Experimente zum Thema Rauchen und Alkohol


In diesem Jahr kündigte sich im Jahrgang 9 eine Projektwoche an. Die Schüler und Schülerinnen unserer Projektgruppe bearbeiteten die Themen Rauchen und Alkohol. Die Schüler(-innen) wollten wissen, welche Auswirkungen Alkohol und Zigaretten auf einen haben können. Hier werden wir einige Versuchsergebnisse beschreiben.
    1. Hauttemperatur und Herzfrequenz

    Bei diesen Experimenten haben wir den Einfluß des Rauchens und des Alkoholtrinkens auf den Puls (Herzfrequenz) und auf die Hauttemperatur untersucht.

    Dazu haben wir alle zwei Minuten (beim Alkohol alle 5 Minuten) den Puls gemessen. Gleichzeitig haben wir die Hauttemperatur an den Fingerspitzen gemessen. Nach 8 Minuten hat die Versuchsperson eine Zigarette geraucht bzw. ein Glas Wein getrunken.
    Toni beim Rauchen mit Thermometer in der HandBeim Rauchen sank die Hauttemperatur. Ursache: Nikotin verengt die Gefäße und dadurch fließt durch die Fingerspitzen weniger Blut. Beim Alkohol ist es genau umgekehrt. Durch den Alkohol werden die Blutgefäße erweitert. Es kann mehr Blut durch fließen und die Hauttemperatur steigt.
    Johann mit einem leeren Weinglas und dem Thermometer in der Hand
    Der Puls stieg bei beiden Experimenten an, beim Alkohol über einen längere Zeit und beim Rauchen nur kurz.

    2. Unterschied zwischen Lungen und Backenzug

    Die Versuchsperson zog an einer Zigarette und blies den Rauch durch ein Papiertaschentuch.

    Bei einem oberflächlichen Zug (paffen) links und bei einem Lungenzug rechts.
Papiertaschentuch mit TeerrückständenPapiertaschentuch mit Teerrückständen
Beim ersten Bild sieht man, wieviel Teer ein Zug einer Zigarette enthält. Beim zweiten Taschentuch war der Fleck deutlich heller, ein großer Teil des Teers bleibt also in der Lunge.
    3. Verbrennungsprodukte des Tabaks

    Wir wollen herausfinden was für Verbrennungsprodukte der Tabak enthält. Wir haben einen Teil des Glasrohres mit Kochsalz gefüllt und die Enden mit einem Stück Watte verschlossen. Anschließend haben wir mit einer Ballonsaugpumpe ausprobiert, ob noch Luft durch das Glasrohr gesaugt werden kann. Dann haben wir die Waschflasche in das Stativ gespannt und die Abbildung gemäß der Versuchsanordnung zusammengebaut. Dann haben wir die Zigarette angezündet und die Luft durch die Apparatur gesaugt.
    Das Kochsalz verfärbte sich braun-gelb und in der Silbernitratlösung entstand etwas Schwarzes. Durch die Verfärbung der Silbernitratlösung haben wir Kohlenmonoxid nachgewiesen, ein giftiges Gas, das im Tabakrauch enthalten ist. Anschließend haben wir das Kochsalz in einem Becherglas mit Wasser aufgelöst. Es blieben braune, klebrige Klümpchen zurück, die sich nicht in Wasser lösten - beim Rauchen entsteht Teer.

    4. Alkohol und lebende Zellen
     

      4.1. Alkohol und Kressesamen
    Jeweils 10 Kressesamen wurden in einer Petrischale auf Watte gelegt und mit Wasser, 2%igem und 4%igem Alkohol beträufelt.
    10 Kressesamen 2. Tag 3. Tag 4. Tag
    1.+ Wasser 9 9 10
    2.+2% Alkohol 5 8 10
    3.+ 4% Alkohol 3 5 5


    Ergebnis: Alkohol ist ein Zellgift.
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     

      4.2. Wirkung von Alkohol auf Kressepflanzen
    Zunächst haben wir halb ausgewachsene Kressepflanzen in eine Petri- schale, die mit Watte gefüllt war, gegeben. Dann haben wir in eine zweite Petrischale ebenfalls halb ausgewachsene Kressepflanzen gegeben und sie mit Spiritus beträufelt. Dann ließen wir sie stehen und im Abstand von 45 Minuten beobachteten wir sie.
     
     
     
     
     
     
    Nach 45 Minuten Nach 90 Minuten Nach 135 Minuten
    Kressepflanzen mit

    Wasser

    Kressepflanzen 

    wachsen gut

    Kressepflanzen 

    wachsen gut

    Kressepflanzen 

    wachsen gut

    Kressepflanzen mit

    Alkohol

    Kressepflanzen 

    etwas verfallen 

    Immer mehr Kressepflanzen sterben Großteil der Kressepflanzen abgestorben

    Beobachtung: Die Kressepflanzen, die mit Wasser beträufelt waren, wuchsen weiter (obere Reihe). Die Kressepflanzen, die mit Spiritus beträufelt waren, gingen ein (untere Reihe).
    Erklärung: Alkohol ist ein Zellgift.
     
     
     
     
     

    5. Veränderung der Reaktionszeit durch Alkohol

    Wir wollten feststellen, wie die Reaktionszeit bei einer Versuchsperson die ein Glas Wein getrunken hat ist!

    Wir haben einen Besenstiel genommen, haben diesen an einer Stelle mit Bleistift gekennzeichnet. Die Hilfsperson hält den Besenstiel jetzt am äußersten Ende fest. Die Versuchsperson hält jetzt an der gekennzeichneten Stelle am Besenstiel die Hand an. Auf Befehl der Versuchsperson lässt die Hilfsperson den Besenstiel los. Die Versuchsperson darf erst zugreifen wenn der Besenstiel fällt! Hat die Versuchsperson zugegriffen wird der Abstand von dem gekennzeichneten Bleistiftstrich bis zur äußersten Kante der Hand gemessen. Dieser Abstand wird aufgeschrieben und dieser Vorgang wird alle 10 Min wiederholt.

    Wir konnten bei einer Gruppe eine Zunahme der Reaktionszeit feststellen (Gruppe3)

    Bei den anderen beiden Gruppen (Gruppe 1u.2) war jedoch keine große Veränderung zu bemerken.