Wie werden Windkraftanlagen aufgestellt?


So wird eine MICON - Windkraftanlage zusammengebaut
und so eine VESTAS, TACKE - Aufbau der VESTAS V80 im Windpark Jever-Nord
Vorbereitende Arbeiten: Die gewaltige Nase wird aufgebockt und die Flansche mit Hilfe eines Gurtbandes in Position gebracht. Vor der Verschraubung muss die Fläche plan geschliffen sein.
Flansch
Sockel
Der eckige Turm schwebt über dem Fundament. Er wird auf die im Beton verankerten Grundplatten herabgelassen und von beiden Seiten mit den bereitgelegten Stahlplatten daran festgeschraubt. 
Dieser dänische Mitarbeiter richtet die äussere Stahlplatte aus, hält die Schraube fest und sein Kollege im Turm zieht mit dem Pressluftschrauber die Muttern fest an.
Verschraubung
offene Gondel
Die Gondel ist bereits in Ketten gelegt, damit sie angehoben werden kann.
Gegen 14.00 Uhr ist der gesamte Turm auf dem Betonfundament verschraubt und der mächtige Kran kann vom oberen Turmteil gelöst werden.
Turm am Kran
Endlich kann der Generator montiert werden. Mit Hilfe von 2 langen Seilen wird die Gondel in Position gehalten, was nicht immer gerade leicht ist, wenn ein kräftiger Wind weht; deshalb wird auch schon einmal ein Traktor zu Hilfe genommen.
Gondel und Flügel
Beim Absenken der Gondel ist höchste Konzentration und Vorsicht gefordert, damit weder Personen gefährdet noch die Zahnkränze beschädigt werden.
Flügel und Rotornabe werden zunächst mit Hilfe von 2 Kränen aufgerichtet, bis das Gurtband (rechts) durch Schwerkraft von selbst abfällt, 
Flügel mit Nabe
Schwieriges Manöver
dann übernimmt der große Kran allein das Anheben auf 56m Höhe, wobei 2 Helfer die Flügel mit Seilen in die richtige Lage bringen und 2 Monteure in der Gondel die Nabe in Empfang nehmen.
Micon
Bis spät in die Nacht wurde montiert und am nächsten Tag (6. Oktober 1995) stand eine weitere Windenergieanlage im Wangerland. 5 Tage später lieferte sie zum ersten Mal Strom.
Zur gleichen Zeit wurde in Harmslust (Ostfriesland - Landkreis Wittmund) eine Vestas 500 errichtet. 
Turmteil Vestas
Gondel der Vestas
Montage der Flügel

 Letzte Einzelanlage
in der Gemeinde Wangerland ist eine
Tacke TW 600 E
Sie wurde bei der
Oldorfer Mühle
errichtet.

Wenn Sie aus Jever in Richtung Hohenkirchen fahren, können Sie sie nach ca. 8 km Fahrt auf der rechten Seite erblicken. Am 19. November 1996 wurde die Tacke TW 600 E, eine Weiterentwicklung der bewährten TW 600 von Oldorfer Baum mit mehreren Tiefladern über die Oldorfer Sietwendung zu ihrem Standort gebracht.
Einige Gräben mußten mit Bohlen abgedeckt werden, damit das Fahrzeug die Kurve auf dem engen Feldweg nehmen konnte. Die Achsen des Tiefladers sind einzeln lenkbar!
Diese Anlage hat einen Turm von 50 Metern Höhe und die Flügel sind 46 m lang. Der Hilfskran wird nur zum Aufrichten des Segments benötigt, während der große Kran das Segment allein auf den Turm hebt. Wegen Einbruch der Dunkelheit, konnte die Montage der Gondel nicht im Bild festgehalten werden.
Hier ein Foto aus einer anderen geöffneten Tacke TW 600. 
Im Windpark Utgast II sind im Oktober 1996 genau 41 Anlagen dieses Typs ans Netz gegangen.

Ende 2001 wurden die Fundamente erstellt.

Im April 2002 wurden die Blätter zum Rotor zusammengebaut.
Rotordurchmesser: 80 Meter


Der obere Teil des Turmes wird angeliefert.

Der mittlere Teil liegt bereit.

Der untere Teil des 67 m hohen Turmes kann aufgestellt werden.

Die Leiter im Turminneren.

Das Maschinenhaus ist größer als ein Bus.

Die zweite Anlage ist am 12.April 2002 aufgestellt.

Auf dem Maschinenhaus werden die Positionslampen montiert.

Die erste von insgesamt 6 Vestas V80 
mit 2 MW Leistung
wird in der Nähe von Suddens im Windpark Jever-Nord 
im April 2002 innerhalb von 6 Stunden aufgestellt.
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