau. Als Schmirgel wird der in den naxischen Marmoren vorkommende Korund bezeichnet. Der naxische Schmirgel gilt als einer der besten der Welt und wird seit der Antike im Untertagebau in kleinen Stollen abgebaut. Er findet als Schleifmittel (Schleifpapier) Verwendung, ist heute wirtschaftlich aber nicht mehr von großer Bedeutung, da sich künstliche Ersatzstoffe (Substitute) durchgesetzt haben. Im Jahre 1978 wurden 7000 Tonnen Schmirgel abgebaut (KOCK 1992). Stillgelegte und noch in Betrieb befindliche Schmirgelbergwerke liegen an der Straße zwischen Koronos und Lionas und gehören zu 90% der Gemeinde von Koronos, die seit 1925 hier abbaut. Am Schmirgelabbau sind insgesamt sechs Gemeinden beteiligt, insbesondere auch die Gemeinde Aperathou (Schmirgelmuseum). Mit einer oberirdischen Bergbahn wird der Schmirgel zum Hafen von Moutsouna transportiert und dort verladen. Eine Verarbeitung des Schirgels findet auf Naxos nicht statt.


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